02.03.2019 11:50 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, red

Hornets erwarten Neckarsulmer Sport-Union zum Derby

Sieben Tage nach dem Gastspiel in Blomberg steht für die Bundesliga-Handballerinnen der Schwaben Hornets Ostfildern ein eminent wichtiges Heimspiel im Kampf um den Klassenverbleib auf dem Programm. Am Samstag, 2. März, 19.30 Uhr, gibt mit der Neckarsulmer Sport-Union nicht nur ein Lokalrivale im Derby mit Ex-Trainer Pascal Morgant seine Visitenkarte in der Hölle 1 ab, sondern auch ein direkter Konkurrent der Mannschaft von Hornets-Coach Ralf Rascher.

Ein deutlicher Aufwärtstrend war bei den Filder-Handballerinnen in den vergangenen beiden Spielen gegen den Thüringer HC und bei der HSG Blomberg-Lippe sowohl spielerisch aber vor allem auch kämpferisch zu sehen, bislang aber noch ohne Zählbares. Dies soll und muss sich im Lokalduell ändern, um nicht den Anschluss an den Konkurrenten aus dem Unterland zu verlieren.

Aktuell liegt Neckarsulm zwei Punkte und mit einer deutlich besseren Tordifferenz vor den Hornets, zumindest nach Zählern möchten die Hausherrinnen nach den 60 Minuten gleichgezogen haben. Die NSU hatte mit Morgant an der Seitenlinie beträchtliche Startschwierigkeiten in die Saison, unterlag unter anderem in Hinspiel zu Hause gegen die Hornets mit 22:25 und musste bis zum 10. November warten, ehe gegen Blomberg der erste Saisonerfolg gelang. In der Folge kamen drei weitere hinzu, der letzte am vergangenen Samstag nach großer Aufholjagd gegen die HSG Bad Wildungen.

Welche Wichtigkeit das Aufeinandertreffen wieder einmal hat, verrät ein Blick auf die Tabelle. Die Rascher-Sieben steht momentan aufgrund der Tordifferenz auf dem ersten Abstiegsplatz hinter der HSG Bensheim/Auerbach und direkt davor rangiert die NSU. Wer also die bessere Tagesform aufs Parkett bringt und die beiden Punkte für sich verbuchen kann, macht einen Schritt Richtung Klassenverbleib.

"Erwarte einen ganz heißen Fight"




Neckarsulm möchte sich sicherlich für die Hinspielniederlage revanchieren, während die Gastgeberinnen ihrem ehemaligen Übungsleiter erneut ihre Qualitäten vor Augen führen wollen.

Bernd Aichele: "Über die Wichtigkeit dieser Partie muss man nicht sprechen. Das liegt auf der Hand. Schon beim Hinspiel war in beiden Lagern große Anspannung und Nervosität zu spüren und letztendlich auch zu sehen. Wie auch schon in der letzten Saison geht es bei dieser Begegnung um den Klassenerhalt und das macht das Aufeinandertreffen richtig prekär. Die Tagesform wird bei beiden Mannschaften eine große Rolle spielen. Neckarsulm, wie auch wir, haben schon die ganze Saison mit Verletzungen zu kämpfen und müssen ständig Umbauarbeiten vornehmen."

"Eigentlich ist es von Woche zu Woche eine Wundertüte wer auflaufen kann und wer nicht. Im Gegensatz zu uns konnte die NSU auf Verletzungen reagieren und Spielerinnen nachverpflichten. Aber auch solche Veränderungen müssen sich erst einmal einspielen und das ist sicherlich nicht einfach. Ich erwarte einen ganz heißen Fight auf Augenhöhe und man wird sehen, wer zum Schluss die Nase vorne hat", weiß Geschäftsführer Bernd Aichele um die Brisanz der Partie.

Die Gesamtbilanz aus den bisherigen zwölf Duellen spricht mit 6:4-Siegen für die Unterländerinnen, kurioserweise gab es in der Beletage des Deutschen Handballs bislang nur Auswärtssiege, diesen Trend versuchen die Hornets nun zu brechen.

"Zu Hause spielen wir nochmal ein bisschen besser als auswärts, haben jetzt zwei Spiele über 60 Minuten gekämpft und wenn wir das erneut auf die Platte bringen, bin ich überzeugt, dass wir Neckarsulm schlagen", gibt sich Rascher optimistisch. Um die Begegnung für sich zu entscheiden, hoffen seine Spielerinnen auch darauf, dass die Fans zahlreich in die Halle kommen und sie über 60 Minuten nach vorne peitschen, damit die Hölle 1 wieder einmal so richtig brennt. Es ist davon auszugehen, dass Neckarsulm viele Anhänger mitbringen wird, deshalb wird eine frühzeitige Anreise empfohlen.