08.03.2019 08:49 Uhr - Champions League - PM THC

Thüringer HC zum Abschluss der Champions League in Bukarest gefordert

Herbert MüllerHerbert Müller
Quelle: Jürgen Pfliegensdörfer
Die Champions League Hauptrunde wird dieses Wochenende beendet. Der Thüringer HC reiste zum Abschluss schon am gestrigen Vormittag nach Bukarest, wo am heutigen Freitag um 17:00 (deutscher Zeit) gegen den rumänischen Meister CSM Bukarest gespielt wird.

Vor dem Spiel gegen den norwegischen Meister Vipers Kristiansand siegte der THC auswärts am 16. Bundesligaspieltag in Buxtehude. Der Erfolg war erkämpft, am Ende aber deutlich und verdient. Dieser Sieg war der 200. Bundesliga-Sieg für Herbert und Helfried Müller mit dem Thüringer HC. 200 Siege in 234 Spielen, bei nur 26 Niederlagen - 8 Partien endeten Unentschieden.

Das Abenteuer Champions League neigt sich in dieser Saison dem Ende zu. Bevor Herbert Müller auf den Rückblick gegen Vipers Kristiansand zu sprechen kam, verteilte er an die Gäste erst einmal Komplimente. Toll was das norwegische Team da auf die Beine gestellt hat und wie sie in ganz kurzer Zeit gewachsen sind. Sie können immer noch Platz zwei in der Gruppe erreichen und haben dann die Chance auf das Final4 in Budapest. Davon kann eine deutsche Mannschaft leider nur träumen.

Fehlende Konstanz gegen Kristiansand




Mit der eigenen Mannschaft war er in der ersten Halbzeit einmal wieder gar nicht zufrieden. Schon seit längerer Zeit zeigt sich so beim THC eine fehlende Konstanz. Die Mannschaft erreichte im Angriff keine Durchschlagskraft, vergab zu Beginn reihenweise die Chancen, scheiterte immer wieder an Katrine Lunde im Tor oder an Pfosten und Latte.

In der Halbzeitpause hat der Trainer seiner Mannschaft neuen Mut zugesprochen, sie zu mehr Selbstbewusstsein motiviert, was gefruchtet hat. Da kam das THC-Team sogar mal wieder näher, zeigte sich phasenweise auf Augenhöhe.

Bei Emily Bölk waren Herbert Müllers Worte auf besonders fruchtbaren Boden gefallen, sie war in der zweiten Halbzeit wurfstärker und treffsicherer. Die Vipers zu gefährden gelang indes nicht, die gewannen am Ende klar und verdient, nach einer ausgeglichenen zweiten Halbzeit (12:12).

Herbert Müller: "Schön, gegen die besten der Welt zu spielen"




Überrascht zeigte sich Herbert Müller über die Niederlage Bukarests in Ljubljana. Nun ist sogar Bukarest unter Zugzwang, weil bei einem Sieg von den Vipers über Györ nur noch ein dritter Platz in der Gruppe möglich ist. Der würde das Erreichen des Final 4 deutlich erschweren.

Herbert Müller gefällt das nicht, jetzt muss Bukarest um jeden Preis gegen den THC im abschließenden Spiel am Freitag gewinnen. Dort will die Müller-Truppe das Abenteuer Champions League mit einem guten Auftritt, mit Freude und Spaß zum Abschluss bringen. "Es ist so schön, gegen die Besten der Welt zu spielen", sagt Herbert Müller und fordert deshalb von seiner Mannschaft, in der Bundesliga alles zu geben, zehn Spiele in Serie zu gewinnen, um das Ziel Champions League auch in der kommenden Saison zu erreichen.

Das Spiel in Budapest ist für den THC-Trainer, der in Rumänien geboren ist, eine besondere Reise, eine Reise in die Vergangenheit. "Schön, mal wieder in das Geburtsland zurückzukehren", sagt Herbert Müller. Er will sein Team gegen die mit zahlreichen Weltklasse-Stars wie Jovanka Radicevic, Dragana Cjivic oder Andrea Lekic gespickte Mannschaft noch einmal auf ein hohes Level heben, um in der Bundesliga dann gegen Bietigheim den Kampf um die Meisterschaft zu bestehen. Der Deutsche Meister ist in Bukarest großer Außenseiter, aber darin liegt auch immer eine Chance.