12.04.2019 11:31 Uhr - 1. Bundesliga - PM HSG, red

Annika Busch zu ihrem Karriereende: "Diese Entscheidung war unumgänglich"

Annika BuschAnnika Busch
Quelle: Vipers
Annika Busch ist seit nunmehr neun Jahren Teil der Vipers-Familie und hat ein echtes Zuhause in Waldeck-Frankenberg gefunden. Als Markenbotschafterin für das Frankenberger Unternehmen FingerHaus ist sie seit Jahren stets präsent und eine echte Identifikationsfigur geworden. Verletzungsbedingt beendet sie nun ihre Karriere und erklärt diese Entscheidung im Interview...

Annika, Du bist bereits seit November letzten Jahres verletzt. Wie ist derzeit der Stand Deiner Verletzung?

Annika Busch:
Ich habe wie Laura einen Knorpelschaden erlitten. Vor neun Wochen wurde eine Knorpeltransplantation durchgeführt. Diese Operation ist sehr aufwendig und umfangreich, aber verspricht die besten Chancen, dass ich mit viel Glück ohne Schmerzen mein Knie im Alltag belasten kann. Ich werden noch weitere drei Wochen auf Krücken gehen müssen und im Anschluss werde ich über ein Jahr lang an diversen Rehamaßnahmen teilnehmen müssen. Voraussichtlich werde ich erst nach einem Jahr das Bein wieder richtig belasten dürfen, zum Beispiel mit Joggen.

Du hast ja schon einmal Deinen Abschied verkündet - war das Knie damals schon Dein Problem und bereust Du die Rückkehr auf die Platte heute?

Annika Busch:
Ja, ich hatte damals mein Karriereende geplant, aber zu dem Zeitpunkt war nicht eine Verletzung der Grund dafür. Ich habe mich erst kurz vor dem Saisonende am Kreuzband verletzt und hatte im Anschluss damit zu kämpfen, dass das letzte Spiel meiner Karriere auf Krücken stattfinden sollte. Daher war für mich ganz klar, dass ich es mir noch einmal selbst beweisen und zu alter Form zurückkehren wollte. Diese Entscheidung bereue ich bis heute nicht.

Was bedeutet diese Verletzung jetzt für Deine Zukunft?


Annika Busch:
Ich muss gestehen, dass ich nun doch dazu gezwungen werde, meine aktive Karriere auf Krücken zu beenden. Diese Entscheidung war unumgänglich, da es auch noch ein Leben nach dem Handball gibt. So habe ich eventuell die Chance Sport weiterhin in mein Leben zu integrieren, auch wenn es nicht auf Profiniveau sein wird. Diejenigen, die mich kennen, wissen, dass ich ohne Sport nicht leben kann.

Was waren die Highlights Deiner Karriere?

Annika Busch:
Ich habe in der Jugend den Sprung in die Nationalmannschaft geschafft und durfte an einer Europameisterschaft teilnehmen. Mit 16 Jahren hatte ich bereits mein Bundesligadebüt und bin vom BVB Dortmund, über Leverkusen vor 8 Jahren nach Bad Wildungen gekommen und durfte hier die aufregendsten sowie emotionalsten Momente erleben. Hierzu zählen allem voran der Aufstieg in die 1. Bundesliga und das Pokal-Final4.

Was wirst du am meisten vermissen?

Annika Busch:
Es ist unfassbar schwierig zu realisieren, dass man dieses Gefühl so nicht mehr haben wird. Die Momente auf der Platte, jedes Tor und der Zusammenhalt in der Mannschaft - Momente, die so nicht wiederkehren, aber die ich erleben durfte und dafür bin ich sehr dankbar. Handball zu spielen, war das beste Gefühl und das größte Glück meines Lebens.

Hast du noch etwas für deine Fans und Freunde?

Annika Busch:
Ich möchte mich auch dafür bedanken, dass mir der Verein und auch die Fans das Vertrauen geschenkt haben und mir die Rückkehr auf den Platz mit so viel Motivation und Zuspruch einfach gemacht haben. Insbesondere diese Momente haben mich beflügelt und stolz gemacht. Ich bin sehr dankbar, Teil dieses tollen Vereins zu sein.

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