02.03.2019 08:26 Uhr - 2. Bundesliga - PM DJK/MJC Trier

Druck ist weiter gewachsen: DJK/MJC Trier trifft auf Waiblingen

Die Trierer Miezen stehen unter DruckDie Trierer Miezen stehen unter Druck
Quelle: DJK/MJC Trier
Die letzte Niederlage des Frauenhandball-Zweitligisten DJK/MJC Trier gegen die SG H2Ku Herrenberg am vergangenen Spieltag bleibt nicht ohne Folgen. Einen nachhaltigen Eindruck hinterließen bei dem 23:24 gegen die SG nämlich mit Viviane Steil und Hannah Braun zwei Spielerinnen, die nicht zum Stamm der Zweitliga-Miezen zählen. Beim nächsten Versuch des Teams von Trainerin Elena Vereschako, die Negativserie zu beenden, ergibt sich am heutigen Karnevalssamstag (15 Uhr, Arena Trier) gegen den VfL Waiblingen. Vermutlich mit Unterstützung aus dem Nachwuchs.

"Es wird personelle Änderungen geben", bestätigt Vereschako, lässt sich aber (noch) nicht in die Karten schauen, wer die Stammcrew ergänzen wird. Klar ist lediglich, dass die gegen Herrenberg überzeugende Viviane Steil wegen spezieller Einsatzbeschränkungen für Kräfte aus der zweiten Reihe nicht aufgeboten werden darf. "Es gibt aber noch Alternativen", so Vereschako, die auch mit Spielerinnen aus dem Nachwuchs oder der Jugend "eine reelle Siegchance" gegen die Tiger Girls sieht.

Dafür gibt es mehrere gute Gründe. Zum einen zeigte ihr Kader vor allem in der zweiten Halbzeit gegen Herrenberg den oft angemahnten Team- und Kampfgeist, zum anderen sind die Gäste, die als Mitglied der "Upper Class" der 2. Liga längst gesichert sind, in den letzten Wochen nicht mehr formstabil: Nach dem Sieg gegen Titelaspirant Buchholz/Rosengarten war der VfL selbst wieder aussichtsreich im Titelrennen, holte aus den nachfolgenden fünf Partien aber nur noch einen Sieg und hat mit der Meisterschaft nichts mehr zu tun.

Beim Auftakt ins letzte Drittel der Meisterschaftsrunde gibt es unterdessen für die Gastgeberinnen kein Wenn und Aber mehr - die Miezen sind "dringend, ja fast ultimativ darauf angewiesen, zu punkten, wenn sie nicht schon vor der ganz heißen Saisonphase den Anschluss an die gesicherten Plätze verlieren wollen", so der Verein in seiner Pressemeldng.

"Den Gegner nur an den letzten Resultaten zu messen, verbietet sich. Trotz des Abwärtstrends der vergangenen Wochen verfügen die Gäste unbestritten über eine sehr starke und ausgeglichen besetzte Mannschaft. Sechs Spielerinnen des Kaders haben zwischen 53 und 84 Tore erzielt, es gilt also gleich ein ganzes Sextett zu kontrollieren. Inzwischen ein wichtiger Teil dieser Offensivstreitmacht ist Tina Welter (63 Treffer), die bis zur vergangenen Saison noch für die Miezen auf Torejagd ging", stellt der Gastgeber den Gegner vor.

Das Hinspiel verloren die Miezen mit 23:31, ein Resultat, das sich nicht wiederholen soll. "Die Chance zum Sieg ist da", sagt Vereschako, "aber nur wenn es uns gelingt, das schnelle Spiel der Gäste weitestgehend zu unterbinden und wir als geschlossene Einheit auftreten." Dass sie, wie das gesamte Team, ihre Hoffnung auch auf das stimmgewaltige Heimpublikum setzt bleibt unbenommen: "Unsere Zuschauer sind phantastisch. Sie haben es verdient, dass wir alles tun, sie nicht noch einmal zu enttäuschen."