12.04.2019 21:55 Uhr - 1. Bundesliga - dpa, Andreas Hofmann/Bernd Hohnstein, PM Vereine und red

Thüringer HC setzt sich bei Borussia Dortmund durch und legt im Meisterschaftskampf vor

Anne Müller und Dortmund wurden vom THC ausgebremstAnne Müller und Dortmund wurden vom THC ausgebremst
Quelle: Stummbillig, BVB
Der Thüringer HC hat am Freitagabend in der Frauen-Handball-Bundesliga mit 26:23 (14:13) bei Borussia Dortmund gewonnen. Erneut zeigte sich Kapitän Iveta Luzumova neben Nationalspielerin Emily Bölk am treffsichersten. Der THC legte damit im Zweikampf um die Meisterschaft gegen die SG BBM Bietigheim wieder vor. Bietigheim kann am morgigen Samstag im Heimspiel gegen Blomberg-Lippe aber an Punkten wieder gleich- und aufgrund der besseren Tordifferenz dann auch am Konkurrenten wieder vorbeiziehen.

Borussia Dortmund hatte das letzte Heimspiel gegen den Thüringer HC mit einem 38:31-Erfolg beenden können, die Vorzeichen standen diesmal aber anders. Damals war der Thüringer HC schon Meister, aktuell darf sich das Team von Herbert Müller keinen Ausrutscher erlauben und muss angesichts der Punktgleichheit mit der SG BBM Bietigheim auch auf die Tordifferenz blicken.

Der erste Treffer im Spiel gelang dem BVB nach 49 Sekunden und im Gegenzug netzte Iveta Luzumova allerdings von der Strafwurflinie ein und warf in der Folge die Gäste erstmals in Führung. Beide Teams agierten von Beginn an auf Augenhöhe und gingen offensiv im Angriff und der Abwehr zu Werke. Die Gastgeberinnen kassierten dabei bereits in den ersten Minuten alle drei Verwarnungen, legten aber beim 3:2 zunächst wieder vor.

Die Führung sollte im Verlauf der ersten Halbzeit noch mehrmals wechseln, kein Team konnte sich zunächst einen entscheidenden Vorteil erspielen. Als Alexandra Mazzucco einen Nachwurf nach einem geblockten Versuch von Emily Bölk schnappte, stand wieder ein 5:6 auf der Anzeigetafel - doch wenig später hieß es 7:6 und dann wieder 7:8. Die Partie wogte hin und her, auch weil die Deckung des amtierenden Meisters immer wieder Lücken offenbarte.

Carolin Müller nutzte eine davon zum 8:8, Herbert Müller reagierte mit einer Auszeit und einem Wechsel zwischen den Pfosten auf Jana Krause. Doch Dortmund schien die Partie nun immer besser in den Griff zu bekommen, mehrfach lief der THC-Angriff ins Leere. Mit einem Siebenmeter konnte Asuka Fujita beim 11:9 für die erste Zwei-Tore-Führung des Spiels sorgen und mit einem Doppelschlag erhöhten Johanna Stockschläder und Caroline Müller wenig später auf 13:10.

Der Thüringer HC war unter Druck, den favorisierten Gästen unterliefen zu viele leichte Fehler. Doch Jana Krause sorgte mit einen PAraden für Sicherheit und zudem konnte Alexandra Mazzucco mit zwei Treffern in Überzahl den Anschluss wieder herstellen. Für den Ausgleich zum 13:13 zeichnete dann Iveta Luzumova mit einem verwandelten Siebenmeter verantwortlich, aus einem 10:13 hatte der THC dank insgesamt acht Minuten ohne Gegentreffer zur Pause ein 14:13 gemacht.

Die Chance auf eine Zwei-Tore-Führung konnte der Thüringer HC allerdings zu Beginn des zweiten Abschnitts nicht nutzen - Clara Woltering war zur Stelle. Auf der Gegenseite glich Asuka Fujita von der Siebenmeterlinie aus und spätestens als nach einem Doppelschlag von Anne Müller und Dana Bleckmann die Führung beim 16:15 dann wieder zu den in dieser Phase mit der siebten Feldspielerin agierenden Gastgeberinnen gewechselt war, schien sich eine ebenso ausgeglichene zweite Hälfte anzubahnen.

Doch nun bekam der Thüringer HC das Heft in die Hand: Iveta Luzumova verwandelte einen Siebenmeter nach einem Foul an Lydia Jakubisova zum 16:16, doch der Ausgleich war erst der Auftakt. Meike Schmelzer und Iveta Luzumova legten nach und in Überzahl sorgte Luzumova mit zwei weiteren Treffern für das 19:16. Wie schon zum Ende des ersten Abschnitts hatte Dortmund eine gut achtminütige Durststrecke, bevor Dana Bleckmann diese beendete. Doch der THC legte nach und erhöhte durch Emily Bölk und Lydia Luzumova auf 21:17.

Borussia Dortmund nahm die Auszeit, doch der Thüringer HC setzte sich weiter ab: Ina Großmann und Josefine Huber erhöhten auf 23:17, die Sechs-Tore-Führung schien zehn Minuten vor dem Ende die Vorentscheidung zu bedeuten. Dana Bleckmann und Leonie Kockel ließen die heimischen Fans mit einem Doppelschlag in Verbindung mit einer Glanztat von Clara Woltering noch einmal hoffen, Herbert Müller steuerte mit einer Auszeit entgegen. Emily Bölk hielt die Gastgeberinnen auf Kurs, allerdings hielt Dortmund weiter dagegen. Das 25:20 von Josefine Huber beendete allerdings die letzten Zweifel, auch wenn der BVB nach dem 26:21 von Emily Bölk noch mit zwei Toren zum Endstand von 26:23 verkürzte.

Stimmen nach dem Spiel:




Herbert Müller (THC):
Ich denke, dass beide Fanlager ein sehr kampfbetontes und intensives Handballspiel gesehen haben. In den ersten 20 Minuten war ich mit meiner Abwehr überhaupt nicht zufrieden, wir haben keinen Zugriff bekommen und haben zu viele einfache Würfe zugelassen.

Der entscheidende Moment war aus meiner Sicht ab der 20. Minute, da haben wir von 10:13 auf 14:13 vier Tore aufgeholt. Das war ganz wichtig. Mitte der zweiten Halbzeit konnten wir uns fünf, sechs Tore absetzen, da hätte ich mir gewünscht, dass wir das halten können. Dortmund hat gefightet und keine Sekunde aufgegeben. Was wir von außen verworfen haben, hatte kein Bundesliganiveau.
Gino Smits (BVB):
Die erste Halbzeit war sehr gut, dann hatten wir Probleme im Sieben gegen Sechs, da kam zuviel über den Rückraum. In der Halbzeit haben wir dann gesagt, wenn wir dass nicht hinkriegen, lassen wir eben die Außen werfen. Zwischen der 40. und 50. Minute war dann aber zuviel. Wir haben aber super gekämpft.

Aktueller Spieltag Handball Bundesliga Frauen:


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3. TuS Metzingen 20 167 32:08
4. Bayer 04 Leverkusen 20 18 23:17
5. Buxtehuder SV 20 -17 23:17
6. Borussia Dortmund 21 19 23:19
7. Frisch Auf Göppingen 20 -7 20:20
8. HSG Blomberg-Lippe 20 -1 19:21
9. VfL Oldenburg 20 -65 15:25
10. Bad Wildungen Vipers 20 -42 14:26
11. Bensheim/Auerbach 20 -55 11:29
12. Neckarsulmer SU 20 -89 9:31
13. SVU Halle-Neustadt 20 -110 8:32
14. TV Nellingen 20 -122 7:33

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