04.03.2019 11:28 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, red

Göppingen beendet Erfolgsserie des VfL Oldenburg

Kim BirkeKim Birke
Quelle: Thorsten Helmerichs, VfL Oldenburg
In einem packenden und engen Handballspiel unterlag der VfL Oldenburg am heutigen Sonntagnachmittag in eigener Halle Frisch Auf Göppingen knapp mit 26:27 (13:13) und kassierte damit die erste Niederlage des Jahres. "Göppingen ist ein sehr unangenehmer Gegner mit seiner offensiven Deckung. Das war uns schon vor dem Spiel bekannt und hat sich heute bestätigt. Wir haben es nicht geschafft sechzig Minuten lang konzentriert durchzuspielen und so etwas wird von einem Gegner wie Göppingen gnadenlos bestraft. Wenn zwei Teams auf gleichem Niveau aufeinandertreffen wird jede Unkonzentriertheit bestraft und man kann es sich nicht leisten es etwas locker angehen zulassen", so VfL-Trainer Niels Bötel nach dem Spiel.

Dabei sah es zwischenzeitlich recht gut aus für den VfL. Vom Start weg entwickelte sich ein enges Spiel, in dem der VfL zunächst immer wieder vorlegte und die Gäste umgehend ausgleichen konnten. In der 8. Minute ging Göppingen dann erstmals in Führung und baute diese schnell auf 7:4 aus. Mehrfach scheiterte der VfL in dieser Phase freistehend an Gästetorhüterin Branka Zec.

Aber der VfL kämpfte sich wieder heran und in der 17. Minute war es Kim Birke die für ihr Team zum 8:8 ausgleichen konnte. In den nächsten Minuten wechselte die Führung nun mehrfach und keins der beiden Teams konnte mit mehr als einem Tor in Führung gehen. So ging es mit 13:13 in die Pause.

Mit einigen Umstellungen in der Mannschaft kamen die Gastgeberinnen aus der Kabine und legten los wie die Feuerwehr. Durch Tore von Myrthe Schoenaker (2), Kim Birke und Isabelle Jongenelen zogen der VfL schnell auf 17:13 davon. Nun sah es ganz danach aus, als ob das Team von Niels Bötel den Gegner im Griff hätte. Aber auf einmal war ein Bruch im Spiel und der VfL verhalf den Gästen zu allzu vielen leichten Ballgewinnen.


Die bedankten sich umgehend für diese Gastgeschenke und glichen innerhalb von nur zwei Minuten wieder aus. Die ein oder andere unglückliche Entscheidung des Düsseldorfer Schiedsrichter-Duos sorgte zusätzlich für Verunsicherung beim Gastgeber. Nun drehten die Gäste den Spieß um und ginge zwölf Minuten vor dem Ende mit 23:20 ihrerseits mit drei Toren in Führung. Hatte Jenny Behrend zu Beginn des Spiels noch etwas unglücklich agiert sorgte sie nun mit drei Treffern in Folge für die erneute 25:24 Führung des VfL.

Den Gastgebern gelang es aber nicht den Laden hinten dichtzumachen und für eine Vorentscheidung zu sorgen. Während Zec das Göppingen Tor dicht machte, gelang es der VfL-Abwehr nicht Göppingens beste Torschützinnen Michaela Hrbkova und Petra Adamkova zu stoppen. So kam es, wie es kommen musste. Einen Siebenmeter beim Stande von 26:26 verwandelte Hrbkova kurz vor dem Ende souverän und sicherte so ihrem Team den Sieg.

Knezevic war nach Spielschluss aus dem Häuschen: "Es begeistert mich total, was die Mädels hier heute gezeigt haben. Wir mussten in den vergangenen Wochen ohne Torhüterin trainieren und hatten mit vielen Erkältungen zu kämpfen, die uns geschwächt haben. Ein großes Lob und Dankeschön auch an Branka Zec, die noch nicht ganz schmerzfrei war, aber dem Team unbedingt helfen wollte und super gehalten hat."

Weiter geht es für den VfL am 13. März mit einem Auswärtsspiel beim deutschen Meister Thüringer HC.