04.03.2019 08:34 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, red

Bensheim leistet sich gegen Blomberg zu viele Fehler

Heike Ahlgrimm: "Haben es nicht geschafft, unsere Fehler abzustellen"Heike Ahlgrimm: "Haben es nicht geschafft, unsere Fehler abzustellen"
Quelle: Andrea Müller, Flames
Die HSG Bensheim/Auerbach konnte auch gegen die HSG Blomberg-Lippe keine wichtigen Punkte im Kampf um den Klassenerhalt gewinnen. Die Mannschaft von Trainerin Heike Ahlgrimm leistete sich zu viele einfache Fehler und musste sich den Nelkenstädterinnen am Ende mit 25:30 (11:14) geschlagen geben. Da sich Nellingen und Neckarsulm im Kellerduell 35:35 Unentschieden trennten rutschen die Flames nach dieser Niederlage auf einen Abstiegsplatz. Erfolgreichste Torschützinnen bei den Flames waren Simone Spur Petersen mit acht Toren und Julia Maidhof (7/5) sowie Gisa Klaunig (6) und Silvia Ndidi Agwunedu (6/5) für die HSG.

"Wir haben es einfach nicht geschafft unsere Fehler abzustellen. Wir haben immer, wenn wir wieder dran waren, verworfen. Wir haben einfache Fehler gemacht, drei Siebenmeter verworfen und das rächt sich halt. So kann man kein Spiel gewinnen. Dementsprechend sitzt die Enttäuschung heute natürlich relativ tief", äußerte sich Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm zur Niederlage nach dem Spiel.

Nach dem positiven Auftritt beim Deutschen Meister Thüringer HC gingen die Flames mit der Zielvorgabe beide Punkte zu holen, ins Spiel. Und sie begannen auch richtig gut. Durch Tore von Bogna Sobiech und Julia Maidhof per Siebenmeter lagen die Flames nach knapp 5 Minuten mit 2:0 in Führung. Nach neun Minuten stand es 5:3. Durch einen Drei-Tore-Lauf ging Blomberg beim 5:6 (13.) durch Angela Steenbakkers erstmals in Führung.

Merel Freriks glich aus und Gisa Klaunig brachte die HSG wieder mit 6:7 (14.) in Front. Die Flames hatten wieder die Chance zum Ausgleich, doch Lisa Friedberger scheiterte vom Siebenmeterpunkt. Blomberg erhöhte durch Gisa Klaunig und Tessa van Zijl auf 6:9 (16.) und war erstmals mit drei Toren vorne. Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm reagierte sofort mit einem Team-Timeout.

Das nächste Tor erzielte gut drei Minuten später wieder die HSG beim 6:10 durch Tessa van Zijl. Simone Spur Petersen brachte ihre Flames mit zwei Toren wieder auf 8:10 (21.) heran. Auf mangelnde Chancenverwertung und Abspielfehler im Angriff folgte dann auch in der Abwehr oft ein zu später Zugriff auf den Angriffsspieler.

Flames-Torfrau Helen van Beurden konnte hier zwar dreimal hintereinander die freien Würfe parieren, doch jedes Mal gab es den Siebenmeter, die alle drei von Silvia Ndidi Agwunedu sicher verwandelt wurden und Blomberg beim 8:13 (26.) einen Fünf-Tore-Vorsprung bescherten. Trotzdem gaben die Flames nicht auf und kämpften sich bis zur Pause wieder auf drei Tore zum 11:14 Halbzeitstand heran.



In der 2. Halbzeit erzielten die Gäste das erste Tor durch Kamila Kordovska zum 11:15 (31.). Julia Maidhof scheiterte per Siebenmeter an Blombergs Torfrau Anna Monz. Silvia Ndidi Agwunedu sorgte dafür durch ihren vierten verwandelten Siebenmeter für das 11:16 (32.). Die Flames verkürzten anschließend mehrfach, doch Blomberg antwortete sofort mit einem weiteren Tor. So blieb es bis zum 15:20 (39.) beim Fünf-Tore-Rückstand.

Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm nahm ihre zweite Auszeit (41.) und stellte ihre Abwehr um. Das zeigte Wirkung. Der Gegner hatte Probleme mit der offenen Deckung und die Flames eroberten sich mehrmals in der Abwehr den Ball. Zwei Tore von Rafika Ettaqi brachten die Flames auf 17:20 (42.) heran. Simone Spur Petersen hätte nun auf zwei Tore verkürzen können, doch sie warf den Siebenmeter neben das Tor (44.). Die Flames eroberten sich in der Abwehr wieder den Ball, doch nun vergab Bogna Sobiech den Tempogegenstoß und somit die nächste hundertprozentige Chance.

Nun nahm Blombergs Trainer Steffen Birkner sein zweites Team-Timeout, um sein Team wieder neu zu ordnen. Julia Maidhof verwandelte den nächsten Siebenmeter sicher zum 18:20 (45.) und die Flames waren endgültig wieder im Spiel und hatten die Chance bis auf ein Tor heran zukommen und das Spiel dadurch vielleicht zu drehen. Blomberg war in dieser Phase aber einfach cleverer und verwertete seine Chancen besser, so dass sie sich wieder auf 18:22 absetzten und den Vorsprung bis zum Schluss verteidigten.

"Wir haben es halt einfach nicht geschafft unsere Fehler abzustellen", bilanzierte Ahlgrimm nach dem Spiel. "Wir haben immer, wenn wir wieder dran waren, verworfen, wir haben drei Siebenmeter verworfen und das rächt sich halt. So kann man kein Spiel gewinnen. Dementsprechend sitzt die Enttäuschung heute natürlich relativ tief."

Ihr Gegenüber Steffen Birkner war hingegen zufrieden. "Ich bin froh, dass wir hier zwei Punkte geholt haben und dass wir mit 15 Punkten den Anschluss ans Mittelfeld gehalten haben", so der Blomberger Coach. "Das war wirklich kein Spiel für Handball-Ästheten, aber dafür standen am Ende des Tages für beide Mannschaften auch zwei Punkte auf dem Spiel."

In der 2. Halbzeit, so Birkner weiter, "freut es mich, dass wir einfach in den kritischen Phasen ruhig geblieben sind, dass wir das Glück auf unserer Seite hatten. Das es ein anstrengendes und schweres Spiel wird, das wussten wir, weil Bensheim eine ordentliche Mannschaft hat, die kampfstark ist. Deswegen bin ich überglücklich hier zwei Punkte geholt zu haben."