01.04.2019 08:04 Uhr - 2. Bundesliga - Geger, SVW

Wichtige Punkte im Kampf um Klassenverbleib: Werder Bremen mit 25:24 gegen Nürtingen

Nele Osterthun und Werder setzten sich durchNele Osterthun und Werder setzten sich durch
Quelle: hansepixx, SVW
In einem echten Handball-Krimi behielten die Werder-Handballerinnen am Ende die Oberhand und schlugen die TG Nürtingen mit 25:24. Marie Andresen sicherte mit ihren Paraden in der Schlussphase den Sieg für den SV Werder. Durch den dritten Heimsieg in Folge bauen die Bremerinnen den Vorsprung auf die Abstiegsplätze auf sechs Punkte aus. Nürtingen liegt weitere vier Punkte vor Bremen auf dem elften Tabellenplatz.

Die Bremerinnen waren von Beginn an gut in der Partie und zwangen die Gäste durch eine starke Deckung immer wieder zu Fehlern im Spielaufbau. Dadurch konnte Werder beim 5:2 (7.) durch Merle Heidergott mit drei Toren in Führung gehen. Die Gäste aus Nürtingen fanden nur schwer ins Spiel und scheiterten ein ums andere Mal an Marie Andresen im Bremer-Tor.

So sah sich TGN-Trainer Stefan Eidt bereits nach zehn Minuten beim Spielstand von 7:3 gezwungen die erste Auszeit zu nehmen. Werder verlor in der Folge ein wenig den Fluss, Nürtingen gelangen in nur zwei Minuten drei Tore und so nahm Werder-Coach Dominic Buttig beim 7:6 (13.) das erste Time-Out.

Die Grün-Weißen behielten zunächst die Nase vorn, doch beim 9:9 (20.) kam Nürtingen durch Lea Schuhknecht zum Ausgleich. Nach der guten Anfangsphase leistete sich Bremen nun im Angriff zu viele Fehlwürfe und technische Fehler und geriet beim 10:11 (24) durch das Tor von Verena Breidert erstmals in Rückstand. Werder fing sich aber wieder und erarbeitete sich durch die gute Deckung die Bälle zurück. Beim 13:12 (27.) durch Birthe Barger hatte Werder die Nase wieder vorn und ging mit einer 15:13-Führung in die Halbzeitpause.



Nach der Pause blieb Werder bissig und konnte die Führung auf 18:14 (34.) ausbauen. Nürtingen blieb aber dran, verkürzte wieder auf zwei Tore, schaffte aber nicht den Anschluss und Werder erhöhte beim 23:19 (43.) durch Alina Otto wieder auf vier Tore. Die Führung gab Werder aber keine Sicherheit. Nürtingen profitierte von der erfahrenen Verena Breidert, welche die Verantwortung übernahm und Nürtingen per Siebenmeter beim 24:23 (48.) wieder auf einen Treffer heranbrachte.

Das Spiel wurde in der Endphase nun hektischer, in doppelter Überzahl hatte Nürtingen die Chance zum Ausgleich, scheiterte aber an der starken Andresen und am Aluminium. Mit einer 25:24-Führung ging es für die Werder-Damen in die letzte Spielminute, die Unterzahlsituation hatten die Bremerinnen gut gemeistert. Nürtingen zog 28 Sekunden vor dem Ende noch einmal die grüne Karte, doch Marie Andresen und die Bremer-Hintermannschaft hielten dem Nürtinger Angriff stand und so jubelten am Ende die Grün-Weißen in einem Handball-Krimi über den 25:24-Heimerfolg.

"Wir kommen langsam zu alter Heimstärke zurück", freute sich Werder-Trainer Dominic Buttig nach dem knappen Heimerfolg. Aus seiner Sicht hätte es aber gar nicht so spannend werden müssen: "Wir sind gut ins Spiel gestartet, aber dann leider wieder zu hektisch geworden. Wir hatten auch in der zweiten Halbzeit die Möglichkeit die Führung weiter auszubauen."

Auch für Nürtingens Trainer Stefan Eidt geht der Sieg des SV Werder am Ende in Ordnung: "Wir haben in der Abwehr gut gearbeitet, aber gerade im letzten Angriff fehlt uns die nötige Konsequenz, um den Ausgleich zu erzielen. Wir hatten uns sicherlich mehr vorgenommen, doch so geht der Sieg für Werder am Ende in Ordnung."