24.02.2019 11:05 Uhr - 1. Bundesliga - PM VfL, dpa, red

Derbysieg: VfL Oldenburg baut Erfolgsserie aus

Julia RennerJulia Renner
Quelle: VfL Oldenburg
Siege in Buxtehude sind für die Handballerinnen des VfL Oldenburg nicht gerade an der Tagesordnung. Der letzte lag vor dem gestrigen Spieltag bereits drei Jahre zurück. Insgesamt zwei waren es in den letzten zehn Jahren. Am Samstagnachmittag ist nun ein Dritter hinzugekommen. Ein unerwartet deutlicher noch dazu. Nach einer 13:8 Pausenführung fuhren die Gäste am Ende einen auch in der Höhe hochverdienten 27:20 Auswärtssieg ein.

"Wir hatten gestern einen rabenschwarzen Tag. Das Spiel haben wir im Angriff verloren", betonte Trainer Dirk Leun und verwies auf die vielen ausgelassenen Chancen. "Das war ein einfaches Strickmuster. Wir haben rund 15 Mal frei vorm Tor verworfen, und mit nur 20 Toren zu Hause kann man nicht gewinnen."

Die Niederlage sei allerdings kein Rückschlag, räumte Leun ein. "Das Fehlen von Annika Lott hat sich schon ein wenig bemerkbar gemacht. Aber wir haben in diesem Spiel vieles richtig gemacht, uns dafür aber nicht belohnt."

"Das lief heute einfach super. Es hat einfach sehr viel gepasst. Wir haben von Anfang an mit der richtigen Aggressivität in der Abwehr gespielt und vorne unsere Chancen genutzt. Da Buxte selbst auch sehr stark in der Abwehr ist, war uns klar, dass es schwierig werden würde dreißig Tore zu werfen. Also mussten wir verhindern, dass dies dem Gegner gelingt. Dass es am Ende sogar nur zwanzig Tore geworden sind ist natürlich absolut super", freute sich Niels Bötel nach dem Spiel, welches einmal mehr durch eine starke Abwehrleistung inklusive einer erneut hervorragend aufgelegten Julia Renner gewonnen werden konnte.

"Die letzten Spiele haben gezeigt, dass wir durch Aggressivität Spiele gewinnen können. Mittlerweile steht auch unsere Abwehr mit dem Innenblock Cara (Hartstock) und Lisa-Marie (Fragge). Zudem haben wir heute fünfzig Minuten konzentriert durchgespielt und deutlich weniger Fehler gemacht als Buxte", so Bötel weiter.

Von Anfang an bestimmte der VfL das Spiel und ließ den Gegner kaum frei zum Wurf kommen. Zwar konnte man gleich mit dem ersten Angriff in Führung gehen, aber es sollte die einzige Führung der Gastgeberinnen in diesem Spiel bleiben. Es folgten zwölf torlose Minuten für den Tabellenvierten in denen der VfL seinerseits fünfmal ins Schwarze traf und mit 5:1 davonzog.

Fünf-Tore-Vorsprung für den VfL bereits zur Pause




Ein Vorsprung, den die Gäste auch in der Folge halten konnten. So stand es nach halb gespielter Halbzeit 9:3 für die Grün-Weißen. Allein fünfmal war es Angie Geschke die den Ball im Tor der Gastgeberinnen unterbringen konnte. Am Ende hatte sie 11 Tore auf ihrem Konto. Sechs davon per Siebenmeter. Mit 13:8 ging es dann in die Pause.

Gleich fünfmal musste der VfL in Halbzeit zwei in Unterzahl spielen, was der Gegner allerdings nicht zu seinen Gunsten nutzen konnte. Näher als vier Tore ließ die starke VfL-Abwehr den BSV nicht mehr herankommen. Im Gegenteil. Sechs Minuten vor dem Ende konnte Geschke mit ihrem Treffer zum 24:15 ihr Team sogar erstmals mit neun Toren in Front bringen.

Am Ende stand ein mehr als verdienter 27:20 Derbysieg für das Team von Trainer Niels Bötel, das am kommenden Sonntag Tabellennachbar Göppingen in der heimischen EWE Arena empfangen wird.