24.02.2019 10:50 Uhr - 2. Bundesliga - PM Kurpfalz Bären

Kurpfalz Bären nehmen dem VfL Waiblingen beide Punkte ab

Verena OßwaldVerena Oßwald
Quelle: Kurpfalz Bären
Das war nichts für schwache Nerven. Die Kurpfalz Bären hatten alles andere als zuversichtlich die Reise nach Waiblingen angetreten. Die zweite Heimniederlage hintereinander hatte sicherlich am Selbstvertrauen der Mannschaft gekratzt, und dann fiel auch noch das Abschlusstraining am Freitag ins Wasser, da die Halle kurzfristig nicht zur Verfügung stand. Doch das Team von Katrin Schneider hielt allen Widrigkeiten stand und erkämpfte sich beim VfL Waiblingen mit dem 30:27 (14:14) zwei Punkte, die den Bären den zweiten Tabellenplatz sicherten. Kate Schneider war erleichtert: "Das war sicherlich nicht unsere beste Leistung, aber die Mannschaft hat Moral gezeigt und nach einem wechselvollen Spielverlauf am Ende auch etwas Glück gehabt."

Nach fünf Spielminuten sah es sehr viel versprechend für die Gäste aus: Sophia Sommerrock, Lena Feiniler und Saskia Fackel hatten zum 3:0 vorgelegt, doch die "Tigers" nutzten zwei Zeitstrafen der Gäste und glichen zum 5:5 aus. Als Rebecca Engelhardt in der 19. Minute das 6:10 erzielen konnte, sah es ganz nach einem souveränen Sieg aus, doch dann leistete sich das Bärenteam einen einminütigen Total-Blackout, den Waiblingen mit drei Treffern hintereinander nutzte.

In der folgenden Auszeit war die Stimme von Kate Schneider auch in den Zuschauerrängen zu vernehmen. Beim 10:13 durch Rebecca Engelhardt sah es wieder besser für die Bären aus, aber bis zur Halbzeit konnte Waiblingen noch zum 14:14 aufschließen.

Die 19-jährige Verena Oßwald wurde in der zweiten Halbzeit zum Zünglein an der Waage. Zwischen der 40.und 46. Minute waren die mitgereisten Bärenfans im Wechselbad der Gefühle. Waiblingen hatte zum 21:19 vorgelegt, und es sah sehr bedenklich für die Gäste aus zumal Saskia Fackel aufgrund einer Prellung am Kopf nicht mehr zur Verfügung stand.


Doch jetzt drehte die aus Gröbenzell nach Ketsch gewechselte Verena Oßwald mächtig auf und sorgte für einen Drei-Tore-Vorsprung (22:25), den die Bären-Ladies bis zum Abpfiff verteidigen konnten. Kate Schneider war sehr beeindruckt: "Verena hat uns heute mit ihrem unbekümmerten Offensivgeist gerettet. In einem eher fahrigen Spiel war sie es, die die entscheidenden Akzente setzen konnte."

Dass die Trauben in der Waiblinger Rundsporthalle hoch hängen, war den Bären sehr bewusst. "Hier haben wir schon in der dritten Liga schlecht ausgesehen und auch im Vorjahr gab es für uns nichts zu holen. Umso mehr freut es mich, dass wir zwar wenig glanzvoll, aber mit großer kämpferischer Moral diese Prüfung bestanden haben", so das Ketscher Handball-Urgestein.