10.03.2019 13:47 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, red

Jessica Oldenburg wirft Buxtehude in Blomberg zu glücklichem Sieg

Jessica Oldenburg erzielte den SiegtrefferJessica Oldenburg erzielte den Siegtreffer
Quelle: Brink Medien, HSG
Nach drei Niederlagen in Serie haben die Frauen vom Buxtehuder SV in der Handball-Bundesliga wieder einen Erfolg feiern können. Mit 32:31 (13:16) siegte die Mannschaft von Trainer Dirk Leun am Samstagabend bei der HSG Blomberg-Lippe und beendete damit den negativen Lauf. Den Siegtreffer erzielte Jessica Oldenburg wenige Sekunden vor Ende der Partie. "Es war das erwartete Spiel auf Augenhöhe, in dem wir der glückliche Sieger sind. Wir haben uns von den Rückschlägen nicht unterkriegen lassen und uns den Sieg hart erkämpft", sagte Leun, dessen Team bereits das Hinspiel mit einem Treffer Unterschied für sich entschieden hatte.

Zu Beginn hat der BSV mit der 5:1-Deckung wenig zugelassen. Die ersten drei Gegentore fielen nach Gegenstößen oder per Siebenmeter. In der geordneten Deckung eroberten die Buxtehuderinnen mehrere Bälle und konnten sich eine Zwei-Tore-Führung erspielen. Ausgerechnet in einer Überzahlsituation kassierte der BSV dann aber den Ausgleich. "Wir haben es versäumt, uns entscheidend abzusetzen", sagte Leun.

In der Folge konnte Blomberg das Spiel drehen. Torhüterin Antje Peveling verhinderte dabei einen höheren Rückstand, als sie zwei Tempogenestöße von Kira Schnack abwehren konnte. Aber auch gegen den Positionsangriff ließ die Abwehrleistung nach. "Ab der 20. Minute hatten wir in der Deckung Probleme. Da waren wir nicht stabil", sagte Leun. Folgerichtig ging der BSV mit einem 13:16-Rückstand in die Kabine - für Blomberg schien die Revanche für die Hinspielniederlage greifbar.

Nach dem Seitenwechsel wollte Buxtehude die Aufholjagd starten. Doch defensiv funktionierte in dieser Phase wenig. "Wir hatten in der 5:1-Deckung kein Timing mehr, sodass ich auf die 6:0-Deckung umgestellt habe", sagt Leun. Die Umstellung fruchtete. In der 42. Minute sorgte Mieke Düvel mit zwei Toren in Folge zum 21:21-Ausgleich. Doch eine kurze Schwächephase brachte den BSV erneut mit zwei Toren ins Hintertreffen. Für den erneuten Ausgleich sorgte wieder Düvel. "Mieke hat ihr bisher bestes Spiel gemacht", sagte Leun.

Zehn Minuten vor der Schlusssirene drehten die Gäste die Partie. Doch erneut konnte sich der BSV nicht entscheidend absetzen. Es entwickelte sich eine enge Schlussphase, in der alles auf eine Punkteteilung hindeutete. 41 Sekunden vor dem Ende nahm Dirk Leun seine dritte Auszeit. Seine Mannschaft konnte sich nochmal sortieren und auf den letzten Angriff vorbereiten. Trotz drohendem Zeitspiel erzielte Jessica Oldenburg mit ihrem achten Tor den 32:31-Siegtreffer.

"Ich bin natürlich traurig, dass 31 Tore vor heimischer Kulisse nicht zu einem Sieg gereicht haben. Bei einem Spiel auf Augenhöhe haben wir am Ende des Tages zu viele einfache Fehler gemacht und Big Points liegen lassen", lautete das Fazit des HSG-Coaches. Insbesondere mit dem Auftreten seines Teams nach Wiederanpfiff haderte der 38-Jährige. "Wir haben in der zweiten Hälfte keinen Zugriff mehr bekommen. Wir hätten besser verteidigen müssen, um so ein enges Spiel zu gewinnen", resümierte Birkner, der die Stimmung in der mit 899 Zuschauern ausverkauften Sporthalle an der Ulmenalle lobte.

"Es war das erwartete Spiel auf Augenhöhe, in dem wir der glückliche Sieger sind", sagte Leun, "Wir haben uns von den Rückschlägen nicht unterkriegen lassen und uns den Sieg hart erarbeitet. Ich bin stolz, dass auch die jungen Spielerinnen viel zum Sieg beigetragen haben. In der zweiten Halbzeit haben Mieke Düvel, Isabelle Dölle und Christina Haurum dem Spiel ihren Stempel aufgedrückt."