23.03.2019 14:20 Uhr - Länderspiele - HP DHB

"In zwei Phasen sind die Niederlande uns eben davongelaufen" - DHB-Frauen sehen gute Ansätze

Bundestrainer Henk GroenerBundestrainer Henk Groener
Quelle: sportseye.de
Die DHB-Frauen sind am Freitagabend mit einer 26:29 (10:14)-Niederlage ins Länderspieljahr 2019 gestartet. Spielerinnen und Bundestrainer Henk Groener sahen trotz der Niederlage einige gute Ansätze, am heutigen Samstag folgt das Rückspiel in Oldenburg - Sport1 überträgt die Partie ab 16.45 Uhr live im Fernsehen. Der Pressedienst des DHB sammelte Stimmen nach der gestrigen NIederlage.

"Wir haben in der ersten und der zweiten Halbzeit jeweils eine zu lange Phase, in der wir im Angriff zu harmlos gespielt haben und in der Abwehr nicht richtig zugepackt haben. In den Phasen, als wir in der Defensive richtig aggressiv waren und richtig draufgegangen sind und im Angriff mit Zug zum Tor gespielt haben, waren wir ebenbürtig. Aber in zwei Phasen sind die Niederlande uns eben davongelaufen", so das Fazit von Bundestrainer Henk Groener.

"Ich denke, dass ist unsere Lektion für heute", so Groener, der ausführte: "Die Chancenverwertung war vielleicht Kopfsache, aber auf der anderen Seite stand eben auch Tess Wester im Tor, das war für einige Jüngere vielleicht nicht so einfach. Da haben wir uns schwergetan, haben aber aus dem Rückraum auch mit zu wenig Druck gespielt. Wir haben gesehen, zu was wir in der Lage sind, wenn wir die Angriffe richtig vorbereiten, dann kamen auch die Lücken am Kreis. Wenn wir halbherzig spielen, bekommen wir die Bälle nicht rein. Es war nicht alles gut, aber das war definitiv ein Spiel, aus dem wir lernen können, morgen sehen wir weiter."

"Um das Spiel letztendlich zu gewinnen, hat uns im Angriff und der Abwehr das Quäntchen Konsequenz gefehlt, wir waren über 60 Minuten nicht konstant genug", befand auch Alicia Stolle. "In den entscheidenden Phasen waren die Niederlande cleverer, da haben wir zu viele schnelle Tore kassiert. Aber im Spiel sowie in der ganzen Lehrgangswoche haben wir viel gelernt, was wir nun umsetzen wollen, speziell, was das Einspielen betrifft."

Xenia Smits erklärte: "Wir haben einige Bälle zu leichtfertig weggeworfen, die Chancenverwertung hätte besser sein können. Wir haben zu viele einfache Tore kassiert. Wir haben gut gekämpft, aber wir waren oft ein bisschen zu halbherzig, aber die Entwicklung im Spiel war gut."

Nele Kurzke hingegen zeigte sich beeindruckt: "Für solche Momente wie dein Debüt im Nationalteam arbeitest du dein ganzes Leben lang, heute ging mein Traum in Erfüllung. Ärgerlich war, dass ich an drei, vier Bällen dran war, die ich aber nicht gehalten habe. Dennoch hat das Spiel und die ganze Lehrgangswoche unglaublich viel Spaß gemacht. Die Mannschaft hat mich toll aufgenommen. Das war alles sehr professionell, aber zugleich auch locker."

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