23.02.2019 12:55 Uhr - 2. Bundesliga - PM Ketsch

Dicke Fragezeichen begleiten die Bären auf ihrer Fahrt nach Waiblingen

Saskia FackelSaskia Fackel
Quelle: Axel Kretschmer, Mainz 05
In der Waiblinger Rundsporthalle treffen am Samstag um 20 Uhr mit Waiblingen und Ketsch zwei Mannschaften aufeinander, die zuletzt völlig unerwartete Niederlagen hinnehmen mussten. Die "Tigers" aus Waiblingen galten noch vor zwei Wochen als ernsthafter Aufstiegskandidat, da sie auf eine tolle Siegesserie seit Dezember zurückblicken konnten. Am meisten beeindruckte dabei der 28:27 Heimerfolg über Spitzenreiter Buchholz/Rosengarten. Der 20:25 Einbruch gegen Gedern-Nidda kam völlig unerwartet, hinterließ aber Spuren. Am letzten Samstag stotterte die Tormaschine noch mehr und die "Tigers" mussten sich im Lokalderby den "Kuties" aus Herrenberg mit 17:23 geschlagen geben.

Auch bei den Kurpfalz Bären gab es zuletzt lange Gesichter. Zwar machten die Bären-Ladies den Ausrutscher gegen Nürtingen durch einen souveränen Sieg in Kirchhof wett. Doch im hochklassigen Spiel gegen Rödertal hatten die Gäste zum Abpfiff die Nase mit 27:28 vorne. Bärencoach Kate Scheider reflektierte: "So ganz genau weiß ich im Augenblick nicht, woran es liegt, dass wir uns zu Hause derart schwertun. Vielleicht setzt sich die Mannschaft vor den eigenen Fans zu stark unter Druck?"

Das war übrigens schon beim Vorrundenspiel im November gegen Waiblingen der Fall, als die "Tigers" in der Neurotthalle lange führten und ihnen erst gegen Spielende die Puste ausging (28:25).

Im Führungskreis der Kurpfalz Bären geht man völlig gelassen mit der Situation um. Dr. Robert Becker: "Auch wenn wir im Moment die Stabilität etwas verloren haben, gibt es keinerlei Grund zum Zweifeln. Die Mannschaft hat gegen Rödertal ein gutes Spiel gemacht, es aber versäumt, in den entscheidenden Szenen kühlen Kopf zu bewahren.


Und wenn wir eines der bevorstehenden Auswärtsspiele in Waiblingen oder Harrislee gewinnen können, werden wir mit Sicherheit in der Spitzengruppe der Tabelle bleiben. Mir ist es nur wichtig, dass das Team seinen Rhythmus und seinen Siegeswillen nicht einbüßt."

Nach ihrer Nasenoperation muss Lara Eckhardt sich noch mindestens eine Woche gedulden, ehe sie wieder mitwirken kann. Sophia Sommerrock hat ihre Erkältungskrankheit überwunden und ist wieder in Vollbesitz ihrer Kräfte.

Außerdem hofft Kate Schneider darauf, dass Saskia Fackel und Carmen Moser ihre Ladehemmung überwunden haben: "Beide sind am stärksten, wenn sie nichts erzwingen wollen, sondern ihre Würfe aus dem Kombinationsspiel heraus nehmen," so die Trainerin der Bären.