11.03.2019 09:31 Uhr - 2. Bundesliga - PM Vereine, red

"Ohne Aufregung weiter unseren Job machen": Mainz 05 mit souveränem Erfolg über Harrislee

9 Tore: Larissa Platen9 Tore: Larissa Platen
Quelle: Axel Kretschmer, Mainz 05
Die Handballerinnen des TSV Nord Harrislee kehrten mit einer nicht unerwarteten Niederlage vom Gastspiel beim FSV Mainz 05 zurück. Beim Zweitligaspitzenteam, musste sich das Team von Shorty Linde klar mit 27:34 (14:20) beugen. "Die Niederlage ist am Ende um zwei Tore zu hoch ausgefallen. Trotz Rückstand hat die Einstellung gestimmt und wir haben ein wahres Teamplaying gezeigt", so der Harrisleer Trainer als Kollektivlob an seine Mannschaft, für den nimmermüden Einsatz um ein gutes Ergebnis.

"Wir wussten z.B. nach dem 22:24 der Nordfrauen in Ketsch, dass Harrislee ein unangenehmer Gegner sein kann, das haben die ersten Minuten gezeigt. Da sind wir nicht in die Zweikämpfe gekommen und hatten auch den einen oder anderen haltbaren Wurf reingelassen. Aber, wir haben uns davon nicht verrückt machen lassen und haben unser Spiel durchgezogen", kommentierte der Mainzer Trainer Thomas Zeitz die Partie. Ohne die beiden Langzeitverletzten Alexandra Tinti und Clara Bohneberg, sowie die noch nicht zu hundert Prozent wieder gesunde Kristin Schäfer und die im Aufbau befindliche Denise Großheim haben die Meenzer Dynamites die Aufgabe Harrislee nach anfänglichen Schwierigkeiten am Ende souverän gelöst.

Beim Meisterschaftsanwärter, kam der Aufsteiger dann auch gut in die Partie. Zwar hatte die Deckung Probleme mit den halblinken Schützen im Mainzer Rückraum, doch der eigene Angriff zeigte eine gute Leistung. Geduldig wurden die Lücken in der Defensive der Gastgeberinnen gesucht und erfolgreich abgeschlossen. So stand es nach zwölf Minuten 8:8. Dann leisteten sich die Nordfrauen aber doch einige Fehler, die vom Favoriten ausgenutzt wurden. So stand binnen acht Minuten ein 8:14-Rückstand. Diese sechs Tore Differenz hatte bis zur Pause bestand und mit einem 14:20 aus Sicht des TSV Nord Harrislee wurden die Seiten gewechselt.

Bei zehn Toren Rückstand "war schlimmstes zu befürchten"




Nach dem Wechsel zogen die Mainzerinnen weiter davon und Mitte des zweiten Durchgangs lagen die Nordfrauen beim 19:29 mit zehn Toren im Hintertreffen. "Da war schlimmstes zu befürchten. Aber ich habe eine Auszeit genommen, etwas umgestellt und der Mannschaft Mut gemacht", so Shorty Linde, dessen Maßnahmen griffen. Mit einer versetzten und offensive 5:1-Deckung, die durch Verschieben die linke Angriffsseite der Gastgeberinnen störte, ging diesen der Spielfluss verloren. Durch Balleroberungen und starke Paraden von Torhüterin Sophie Fasold, fanden die Nordfrauen ins Spiel zurück und konnten Tor um Tor aufholen.

Nach dem 31:22 (50.) gelangen den Harrisleerinnen vier Tore in Folge zum 31:26. Nach dem 32:27, ließ das Linde-Team dann zwei Großchancen und ein besseres Endergebnis liegen. Denn der FSV Mainz 05 war noch zweimal erfolgreich und so stand am Ende die 27:34-Niederlage aus Sicht des TSV Nord Harrislee.

"Gut gefallen hat mir die Tatsache, dass wir nach der Halbzeit in den ersten Minuten weiter konsequent geblieben sind. Nicht gefallen hat mir dagegen das Spiel fünf gegen fünf am Ende. Das war dann doch etwas zu wenig, aber am Ende überwiegt der Stolz auf die Mannschaft", so Zeitz, der ergänzt: "Wie wir mittlerweile diese nicht so überzeugenden Phasen überspielen und ohne Aufregung weiter unseren Job machen. ist eine echte Qualität. Und das, obwohl wir nur mit acht Feld-Spielerinnen gespielt haben. Simona Cipaian ist seit dieser Woche nach Ihrer Krankheit wieder nach und nach ins Training eingestiegen und ich habe sie nochmal schonen können. Denise Großheim und Kristin Schäfer werden hoffentlich nächste Woche wieder einsteigen, sodass wir wieder etwas flexibler sind.

"So wie ab Mitte der zweiten Halbzeit müssen wir weitermachen. Dazu müssen wir die Aufgaben in einem Spiel aber noch besser lösen. Die Einstellung meiner Mannschaft war hervorragend. Sehr gefreut hat uns auch die Unterstützung unserer Fans, die im Bus mitgefahren sind. Sie haben während des gesamten Spiel getrommelt und für eine tolle Stimmung gesorgt. Außerdem waren viele Freunde und Bekannte unserer Spielerinnen dabei, die in der Nähe von Mainz wohnen. Unter anderem Familienmitglieder von Catharina Volquardsen und auch Olaf Lops, der früher für die SG Weiche-Handewitt gespielt hat", so Shorty Linde über die Freude über den Besuch des ehemaligen Bundesligatorhüters.

"Die Dosierung zwischen Belastung und Erholung ist momentan ein wichtiger Schlüssel, genau wie die sehr gute medizinische Betreuung, die wir in dieser Saison haben. Außerdem ist es gut und wichtig, dass die Zusammenarbeit mit dem DII-Team von Nikki (Nikoletta Nagy-Trainerin 3.Liga-Team) und Jörg (Schulze Co-Trainer 3. Liga) sehr gut funktioniert. Das alles passt momentan. Aber wir müssen Woche für Woche sehen und Schritt für Schritt gehen, immer wieder unseren Job gut machen damit es so bleibt wie es ist. Das heißt also wie immer, Sonntag erholen und ab Montag vorbereiten, diesmal auf das Auswärtsspiel in Gedern", so Zeitz mit Blick auf die derzeitige Belastung im Meisterschaftskampf.