27.03.2019 11:16 Uhr - 2. Bundesliga - PM Waiblingen

VfL Waiblingen findet Waldenmaier-Nachfolgerin in Nellingen

Celina MeißnerCelina Meißner
Quelle: privat, Waiblingen
Auf der Suche nach einer Nachfolgerin für die nach Herrenberg wechselnde Laura Waldenmaier ist Zweitligist VfL Waiblingen fündig geworden. Wie VfL-Vorstandsmitglied Peter Müller mitteilt, hat Celina "Fuchs" Meißner vom Erstligisten Schwaben Hornets Nellingen einen Zwei-Jahres-Vertrag bei den Tigers unterschrieben. Celina folgt damit ihrer Nellinger Mannschaftskameradin Alina Ridder, die ebenfalls, wie schon berichtet, zum VfL wechselt.

Die in Bad Oldesloe (Schleswig-Holstein) geborene Celina kam schon mit 4 Jahren zum Handball und spielte zunächst für den TSV Bargteheide, bevor sie in der C-Jugend zur GHG Hahnheide und anschließend zum VfL Bad Schwartau wechselte. Mit Bad Schwartau gewann sie 2013 die Meisterschaft in der Oberliga Hamburg/Schleswig Holstein. 2016 nahm das "Nordlicht" am Final Four Turnier um die deutsche A-Jugendmeisterschaft teil, was für Celina auch heute noch ihr bisheriges sportliches Highlight darstellt, "... weil wir als Dorfverein soweit gekommen sind", wie sie im Interview mit den Tigers schmunzelnd sagt.

Mit erst 16 Jahren spielte Celina ab 2014 per Zweitspielrecht für den Drittligisten SV Henstedt-Ulzburg bereits auch im Aktivenbereich. 2016 erfolgte der Wechsel in den Süden der Republik zur SG BBM Bietigheim II (3. Liga). In der Saison 2017/2018 sammelte sie dann per Förderlizenz bei der TG Nürtingen Zweitliga-Erfahrung, bevor es im Sommer 2018 zum Erstligisten TV Nellingen ging.

König: "Schon eine sehr erfahrene Torhüterin"




Im August 2014 gab die heute 20-jährige Celina ihr Länderspieldebüt für die deutsche Jugend-Nationalmannschaft, ein Jahr später nahm sie mit der DHB-Auswahl an der U-17-Europameisterschaft und schließlich 2016 auch an der U-18-Weltmeisterschaft teil.

Tigers-Torwarttrainer Fabian König, der Celina aus den gemeinsamen Zeiten in Bietigheim und Nürtingen kennt, freut sich schon sehr auf das Wiedersehen: "Celina ist trotz ihres jungen Alters schon eine sehr erfahrene Torhüterin und definitiv eine Verstärkung für uns. Sie erkennt schon nach wenigen Minuten im Spiel die Wurfbilder der gegnerischen Angreiferinnen und antizipiert viele Würfe. Zudem arbeitet sie sehr gut im Torwart-Abwehr-Verbund".

Ihren Spitznamen "Fuchs" erhielt Celina schon in der Jugend: "Ich bin als C-Jugendliche zum VfL Bad Schwartau gekommen und durfte schon ein Teil der B-Jugend-Oberliga-Mannschaft werden. Mein damaliger Trainer Olaf Schimpf fing an mich "kleine, schlaue C-Jugend-Torhüterin" zu nennen, da ich trotz meiner geringen Größe und dem Altersunterschied die Bälle der B-Jugendlichen teilweise gefangen habe. Die Bezeichnung wurde Olaf aber dann irgendwann zu lang und er kürzte es mit ´Fuchs´ ab, was sich bis heute gehalten hat", erläutert Celina im Interview.

An der Seite mit ehemaliger WG-Mitbewohnerin




Celina, die gerade auf ihre Abiturprüfungen lernt und später im Gesundheitswesen tätig sein möchte, freut sich schon auf die neue sportliche Aufgabe. "Das ambitionierte Umfeld in Waiblingen und das Konzept des Vereins für die nächsten Jahre haben mich voll überzeugt. In den Möglichkeiten, die mir bei den Tigers geboten werden, sehe ich die besten Vorraussetzungen, mich weiterzuentwickeln und die nächsten Schritte in meiner persönlichen und sportliche Karriere zu gehen."

In Waiblingen trifft Celina auf viele ihr bekannte Spielerinnen aus gemeinsamen Zeiten bei anderen Vereinen, aus den Begegnungen mit Schwartau gegen die SV Remshalden in der Jugend-Bundesliga und aus den Nationalmannschaftslehrgängen. Mit Alina Ridder spielte sie nicht nur in Bietigheim und in Nellingen in einer Mannschaft, sondern wohnte auch ein Jahr lang mit ihr in einer WG.

Der VfL profitierte bei Celinas Wechsel an die Rems teilweise auch davon, dass die Schwaben Hornets Nellingen vor gut einer Woche ihren Rückzug aus der 1. Bundesliga zum Saisonende bekannt gaben. Nellingen startet nun in der kommenden Saison in der 3. Liga. Celina bedauert den Rückzug der Schwaben Hornets, hatte sie doch dort, wie auch in Bietigheim und Nürtingen, eine sehr schöne und erfahrungsreiche Zeit. "Ich wünsche den Nellingerinnen bei ihrem Zukunftsplan alles Gute!"

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