24.02.2019 16:11 Uhr - 2. Bundesliga - PM TSV, red

Ein Klassenunterschied im Aufsteigerduell: Harrislee gegen Gedern/Nidda wie im Rausch

Harrislee siegte gegen Gedern/NiddaHarrislee siegte gegen Gedern/Nidda
Quelle: TSV
Der TSV Nord Harrislee holte sich einen 37:21 (16:8)-Sieg gegen die HSG Gedern/Nidda. Wie sich die "Handballwelt" in nur viereinhalb Monaten verändern kann, das erlebten die Zuschauer am Samstagabend in der Harrisleer Holmberghalle. Hatte Trainer Shorty Linde nach der 14:22 Hinspielpleite bei der HSG Gedern/Nidda noch gehadert, "mit nur 14 Toren gewinnt man in keiner Liga ein Spiel", lagen zwischen beiden Mannschaften im Rückspiel Welten.

Nach dem 0:1 und einigen Angriffen nahe am Zeitspiel, starteten die Nordfrauen erstmals durch und gingen nach fünf Toren binnen drei Minuten mit 5:1 in Front. Doch danach liefen sich die Gastgeberinnen in der aggressiven Deckung der Gäste mehrfach fest und erzielten acht Minuten kein Tor.

So schmolz der Vorsprung auf 5:4. Nach dem 6:4 durch Milena Natusch, war das Linde-Team nicht mehr zu stoppen. Eine starke kämpferische Leistung in der Deckung, mit einer überragenden Sophie Fasold dahinter, sorgte für Balleroberungen und ein immer besseres Tempospiel. So zogen die Nordfrauen auf 13:7 davon. Sie steckten auch die Knieverletzung von Samiah Jakusch weg, sowie eine Zeitstrafe für Fenja Jensen.

Bis zur Pause setzen sich die Gastgeberinnen auf 16:8 ab und drückten gleich nach Wiederbeginn das Gaspedal erneut durch. Neben einem guten und erfolgreichen Positionsspiel, liefen die Gastgeberinnen die erste und zweite Welle und waren erfolgreich.


Ein erneuter 5:1 Zwischenspurt sorgte für einen 21:9 Zwischenstand nach 36 Minuten, der praktisch schon die Vorentscheidung bedeutete. Doch auch danach rollte Angriff auf Angriff in Richtung Gästetor und die Nordfrauen spielten wie im Rausch. Dabei sorgten auch mehrfache Wechsel innerhalb der Mannschaft für keinen Abbruch und mit viel Spielfreude, wurde die Führung weiter ausgebaut.

Wenige Minuten vor dem Abpfiff markierte Alina Krey das 36:18. Erst danach ließen die dominierende Nordfrauen, schon jubelnd und hüpfend, etwas nach. Am Ende stand der 37:21 Kantersieg, der Shorty Linde freute. "Es war ein schnelles Spiel. Die Mannschaft hat immer Tempo gemacht. Sie hat das, was wir uns vorgenommen haben, umgesetzt."

Sein Kollege Christian Breiler erkannte die Leistung der Gastgeberinnen fair an. "Glückwunsch an Harrislee. Das war ein absolut verdienter Sieg, auch in dieser Höhe", so der Trainer der HSG Gedern/Nidda.