13.03.2019 12:37 Uhr - Weltmeisterschaft - ÖHB

Österreichs Kapitänin Petra Blazek: "Es ist nicht unmöglich die Sensation zu schaffen"

Petra BlazekPetra Blazek
Quelle: ÖHB/Pucher
Die Kapitänin des österreichischen Handball-Nationalteams, Petra Blazek, ist mit ihrem Verein SCM Ramnicu Valcea in Rumänien auf Meisterkurs. In der Hinrunde konnte man den hohen Favoriten CSM Bukarest auswärts 22:19 besiegen. Am heutigen Mittwoch steht das Rückspiel in der Meisterschaft vor Heimpublikum an. Mit einem neuerlichen Erfolg ist man der Sensation in der rumänischen Meisterschaft nahe. Nach dem Spitzenspiel und dem Cupspiel am Wochenende geht es für die 31-Jährige zum Nationalteam, mit dem sie in Porec (CRO) beim freundschaftlichen 4-Nationen-Turnier auf Kroatien, Tschechien und Slowenien, in der Vorbereitung auf das WM-Playoff im Juni gegen Ungarn, trifft.

"Teamwork makes the dream work" - diesen Spruch verwendet Petra Blazek nicht nur bei diversen Posts auf Social Media wenn es um den aktuellen Lauf in der Meisterschaft geht, sondern hat ihn, wie auch ihre Teamkolleginnen bei SCM Ramnicu Valcea, verinnerlicht. 17 Spiele und ebenso viele Siege stehen in der rumänischen Meisterschaft zu Buche. Mit einem weiteren morgen Abend gegen den Ligafavoriten Bucuresti ist die Tür zum Meistertitel weit aufgestoßen. Dann hätte man sechs Punkte Vorsprung und das direkte Duell auf seiner Seite. Selbst wenn man im anstehenden Restprogramm doch noch Platz eins verlieren sollte, so ist Platz zwei so gut wie abgesichert. 20 Punkte beträgt aktuell der Vorsprung auf Rang drei.

Den ersten Titel der Saison konnte man mit dem 33:31-Sieg im Supercup über Bucuresti bereits bejubeln. Und neben der Meisterschaft ist man auch noch im Cup-Bewerb vertreten, trifft am Wochenende im Achtelfinale auf einen Zweitligisten.

Was das fürs Nationalteam bedeutet? "Wir haben vielleicht nicht den Star in der Mannschaft, aber einen unglaublichen Teamgeist. Diesen Spirit und meine Erfahrungen aus der Liga kann ich im Nationalteam weitergeben", so Petra Blazek und betont: "Wir sind in der Meisterschaft Außenseiter, haben aber in der jüngeren Vergangenheit Bucuresti zweimal geschlagen. Auch gegen Ungarn im WM-Playoff sind wir Außenseiter, aber es ist nicht unmöglich die Sensation zu schaffen."

Am 18. März steht das erste Training beim bevorstehenden Trainingslehrgang am Programm, von 22. bis 24. März bestreitet man in Porec (CRO) ein 4-Nationen-Turnier. Gegner sind mit Gastgeber Kroatien, Tschechien und Slowenien drei Nationen, die allesamt für die EHF EURO 2018 qualifiziert waren. "Ich denke, das sind genau die richtigen Gegner für uns. Sie waren für die EM qualifiziert, zählen aber nicht zur absoluten Weltspitze. In diesen Spielen werden wir sehen, wo wir stehen. Wir müssen auch viel ausprobieren. Zudem können jene Spielerinnen, die bislang noch nicht so viele Einsätze im Nationalteam hatten, weiter Erfahrung und Spielzeit sammeln", so die Kapitänin.

Für das Nationalteam ist es die letzte Vorbereitung vor dem WM-Playoff Anfang Juni gegen Ungarn. Ein anderes Kaliber, wie Petra Blazek bestätigt: "Ungarn schätze ich nochmals stärker ein, als unsere jetzigen Gegner." Doch aktuell heißt es volle Konzentration auf das Meisterschaftsspiel gegen Bukarest.