08.04.2019 16:50 Uhr - 2. Bundesliga - PM Nürtingen

TG Nürtingen sichert nach Arbeitssieg gegen Gedern/Nidda den Klassenerhalt

Benitta Quattlender verletzte sichBenitta Quattlender verletzte sich
Quelle: Marco Schultz, TGN
Es war ein hartes Stück Arbeit, ehe mit dem 28:22-Heimerfolg die Punkte und der Klassenerhalt für die TG Nürtingen unter Dach und Fach waren. Vor allem in der ersten Halbzeit wehrten sich die Gäste nach Kräften und bereitete den Nürtingerinnen immer wieder Probleme. Nach dem verletzungsbedingten Ausscheiden von Benitta Quattlender schien das Team von Trainer Stefan Eidt zunächst kurz geschockt, doch dann ging ein Ruck durch die Mannschaft. Und in dem Maß wie die TGN aufdrehte, bauten die Gäste in der zweiten Spielhälfte ab. Der Sieg war schlussendlich nicht unverdient.

Die Gastgeberinnen starteten durchaus aufmerksam in die Partie und konnten zunächst mit 4:2 in Führung gehen. Doch dann fighteten sich die Gäste zusehends in die Partie und setzten ihre bereits aus dem Hinspiel bekannte Körperlichkeit ein. "Wir bekamen in der Abwehr keinen Zugriff und spielten in der Offensive zu umsta?ndlich", so TGN-Trainer Stefan Eidt nach der Partie.

Vier Treffer in Serie bescherten der HSG eine Zwei-Tore-Führung und Eidt griff zur Auszeitkarte. Doch so richtig fruchten wollten seine Instruktionen zunächst nicht. Beim 8:8 und 9:9 (21.) war zwar der Ausgleich wieder hergestellt, doch bis zur Halbzeitsirene lief man erneut einem Rückstand hinterher. Der Treffer zum 12:13-Halbzeitstand durch Lea Schuhknecht ließ jedoch noch alle Optionen für die zweite Spielhälfte offen.

Verletzung von Quattlender




Doch die diese war zunächst erneut durch die Gäste bestimmt und einigermaßen turbulent. Der erste Treffer von Hälfte zwei gehörte der HSG durch Rückraumschützin Kristin Amos, die jedoch im Anschluss einen Strafwurf liegen ließ. In den nächsten Minuten musste zunächst Nowak bei den Gästen und anschließend Fischer, Wieder und Schuhknecht Zeitstrafen absitzen. Dazu kam der Ausfall von Linksaußen Benitta Quattlender, die sich nach ihrem Treffer zum 14:15-Anschluss per Tempogegenstoß am Knie verletzte und vom Platz getragen werden musste (35.).

Eine weitere Zeitstrafe gegen die Heimmannschaft sowie vergebene Strafwürfe auf beiden Seiten veranlassten Stefan Eidt zum erneuten Timeout (40.). Und dieses zeigte die erwünschte Wirkung. Während die Gäste nun Fahrkarten am laufenden Band produzierten, steigerte sich die TG Nürtingen in Abwehr und Angriff und die Körpersprache war nun eine ganz andere. Fünf Treffer in Serie bescherten der TGN einen erstmaligen Drei-Tore-Vorsprung zum 21:18 (45.). Die TGN war jetzt im Fluss, bestes Beispiel war ein Steal durch Lisa Wieder, die ein Anspiel der HSG herausfischte und anschließend im Tor versenkte.

Die Nürtinger Abwehr ließ in der Schlussviertelstunde nur noch vier Gegentreffer zu während man im Angriff nun die sich bietenden Gelegenheiten, selbst unter Zeitspieldruck, verwertete. Das 25:19 durch die gut aufgelegte Verena Breidert, gut acht Minuten vor Spielende, war denn auch bereits die Vorentscheidung. Die letzten Spielminuten brachten keine wesentlichen Veränderungen mehr für die Partie und die TG Nürtingen verbuchte einen sicheren Sieg zum Klassenerhalt.

In der Tabelle verbleiben die Nürtingerinnen auf Platz 11, während die Gäste durch den Trierer Sieg gegen Rödertal nun die Rote Laterne innehaben. Nächstes Wochenende steht für die TGN das schwäbische Derby bei den Kuties in Herrenberg an. Diese rangieren nur einen Pluspunkt vor der TGN und will man noch einen einstelligen Tabellenplatz erreichen, wären Punkte in der Markweghalle sicher hilfreich.