18.03.2019 16:26 Uhr - 2. Bundesliga - PM Vereine, red

TuS Lintfort gewinnt Kellerduell gegen Werder Bremen

Bettina Grenz-KleinBettina Grenz-Klein
Quelle: TuS Lintfort
Die Handballerinnen vom SV Werder Bremen mussten sich am Samstagabend dem TuS Lintfort mit 24:25 geschlagen geben. Lange Zeit führten die Grün-Weißen im zweiten Durchgang, doch am Ende gibt es keine Punkte gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt. "In einem so wichtigen Spiel und vor dieser Kulisse zu gewinnen, ist schon genial", freute sich dementsprechend Bettina Grenz-Klein, Trainerin bei den Lintfortern nach der Partie.

Lintfort musste kurzfristig auf Annefleur Bruggemann verzichten, die sich einen Sehnenabriss in der linken Hand zugezogen hatte. Im ersten Durchgang war es eine ausgeglichene Begegnung, in der die Bremerinnen mehrmals die Chance hatten sich zumindest einen kleinen Vorteil zu erspielen, doch Werder scheitere ein ums andere Mal im Abschluss und so gab es mehrere Führungswechsel, wo Werder aber zum Ende der ersten Halbzeit die Nase knapp vorne hatte und mit einer 12:11-Führung in die Pause ging. "Da konnte man beiden Teams die Abspannung anmerken und die 12-11 Pausenführung für Werder war verdient", stellte Grenz-Klein fest.

Nach dem Seitenwechsel schafft es Werder sich durch Treffer von Alina Otto und Merle Heidergott auf 14:11 (34.) abzusetzen. Die Gastgeber vom TuS Lintfort verkürzte allerdings in Überzahl und kam durch Loes Vandewal zum 14:14-Ausgleich (37.). Bremen konnte aber wieder vorlegen, führte zehn Minuten vor dem Ende mit 20:18, doch die Führung hielt nicht. Lintfort glich zum 20:20 aus, Bremen konnte aber weiter vorlegen.

Werder hat "zu viele Chancen liegen gelassen"




Die erste Führung im zweiten Durchgang gelang Lintfort erst in der letzten Spielminute als Isaksen per Siebenmeter das 23:24 aus Bremer-Sicht erzielte. In Unterzahl gelang Werder durch Lotta Heinrich noch der 24:24-Ausgleich, doch Lintfort nahm 15 Sekunden vor dem Ende noch einmal eine Auszeit und konnte durch Inske Kuik noch den Siegtreffer erzielen. "Stark war, dass wir in den Schlussminuten dann zwei Mal in Führung gehen konnten. Als Inske Kuik zehn Sekunden vor dem Ende das 25:24 erzielte, war klar, dass wir gewinnen würden", war Grenz-Klein nach der Partie erleichtert. Ein letzter Freiwurf der Bremer konnte den wichtigen Heimsieg für ihre Mannschaft nicht mehr verhindern. "Die Stimmung war super und ich möchte mich bei den Fans bedanken, die dafür gesorgt haben, dass die Tribüne so gut gefüllt war", gab Bettina Grenz-Klein ein Sonderlob an die Fans weiter, die ihre Mannschaft lautstark angetrieben hatten.

Werder-Trainer Dominic Buttig war nach dem Spiel natürlich enttäuscht: "Wir haben heute zu viele Chancen liegen gelassen. Wir hatten sowohl im ersten als auch im zweiten Durchgang die Möglichkeiten um uns abzusetzen." Durch die Niederlage beträgt der Rückstand auf den rettenden 13. Tabellenplatz nun vier Punkte. "Wir müssen jetzt vor allem unsere Heimspiele gewinnen. Das spielfreie Wochenende nutzen wir nochmal zum Kräfte sammeln und fokussieren um dann gestärkt in die letzten sieben Saisonspiele zu gehen", so Buttig.