27.02.2019 11:11 Uhr - 1. Bundesliga - PM Metzingen, red

TuS Metzingen muss namhafte Abgänge verkraften

Isabell RochIsabell Roch
Quelle: Marco Wolf
Die TuS Metzingen muss im Sommer nicht nur zwei Zugänge integrieren, sondern auch zwei weitere prominente Abgänge verkraften. Nationaltorhüterin Isabell Roch kehrt dem Tabellendritten der Handball Bundesliga Frauen ebenso den Rücken wie Rechtsaußen Kelly Vollebregt.

"Obwohl der Verein auch gerne mit ihr verlängert hätte, wird sie Metzingen nach dieser Saison verlassen und sich Borussia Dortmund anschließen", heißt es in der Vereinsmitteilung und ergänzt: "Ihr Freund ist erst letzte Woche von der SG BBM Bietigheim nach Hagen gewechselt und wird dort auch in der nächsten Saison Handball spielen. Dortmund liegt ja bekanntermaßen geographisch deutlichen näher an Hagen."

"Meinen Vereinswechsel hat mich vor eine große Entscheidung gestellt. Am liebsten würde ich diese fantastische und wunderbare Metzinger Fangemeinschaft mit in meinem Umzugskarton packen. Eines kann ich versprechen mein Herz schlägt bis zum letzten Spieltag Pink", so Roch zum bevorstehenden Wechsel zum BVB, wo sie schon in der Spielzeit 2009/10 zwischen den Pfosten stand, ehe sie dann über Blomberg und Bietigheim ins Ermstal kam.

Rott: "Werden noch einen guten Ersatz präsentieren"




"Wir haben Isabell damals aus Bietigheim verpflichtet und bei uns hat Sie sich sehr gut entwickelt und ist nun auch aktuelle Nationalspielerin. Es ist schade, dass Sie geht, aber ich respektiere Ihre Entscheidung und wünsche Ihr für die Zukunft alles Gute. Definitiv werden wir für Sie noch einen guten Ersatz präsentieren, wobei wir mit Jesse und Madita ohnehin schon zwei sehr gute Torfrauen haben", so Metzingens Manager Ferenc Rott.

Andre Fuhr, der Roch schon fünf Spielzeiten in Blomberg trainierte erklärte: "Isa hat gerade während der Verletzung von Madita sehr gut für uns gehalten. Ich schätze Ihren Einsatz und Ihr Engagement, aber ich respektiere die privaten Gründe, die Sie nach Dortmund gehen lassen."

Wohin es hingegen Kelly Vollebregt zieht ist noch nicht bekannt. Die Niederländerin kam 2015 aus Koblenz ins Ermstal, mit dem Ziel sich für die erste Sieben und die niederländische Nationalmannschaft zu empfehlen. Die 1,65m große Außenspielerin entwickelte sich gut und konnte immer wieder ihr Können zeigen.

Rott: "Wir wollten Kelly behalten"




Allerdings wurde sie nach einem Kreuzbandriss im Dezember 2017 zurückgeworfen und musste die Rückrunde der vergangenen Saison von außen verfolgen. Im Laufe der Saison kämpfte Sie sich zurück ins Team, zeigte gute Leistungen und erhielt als Backup von Nationalspielerin Marlene Zapf immer mehr Einsatzzeiten.

"Ich möchte mich nach vier Jahren in Metzingen einer neuen Herausforderung stellen. Es waren schöne und erfolgreiche Jahre bei den TusSies und ich werde die Stimmung in der Öschhalle vermissen", so Vollebregt und Chefcoach Andre Fuhr ergänzt: "Nach Ihrer Verletzung konnten wir Kelly gut an die Mannschaft heranführen und sie hat uns besonders im Konterspiel beleben können. Für Ihre weitere Karriere wünsche ich Ihr nur das Beste."

"Wir wollten Kelly unbedingt behalten, müssen aber akzeptieren, dass Sie eine neue Herausforderung sucht", so Manager Ferenc Rott, der ergänzt: "Im Profisport hat man nur 10-12 Jahre Zeit und jeder Sportler muss in dieser Zeit selber entscheiden, was er möchte und was das Beste für Ihn ist. Wir wünschen Kelly alles Gute auf Ihrem weiteren Weg."

04.07.2019 - Wer kommt im Sommer - und wer geht? Die Wechselbörse der Handball-Bundesliga Frauen (HBF)

26.02.2019 - TuS Metzingen bindet Nationalspielerin

27.02.2019 - Metzingen holt Kreisläuferinnen aus Oldenburg und Allensbach

18.02.2019 - Nationalteam-Kapitänin Behnke wechselt nach Russland

07.02.2019 - Insgesamt acht Personalentscheidungen: TuS Metzingen verliert zwei deutsche Nationalspielerinnen