18.03.2019 17:51 Uhr - 2. Bundesliga - PM Vereine, red

Handball-Luchse siegen am Ende "etwas zu hoch" in Harrislee

Dubravko PrelcecDubravko Prelcec
Quelle: Stefan Michaelis
Die Handballerinnen des TSV Nord Harrislee mussten gegen das dritte Zweitligaschwergewischt in Folge, die nächste Niederlage hinnehmen. Diesmal hatte das Linde-Team mit 22:30 (11:16) gegen den amtierenden Meister HL Buchholz 08-Rosengarten das Nachsehen. Die Luchse weisen jetzt ein Punktekonto von 39:7 auf und konnten ihre Spitzenposition vor den Kurpfalz Bären Ketsch und dem 1. FSV Mainz 05 erfolgreich verteidigen. Der Neuling überraschte mit einer starken Abwehrleistung und konnte den Favoriten immerhin 25 Minuten "ärgern".

"Danke an die Zuschauer, für die tolle Atmosphäre. Wir haben im Hinspiel vierzig Minuten Anlaufzeit gebraucht und deshalb habe ich so ein schweres Spiel erwartet. Harrislee ist immer fokussiert und gibt nie auf. Deshalb großer Respekt von mir. Das 22:30 aus Harrisleer Sicht ist dann auch etwas zu hoch", verteilte Rosengartens Trainer Dubravko "Dudo" Prelcec Lob an das Publikum, dass mit einer lautstarken Fangruppe der "Luchse", zusätzliche Stimmung in der Holmberghalle zelebrierte.

Die abwechslungsreiche Anfangsviertelstunde hatte daran ihren Anteil. Denn gegen den großen Favoriten und Tabellenführer, hielten die Gastgeberinnen toll dagegen. Legte Rosengarten zwei Tore vor, verkürzten die Nordfrauen praktisch im Gegenzug. Als Milena Natusch das 6:7 erzielte, hatte das Linde-Team erstmals den Ausgleich vor Augen und auch nach dem 7:8 durch Lotta Woch, sollte dieser nicht gelingen. Zudem vereitelte Gästetorhüterin Mareike Vogel, die auch einst das Gehäuse des TSV Nord Harrislee hütete, einige Großchancen des Aufsteigers.

So zog der Zweitligaprimus durch einige Tore durch die erste und zweite Welle, über 7:11, bis zum 11:16 Pausenstand davon. Nach dem Wechsel agierten die Nordfrauen mutig und blieben bis zur 37. Minute durch einen erfolgreich abgeschlossenen Tempogegenstoß von Ronja Lauf, beim 14:18 dran. Doch danach leistete sich der Zweitliganeuling eine Reihe von technischen Fehlern und rannte sich förmlich in der aggressiven Deckung der Gäste fest. Und diese bestraften mit schnellem Umschaltspiel die Schwächephase des TSV Nord Harrislee.

Fünf Tore in Folge bringen Entscheidung




Fünf Tore in Folge sorgten mit dem 14:23 für die Vorentscheidung Mitte der zweiten Halbzeit. Trotz der Reife der HL Buchholz 08-Rosengarten, die immer wieder Spielerinnen einwechseln konnten, die den Unterschied ausmachten, hielten die Nordfrauen mit toller Moral dagegen. So wurde der Rückstand nicht größer als neun Tore und am Ende stand die 22:30 Niederlage, die Shorty Linde entspannt reflektierte und dabei eine Botschaft für seinen Kollegen hatte.

"Dudo, du hast seit Jahren so eine Spitzenmannschaft, die noch stärker wird. Ihr müsst unbedingt Bundesliga spielen. Ich wäre am Ende mit einer Niederlage, mit nur mit sechs Toren minus natürlich wesentlich glücklicher gewesen. In der ersten Halbzeit waren wir nicht effektiv genug und haben zu viele Chancen liegengelassen. Aber ich bin stolz, wie meine Mannschaft gegen so ein Spitzenteam bestehen kann", so das Resümee vom Trainer des TSV Nord Harrislee.

Matthias Steinkamp vom Luchse-Trainer-Team lobt die eigene Mannschaft und den Gastgeber: "Die Mädels haben sich ihre einwöchige Pause redlich verdient. Der TSV Nord Harrislee hat aufopferungsvoll gekämpft und war zudem ein toller Gastgeber für unsere 50 mitgereisten Fans, die für klasse Atmosphäre in der Halle gesorgt haben. Schlüssel zum Erfolg war ein weiteres Mal unsere Defensive. Am meisten freut mich, dass wir im nächsten Heimspiel am 30.März mit einem kompletten Kader auflaufen können und alle Spielerinnen dann verletzungsfrei sind. Das gab es in dieser Saison noch nicht."

Auch Sven Dubau, der Geschäftsführer der HL Buchholz 08-Rosengarten resümiert: "Es war ein tolles Derby und ich freue mich besonders, dass es erhalten bleibt. Wie wichtig diese Spiele sind, zeigten die 50 mitgereisten Fans, die zusammen mit dem Heimpublikum für diese lautstarke und prickelnde Stimmung in der Halle gesorgt haben."