19.03.2019 08:21 Uhr - 2. Bundesliga - PM Kurpfalz Bären, red

Kurpfalz Bären setzen sich bei Angstgegner durch

Samira Brand setzt sich gegen die Kuties-Deckung durchSamira Brand setzt sich gegen die Kuties-Deckung durch
Quelle: Kurpfalz Bären
Wenn eine Mannschaft das Prädikat "Bären-Angstgegner" verdient, dann ist es Herrenberg. Keine Spielerin, die am Sonntag auf dem Spielfeld stand, hat beim Gastspiel der Bären in Herrenberg jemals etwas anderes erlebt als einen Heimsieg der Kuties. Seit Januar 2011 mussten die Gäste ohne Beute die Heimreise zum Altrhein antreten. Kein Wunder, dass es Tom Löbich vor dem Spiel alles andere als behaglich war: "Hier können wir nur bestehen, wenn wir den Kampf annehmen und gleichzeitig kühlen Kopf bewahren." Und das Bärenteam bewies, dass es nicht nur fighten, sondern mit großer spielerischer Klasse den Gegner beeindrucken kann.

Nach acht Minuten führte Herrenberg mit 4:3 und keiner der 370 Zuschauer konnte ahnen, dass dies die letzte Führung der Gastgeber bleiben sollte. Die offensiv interpretierte 3:2:1 Abwehr der Bären-Ladies ließ den Kuties wenig Spielraum, und auch Sabine Stockhorst ließ sich nur schwer überwinden. Im Angriff zogen die Gäste ihr wohl-strukturiertes Kombinationsspiel auf und wirbelten die gegnerische Abwehr gekonnt durcheinander.

Während sich das Team von Mike Leibssle drei Treffer hart erarbeiten musste, gelangen der Mannschaft von Kate Schneider neun sehenswert herausgespielte Treffer. 7:12 hieß es nach 21. Minuten, ein Vorsprung, der im Verlauf des Spiels nur noch auf maximal drei Treffer schmelzen sollte. Saskia Fackel, Carmen Moser und erneut Verena Oßwald waren aus dem Rückraum brandgefährlich, und die Außen Rebecca Engelhardt sowie Sophia Sommerrock konnten den Ball auch aus spitzestem Winkel im Tor unterbringen.

Herrenberg wollte den 10:14-Halbzeitrückstand wie gewohnt mit großem Kampfgeist wettmachen. Aber trotz einer Glanzleistung von Lisa Gebhard auf der Rechtsaußenposition ließen sich die Bären-Ladies nicht von der Marschroute abbringen, die ihnen Kate Schneider mit auf den Weg gegeben hatte. Zwar konnte man nach der Pause nicht mehr ganz an die spielerisch so begeisternde Phase der ersten Hälfte anknüpfen, doch die Bären ließen sich auch von vielen Hinausstellungen nicht beeindrucken.

Wichtige Tore konnte in dieser heißumkämpften Phase auch Samira Brand beitragen. Beim 21:25 durch Rebecca Engelhardt wenige Minuten vor Abpfiff war das Spiel entschieden ? auch eine weit geöffnete und auf Ballgewinne ausgerichtete Deckung der Kuties konnte nichts mehr ausrichten. Kate Schneider war sehr zufrieden mit der "geschlossenen Mannschaftsleistung, auch wenn wir nach der Pause einige Hänger hatten".