08.03.2019 18:24 Uhr - 2. Bundesliga - PM Vereine, red

Franziska Garcia-Almendaris vor Abstiegsendspiel mit Comeback für Trierer Miezen

Franziska Garcia-AlmendarisFranziska Garcia-Almendaris
Quelle: Jürgen Pfliegensdörfer
Die Saison in der 2. Frauenhandball-Bundesliga ist auf die Zielgerade eingebogen. Noch neun Spiele, dann steht fest, wer aufsteigt und den Gang in die 3. Liga antreten muss. Im Kampf ums Überleben hat aktuell die DJK/MJC Trier die schlechtesten Karten - mit 8:34-Punkten schauen sich die Miezen die Tabelle von unten an. Diese missliche Lage zu verbessern, ist das vorrangige Ziel im Kellerduell am Samstag (19.30 Uhr) beim Vorletzten Werder Bremen. Beide Teams trennen aber nur drei Punkte, ein Sieg wäre also immens wichtig im Kampf um den Klassenerhalt.

"Wir stehen jetzt vor einer sehr wichtigen Phase in der Saison", so Werder-Trainer Dominic Buttig. Nach dem Heimsieg gegen die HSG Gedern/Nidda will Buttig auch das nächste Heimspiel gegen Trier gewinnen: "Gerade die Heimspiele sind sehr wichtig, wir wollen wieder zur unserer Heimstärke zurückfinden. Dabei hoffen wir auch auf die Unterstützung der Zuschauer, die hoffentlich wie eine grüne Wand hinter uns stehen werden."

Nach jetzigem Stand ist für den Klassenerhalt der viertletzte Platz in der Liga erforderlich. Den belegt derzeit Zwickau mit 13 Zählern, fünf mehr als die Miezen auf dem Konto haben. Auf Elena Vereschako und ihr Team wartet eine Herkulesaufgabe, soll der Klassenerhalt noch gelingen. Ungewöhnliche Situationen erfordern ungewöhnliche Maßnahmen.

Vereschako: "Die Mannschaft glaubt noch an sich"




Manchmal auch beim Personal. Im Lauf der Woche ist die Entscheidung gefallen Franziska Garcia-Almendaris zu reaktivieren und mit auf die rund 400 km lange Reise in die Hansestadt zu nehmen. Die ehemalige Bundesliga-Spielerin, die zuletzt als Trainerin im Nachwuchsbereich gearbeitet hat, soll dem Team mit ihrer Spielintelligenz und Wendigkeit mehr Stabilität verleihen. Ganz aus dem Nichts kommt die Rückraumspielerin nichts, hat sie doch in dieser Saison wieder regelmäßig in der zweiten Mannschaft gespielt.

Im Hinspiel feierten die Miezen mit 29:23 einen ungefährdeten Sieg - es war der erste der Saison. Und der gelang, weil man die Schlüsselspielerinnen von Werder, allen voran Merle Heidergott gut im Griff hatte. Heidergott, im Vorjahr Spielerin der Saison der 2. Frauen-Bundesliga, wurde sehr effektiv kontrolliert, gleiches galt für Linksaußen Alina Otto, die nur vom Punkt gefährlich war und Rabea Neßlage. Auf dieses Trio und Kreisläuferin Nele Osterthun gilt es auch im Rückspiel besonders zu achten, wenn der ersehnte Befreiungsschlag gelingen soll.

"Mit den Trainingsleistungen in dieser Woche bin ich zufrieden", sagt Trainerin Elena Vereschako, "die Mannschaft glaubt noch an sich. Das ist auch erforderlich, denn wir haben keinen einzigen Punkt mehr zu verschenken. Auch und gerade in diesem Vier-Punkte-Spiel in Bremen muss es unser Ziel sein, zu gewinnen."

Obwohl die Gäste vom DJK/MJC Trier aktuell das Tabellenschlusslicht sind, ist es ein Gegner, den man in Bremen auf keinen Fall unterschätzen sollte. Die Stärken von Trier haben die Bremerinnen im Hinspiel schmerzlich zu spüren bekommen, als man beim 23:29 das Nachsehen hatte. "Trier verfügt über sehr erfahrene Spielerinnen und eine kompakte Abwehr. Ich denke, es kann ein sehr kampfbetontes Spiel werden. Daher ist es wichtig, dass wir schnell zu unserem Tempospiel finden", so Buttig mit Blick auf das Duell gegen die Miezen.