02.03.2019 09:49 Uhr - 2. Bundesliga - PM Vereine, red

TuS Lintfort empfängt TV Beyeröhde zum Niederrhein-Derby

Annefleur Bruggemann will mit dem TuS am Samstag zumindest den Favoriten aus Wuppertal ärgernAnnefleur Bruggemann will mit dem TuS am Samstag zumindest den Favoriten aus Wuppertal ärgern
Quelle: Roland Beyer, Lintfort
Alles andere als närrisch dürfte es am heutigen frühen Samstagabend in der Eyler-Sporthalle in Kamp-Lintfort zugehen. Denn dort ist der TVB Wuppertal beim TuS Lintfort zu Gast und für die Hausherrinnen aus der Klosterstadt geht es um wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg. Beyeröhde geht mit 32:8 Punkten in das Duell der beiden Teams aus dem Handballverband Niederrhein.

"Mit dem TVB verbindet mich eine lange Geschichte, schon Anfang der 80er Jahre habe ich selbst in der Jugend gegen die Wuppertalerinnen gespielt, danach in verschiedenen Spielklassen immer wieder", freut sich Lintforts Trainerin Bettina Grenz-Klein auf das Nachbarschaftsderby.

"Das wird eine harte Nuss und wir treffen jetzt im dritten Heimspiel in Folge auf einen der ersten Drei in der Tabelle", stimmt Grenz-Klein die Fans auf eine klare Rollenverteilung ein. "Die Gäste haben einen extrem durchschlagskräftigen Angriff und gehen hohes Tempo, da dürfen wir auf keinen Fall unaufmerksam sein", fordert Beyeröhdes Trainerin ein. Lintfort kann zum ersten Mal seit Monaten mit dem kompletten Kader auflaufen. Nur die Dauerverletzte Naina Klein (Kreuzbandriss) fällt aus.

"Der TuS kann bislang durchaus einige respektable Ergebnisse vorweisen - die Füchse Berlin und Rödertal wurden in eigener Halle besiegt, auswärts konnte Lintfort zuletzt in Zwickau ein Remis erreichen und am vergangenen Samstag in Nürtingen sogar doppelt punkten", stellt Beyeröhde den Gegnver vor.

TVB-Coach Martin Schwarzwald ist vorsichtig optimistisch: "Lintfort hat in den vergangenen beiden Spielen durchaus überzeugt und verfügt mit Loes Vandewal und Annefleur Bruggeman über zwei individuell starke Rückraumspielerinnen. Unsere Lage ist unverändert kritisch. Neben dem kleinen Kader haben wir mit einer Krankheitswelle und der ein oder anderen Blessur zu kämpfen. Unseren Trainingsbetrieb halten wir seit Wochen mit viel Mühe am Leben. Aus der Not heraus sind wir mental zu wahren Monstern mutiert und ich hoffe, dass uns diese Eigenschaft auch gegen Lintfort wieder etwas Zählbares einbringt."

Bei den Handballgirls hofft man unterdessen, dass die Kräfte weiterhin reichen. "Erster Lichtblick - in Kürze wird wohl mit Hannah Kamp die erste Langzeitverletzte wieder zum Kader stoßen. Im Rückraum wird es jedoch noch ein wenig dauern, bis Pia Adams und Natalie Adeberg wieder dabei sind. Ein kleiner Trost für den TVB ist da sicherlich, dass inzwischen fest steht, dass außer Pia Adams und Johanna Heldmann dem TVB wohl alle weiteren Spielerinnen für die kommende Saison erhalten bleiben", blickt Beyeröhde auf die eigene personelle Situation.