27.02.2019 21:27 Uhr - 1. Bundesliga - dpa, PM Vereine

Buxtehude fünfzig Minuten auf Augenhöhe, doch am Ende siegt der Thüringer HC

Emily Bölk siegte mit dem Thüringer HC bei ihrem Ex-ClubEmily Bölk siegte mit dem Thüringer HC bei ihrem Ex-Club
Quelle: Dieter Lange, BSV
Die Handballerinnen des Thüringer HC halten mit ihrem 15. Saisonsieg im Kampf um die deutsche Meisterschaft weiter Anschluss an Tabellenführer Bietigheim. Der Titelverteidiger setzte sich am Mittwochabend mit 33:27 (12:13) gegen den Buxtehuder SV durch, konnte aber erst in den letzten zehn Minuten die Weichen gegen den unbequemen Gegner auf Sieg stellen. Die tschechische Nationalspielerin Iveta Luzumova war mit elf Toren beste THC-Werferin. Für den BSV traf Jessica Oldenburg sieben Mal ins Tor des THC.

Gastgeber Buxtehude startet offensiv in die Partie und führte durch Treffer von Friederike Gubernatis und Lisa Prior mit 2:0 in der dritten Minute. Die Thüringerinnen hatten große Probleme mit der aggressiv agierenden Abwehr vom BSV und fanden keine Lücke. Im Abschluss scheiterte der THC reihenweise an der stark aufgelegten Torhüterin Lea Rühter. Buxtehude baute seine Führung weiter aus und führte nach acht Minuten bereits mit 4:0. Dirk Leun hatte den THC mit einer 5:1-Deckung überrascht. Die Gäste kamen nicht in Wurfpositionen, sodass Lea Rühter die ersten vier Angriffe von Thüringen parieren konnte.

Jovana Sazdovska erlöste die Gäste und erzielte nach genau neun Minuten das erste THC-Tor. Der Treffer zeigte Wirkung: Die Thüringerinnen waren nun deutlich besser in der Partie. Doch zunächst behielten die Gastgeberinnen die Führung. Kristy Zimmerman parierte in der 15. Minute einen Strafwurf und den folgenden Nachwurf von Lisa Prior (6:4). Im Angriff blieb die Abschlussschwäche und der Thüringer HC konnte sich nicht weiter herankämpfen. Quasi die gesamte Zeit spielte Thüringen mit der siebten Feldspielerin. Das verwaiste Tor konnte unter anderem BSV-Torfrau Lea Rühter für zwei Tore nutzen.

In der Mannschaft vom THC stach Josefine Huber hervor. Sie zeigte eine gute Leistung am Kreis und erzielte wichtige Treffer. Zum Ende der ersten Halbzeit kam der deutsche Meister wieder heran. Emily Bölk traf im Tempogegenstoß gegen ihren ehemaligen Verein zum 11:10 - Fehler des BSV halfen den Gästen in dieser Phase. In der 28. Spielminute nahm Dirk Leun sein zweites Team Timeout. Sekunden später startete Alexandra Mazzucco zum Tempogegenstoß und markierte den 11:11 Ausgleich. Doch Buxtehude legte weiter vor: In die Kabinen ging es Treffern von Jessica Oldenburg sowie Mieke Düvel für den BSV und einem Siebenmeter von Iveta Luzumova mit der Halbzeitsirene mit einem 13:12 für den Butxtehuder SV.

Das erste Tor in der zweiten Hälfte gehörte den Thüringerinnen. Nach 33 Minuten konnte Friederike Gubernatis allerdings erneut zum 14:13 für den BSV vorlegen. Im Gegenzug stellte Lydia Jakubisova den Ausgleich wieder her. Die erste THC-Führung gelang Jovana Sazdovska sechs Spielminuten nach Wiederanpfiff. Kurz darauf musste Josefine Huber aufgrund einer Zeitstrafe für zwei Minuten auf der Bank Platz nehmen. Per Strafwurf konnte Lone Fischer für ihre Mannschaft ausgleichen. Beim Stand von 17:17 gab es eine Schrecksekunde aufseiten der Gäste, als Kristy Zimmerman benommen liegen blieb. Die Thüringer Torhüterin konnte kurz darauf das Feld aber selbstständig verlassen. Ann-Cathrin Giegerich kam vorerst für sie ins Spiel.

Emily Bölk erzielte unterdessen für die Gäste mit ihrem siebten Tor die erste Zwei-Tore-Führung in der 41. Minute. Nach einem von Ann-Cathrin Giegerich entschärften Strafwurf konnte Iveta Luzumova für den THC zum 18:21 erhöhen. Lone Fische brachte ihre Mannschaft jedoch mit zwei Toren in Folge noch einmal auf 20:21 heran. In der 47. Minute erhöhte Iveta Luzumova von der Siebenmeterlinie zum 20:23. Buxtehude schienen aufgrund der intensiven Arbeit die Kräfte auszugehen, die Unkonzentriertheiten nahmen zu. Nach einem Fehlpass auf Thüringer Seite konnten die Gastgeberinnen aus Buxtehude das leere THC-Tor für sich nutzen und verkürzten auf 23:26.

Doch der Thüringer HC hielt nun das Heft in der Hand: Als noch fünf zu spielende Minuten auf der Uhr angezeigt waren, konnte Lydia Jakubisova beim 29:24 eine Fünf-Tore-Führung erzielen. Dirk Leun nahm daraufhin noch eine Auszeit, um seine Mannschaft auf die letzten Spielminuten einzuschwören - doch der THC öffnete die Tür nicht mehr. Den 30. Treffer auf Thüringer Seite verwandelte Iveta Luzumova sicher von der Strafwurflinie und stellte so eine weitere Weiche zum 33:27-Erfolg.

Aktuelle Spiele Handball-Bundesliga Frauen:




Buxtehuder SV  27:33
(13:12)
Thüringer HC
Bensheim/Auerbach  02.03.19
17:30h
HSG Blomberg-Lippe
Bad Wildungen Vipers  02.03.19
19:00h
SG BBM Bietigheim
TV Nellingen  02.03.19
19:30h
Neckarsulmer SU
TuS Metzingen  02.03.19
20:00h
Borussia Dortmund
Bayer Leverkusen  03.03.19
16:00h
SV Union Halle-N.
VfL Oldenburg  03.03.19
16:30h
Frisch Auf Göppingen

Tabelle Handball-Bundesliga Frauen:




Pl. Team Sp. TD Pkt.
1. SG BBM Bietigheim 15 117 30:0
2. Thüringer HC 16 112 30:2
3. TuS Metzingen 14 110 22:6
4. Borussia Dortmund 15 34 18:12
5. Bayer 04 Leverkusen 15 12 17:13
6. Buxtehuder SV 15 10 17:13
7. Frisch Auf Göppingen 15 1 16:14
8. VfL Oldenburg 15 -26 15:15
9. HSG Blomberg-Lippe 15 -17 13:17
10. Bad Wildungen Vipers 15 -33 10:20
11. Neckarsulmer SU 15 -51 8:22
12. Bensheim/Auerbach 15 -62 6:24
13. TV Nellingen 15 -100 6:24
14. Union Halle-Neustadt 15 -107 2:28