10.04.2019 10:47 Uhr - 2. Bundesliga - PM Vereine, red

SV Werder Bremen verpflichtet "erfahrene Linkshänderin" und "Vorzeigehandballerin"

Stefanie Güter und Patrice GironStefanie Güter und Patrice Giron
Quelle: werder.de
Handball-Zweitligist SV Werder Bremen hat für die kommende Spielzeit Stefanie Güter verpflichtet. Die 29 Jahre alte Rückraumspielerin, die derzeit für die TSG 1888 Eddersheim in der 3. Liga Ost aufläuft, unterschrieb einen Vertrag bis 2021.

"Wir haben uns für den Rückraum eine erfahrene Linkshänderin gewünscht, die dabei hilft, unsere Mannschaft auf dem Spielfeld und auch außerhalb zu führen", sagt Patrice Giron, Koordinator Leistungssport der Grün-Weißen. "So wie wir Stefanie Güter in den Gesprächen und im Probetraining kennengelernt haben, passt sie sportlich und menschlich genau in dieses Anforderungsprofil. Wir freuen uns daher sehr, dass sie sich unter mehreren möglichen Vereinen aus der zweiten und dritten Liga für den SV Werder entschieden hat."

Die in Gera geborene Sport- und Fitnesskauffrau begann ihre handballerische Karriere im Alter von neun Jahren beim Post SV Gera und kam nach einigen Stationen in der Jugend über den HV Chemnitz im Jahr 2013 zur SG TSG/DJK Mainz-Bretzenheim. Mit den Rheinhessinnen holte sie 2015 den Meistertitel in der 3. Liga West und schaffte den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Güter wechselte allerdings im selben Jahr zum Drittligisten TSG 1888 Eddersheim, für den sie in den vergangenen knapp vier Jahren insgesamt mehr als 400 Treffer erzielte und mit dem sie 2017 ebenfalls Meister der 3. Liga West wurde. Der Verein verzichtete jedoch auf den Aufstieg in die 2. Bundesliga.

Fischer: "Schade, solch eine tolle Vorzeigehandballerin zu verlieren"




"Ich möchte Danke sagen - Danke für vier schöne und intensive Jahre in Eddersheim. Die ersten zwei Jahre bei der TSG haben mich und meinen Weg hier wohl mit am meisten geprägt und mit dem ´Staffelsieg 3.Liga West 2017´ einen weiteren Höhepunkt erreicht", so Güter und ergänzt: "Ich danke den liebevollen TSG-Fans, auch wenn ich hier keine Familie im Umkreis habe, war es schön von euch nach den Spielen in Empfang genommen und während der Spiele so unterstützt zu werden. Ich danke dem Team um das Team herum und der Mannschaft. Viele intensive Freundschaften mit extrem vielen unvergesslichen Momenten und Erinnerungen sind hier entstanden. Diese werde ich auf meinem weiteren Weg mit mit tragen und nie vergessen."

"Natürlich ist es schade, solch eine tolle Vorzeigehandballerin zu verlieren, aber ich verstehe sie zu 100 %. Sie will nochmal wo anders komplett neu starten und dabei wünsche ich ihr ganz viel Glück und Erfolg. Wir hatten vier prima Jahre und ich denke wir haben Steff nochmal auf eine höhere Leistungsstufe gehoben", so TSG-Coach Tobias Fischer und Eddersheims Teammanager Heiko Pingel ergänzt: "Wir, die Drittliga Damen der TSG Eddersheim, danken Steff für ihren tollen Einsatz in den letzten vier Jahren und hoffen, dass wir uns noch oft wiedersehen werden. Wir wünschen Steff beim SV Werder Bremen ganz viel Erfolg."

"Ich habe mich vor einiger Zeit entschieden, beruflich und sportlich noch einmal eine neue Herausforderung zu suchen - und das gerne in Norddeutschland", verrät die zukünftige Werder-Spielerin. "Ich habe mir einige Vereine angeschaut und hatte bei Werder sofort ein sehr gutes Gefühl. Die Gespräche mit den Verantwortlichen waren sehr sympathisch und authentisch und der Draht zu den Spielerinnen gleich sehr gut. Werder hat handballerisch für die nächsten Jahre ein starkes Konzept, mit dem ich mich sehr gut identifizieren kann." Dabei betont Güter: "Ich habe meine Entscheidung unabhängig von der zukünftigen Ligazugehörigkeit getroffen, aber ich habe richtig Lust auf die 2. Liga, weil ich sicher bin, dass ich mich noch weiterentwickeln und gleichzeitig meine Erfahrungen an das Team weitergeben kann."

Stefanie Güter ist die elfte Spielerin, die beim SV Werder einen Vertrag für die nächste Saison unterschrieben hat. "Wir sind derzeit in aussichtsreichen Gesprächen, um noch freie Kaderplätze im Rückraum, auf Linksaußen und am Kreis zu besetzen", verrät Patrice Giron. "Mit dem derzeitigen Stand der Planungen sind wir sehr zufrieden und werden nun ganz genau prüfen, welche Spielerinnen noch ins Team für die kommende Saison passen."

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