24.02.2019 13:07 Uhr - Champions League - PM THC, dpa

THC verliert in der Champions League in Budapest

Emily BölkEmily Bölk
Quelle: Mario Gentzel
Die Bundesliga-Handballerinnen vom Thüringer HC haben die ersten Punkte in der Champions-League-Hauptrunde knapp verpasst. Der deutsche Meister unterlag am Samstagabend trotz einer Aufholjagd mit 29:30 (12:17) bei FTC Budapest. Nationalspielerin Alicia Stolle und Kapitän Iveta Luzumova waren mit jeweils sechs Treffern erfolgreichste Werferinnen bei den Thüringerinnen.

Die Partie begann stimmungsvoll durch die ungarischen Fans, die ihr Team minutenlang feierten. Den ersten Angriff konnten beide Mannschaften nicht erfolgreich abschließen. Im zweiten Anlauf traf Alicia Stolle zum 1:0. Die Gastgeberinnen antworten prompt und gingen nach fünf Minuten mit 4:3 in Führung. Emily Bölk schaffte den Ausgleich zum 4:4, die Ungarinnen ließen nicht locker und legten immer wieder vor. Nach neun Minuten scheiterte Meike Schmelzer an Blanka Biro und vergab so den Führungstreffer.

Beide Mannschaften leisteten sich nun im Angriff Fehler, sodass sich kein Team absetzen konnte (11. Minute 6:5). Die Abwehrreihen dominierten das Spiel. Die Frauen des Thüringer Handball Clubs fanden ihre Lücken in der Abwehr und gingen mit einem Tor in Führung (11. Minute 6:7). FTC-Rail Cargo Hungaria antwortet sofort und war in der 17. Minute wieder mit zwei Toren in Führung (9:7).

Herbert Müller nahm sein erstes Team Timeout und bemängelte die technischen Fehler seiner Frauen. Er fordert mehr Konzentration und das Abstellen leichtfertiger Fehler, um im Spiel zu bleiben. Doch die Gäste machten es sich selbst weiter schwer und lagen nach unnötigen technischen Fehlern und einer Zeitstrafe gegen Iveta Luzumova nach 22 Minuten bereits mit vier Toren im Rückstand. Ann-Cathrin Giegerich war es in dieser Phase zu verdanken, dass der Vorsprung der Budapesterinnen nicht rasant anwuchs.

Nach 25. Minuten hatten die FTC-Spielerinnen zum ersten Mal einen fünf Tore Vorsprung heraus gespielt. Die THC-Frauen behielten die Köpfe oben und kämpfte um jeden Treffer. Bis zum Halbzeitpfiff ließ man den Vorsprung der Gastgeberinnen nicht weiter anwachsen und es ging mit einem 17:12 in die Kabine.

Nachdem Emily Bölk wiederholt mit einem Wurf scheiterte, war es nur Kristy Zimmerman, die in der zweiten Halbzeit im THC-Tor stand, zu verdanken, dass der Vorsprung des FTC nicht weiter anwuchs. Nach einer Zeitstrafe gegen Katrin Gitta Klujber konnten sich die Thüringerinnen wieder auf drei Tore herankämpfen. In der 38. Minute kassierte auch Josefine Huber eine Strafzeit, welche die Gastgeberinnen nicht für sich nutzen konnten. So stand die Partie nach 40. Minuten 22:18.


Alicia Stolle erkämpfte in der 45. Spielminute einen Strafwurf, den Iveta Luzumova nicht verwandeln konnte. Solche Fehler bestraften die Gastgeberinnen sofort und bauten ihre Führung bis zur 50. Minute auf 29:24 aus. Eine verbissen kämpfende Alicia Stolle hielt den THC weiter im Spiel. Trainer Herbert Müller spornte in der FTC-Auszeit seine Spielerinnen an, "Wir sind immer noch im Spiel - behaltet die Köpfe oben." Beim 30:25 in der 50. Spielminute gaben sich die Damen des Thüringer HC nicht geschlagen und starteten noch mal eine Aufholjagd. Die Verletzung von Alexandra Mazzucco, drei Minuten vor dem Ende, konnte die Bemühungen der Thüringerinnen nicht stoppen, weiter um den Sieg zu kämpfen.

Nach 59 Minuten waren die Thüringerinnen auf 30:29 heran und hatten nach starken Aktionen von Kristy Zimmerman 30 Sekunden vor dem Ende, noch die Chance zum Remis. Herbert Müller nahm sein drittes Team Timeout und gab Anweisungen für den letzten Spielzug. Jetzt kämpfte die FTC-Abwehr mit voller Konzentration und vereitelte alle Angriffsbemühungen.

Ein letzter Wurf von Emily Bölk landete neben dem Tor - die Belohnung für diese tolle Aufholjagd blieb aus. Die Ungarinnen bejubelten ihren knappen 30:29-Erfolg vor ihren 60 Minuten lang trommelnden und singenden Fans.