13.03.2019 08:52 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, red

"Das übersteigt alles, was man sonst aus der Bundesliga kennt": VfL Oldenburg vor hoher Hürde bei Thüringer HC

Angeschlagen: Kristina LogvinAngeschlagen: Kristina Logvin
Quelle: Thorsten Helmerichs, VfL
Vor einer nahezu unmöglichen Aufgabe steht Handballbundesligist VfL Oldenburg am kommenden Mittwoch (19.30 Uhr) beim Auswärtsspiel gegen den amtierenden deutschen Meister Thüringer HC.

Aber als, ob es nicht schon schwer genug wäre gegen die auf allen Positionen erstklassig besetzten Gastgeberinnen so plagen den Pokalsieger derzeit personelle Probleme. Krankheits- und verletzungsbedingt standen Trainer Niels Bötel in der vergangenen Woche teilweise nur 7-8 Feldspielerinnen beim Training zur Verfügung.

Auch für das Spiel in Bad Langensalza stehen noch einige Fragezeichen auf dem Block des Trainers. Während Jane Martens erneut aussetzen muss zeigt sich Bötel bei Kristina Logvin (Schulter), Angie Geschke (Nacken) und Ann Kristin Roller (Krank) recht optimistisch was ihren Einsatz am Mittwoch betrifft.

Anders sieht es beim deutschen Meister aus. Zwar fehlen mit den langzeitverletzten Saskia Lang, Krisztina Triscsuk und Beate Scheffknecht immer noch drei Spielerinnen aus dem Kader des Meisters, aber dafür kann Trainer Herbert Müller wieder auf die lange Zeit verletzten Ina Großmann, Alicia Stolle und Kristy Zimmerman zurückgreifen. Gerade die letzten beiden konnten in den letzten Champions League Spielen deutlich zeigen, wie wichtig sie für den THC sind.

Herbert Müller will "die nächsten zehn Spiele gewinnen."




"Das wird sehr, sehr schwer werden hier etwas mitzunehmen. Wir müssen sechzig Minuten lang hoch konzentriert zur Sache gehen und hoffen, dass der THC einen nicht so guten Tag erwischt und uns vielleicht auch ein wenig unterschätzt. Dann müssen wir zur Stelle sein", sieht Niels Bötel sein Team klar in der Außenseiterrolle.

Der Thüringer HC will schon mit dem nächsten Spiel gegen den VfL Oldenburg eine Siegesserie starten. Herbert Müller fordert: "Im Schatten von Bietigheim am Spitzenreiter dranbleiben und die nächsten zehn Spiele gewinnen." Für ihn ist der VfL so etwas wie eine launische Diva der Liga. "An einem guten Tag sind sie durchaus in der Lage, jede Bundesligamannschaft zu schlagen", sagt Herbert Müller. "Der jüngst klare Sieg in Buxtehude beim Nordderby unterstreicht das ebenso, wie der Pokaltriumpf im Vorjahr in Stuttgart, beim Olymp-Final4 gegen die SG BBM Bietigheim." Deshalb sagt Herbert Müller, müssen wir auf uns schauen und druckvoll agieren, von Beginn an. Ein entscheidender Faktor kann Angie Geschke sein, "Sie kann fast allein ein Spiel entscheiden", weiß der Coach. Für den THC kommt es auf eine konsequente Deckungsarbeit gegen den gefährlichen Rückraum an.

"Weil Bietigheim gerade sehr souverän agiert, muss der THC siegen, sonst kann Platz zwei schnell in Gefahr sein." Der Trainer fordert von seinem Team, "das gewinnen Wollen und Müssen" sehr schnell zu verinnerlichen und mit kämpferischen Elan in die entscheidende Endphase der Meisterschaft einzusteigen. Bietigheim und Metzingen haben am Wochenende vorgelegt, jetzt muss der THC am Mittwoch nachlegen. Mit Blick auf die Tordifferenz sollte der Sieg möglichst deutlich werden. Im Heimspiel ist der Thüringer HC gegen den VfL Oldenburg klarer Favorit. Noch nie hat der THC gegen die Oldenburgerinnen unter den Müller-Brüdern in der Salza Halle verloren.

"Das was der THC an Variationen im Angriff und in der Abwehr zu bieten hat übersteigt alles, was man sonst aus der Bundesliga kennt. Dadurch spielen sie sehr flexibel. Außerdem spielen sie ebenfalls mit dem siebten Feldspieler und zeigen eindrucksvoll was diese Maßnahme bewirken kann, wenn es mal mit 6 gegen 6 nicht so läuft. Der THC ist der ganz klare Favorit. Deren Ziele sind klar und sie stehen zu Recht dort oben wie sie zuletzt in der Champions League bewiesen haben. Der Rückraum mit Spielerinnen wie Emily Bölk, Alicia Stolle oder Iveta Luzumová ist eine Klasse für sich", so der VfL-Trainer, der trotzdem noch jede noch so kleine Chance nutzen will um den großen Favoriten zu ärgern.

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