20.02.2019 22:14 Uhr - 1. Bundesliga - PM THC, dpa, red

Thüringer HC schlägt HSG Bensheim/Auerbach - Coach Müller dennoch unzufrieden

Julia Maidhof traf zweistelligJulia Maidhof traf zweistellig
Quelle: Jürgen Pfliegensdörfer
Die Bundesliga-Handballerinnen des Thüringer HC haben am Mittwochabend ihr Heimspiel gegen die HSG Bensheim/Auerbach mit 28:21 (15:7) gewonnen. Wie schon in den vergangenen Partien war Kapitän Iveta Luzumova mit sieben Treffern beste THC-Werferin. Nationalspielerin Alicia Stolle gab nach einer muskulären Verletzung ihr Comeback und erzielte sechs Tore. Der Meister hält damit den Druck auf Spitzenreiter Bietigheim aufrecht, die Gäste, für die Julia Maidhof elf Treffer erzielte, bleiben mit sechs Pluspunkten gleichauf mit den Konkurrenten aus Nellingen und Neckarsulm.

Gleich zu Beginn verhinderte Ann-Cathrin Giegerichs erste Aktion die Gästeführung von der Strafwurflinie. Jovana Sazdovska machte es im Gegenzug besser und traf zum 1:0. In der sechsten Minute konnte Lydia Jakubisova zum Stand von 3:2 einnetzen. Die Anfangsphase war geprägt von unglücklichen Offensivaktionen sowie guter Torhüterleistungen auf beiden Seiten.

Nach zehn Spielminuten gelang dem Thüringer HC dann aber die erste Drei-Tore-Führung durch Lydia Jakubisova. Auf der Gegenseite konnten die Gäste der HSG Bensheim/Auerbach allerdings per Strafwurf auf 5:3 verkürzen. HSG Torhüterin Jessica Kockler versenkte den Ball in der dreizehnten Minute im leeren Kasten der Gastgeberinnen zum 6:4. Doch zur Mitte der ersten Hälfte gelang es dem THC durch Tore von Iveta Luzumova und Lydia Jakubisova wieder auf 8:5 erhöhen.

Die Flames taten sich in dieser Phase schwer, die kompakte Thüringer Abwehr zu durchdringen. Erst zehn Minuten vor Ende der ersten Hälfte gelang Julia Maidhof der 10:7 Anschlusstreffer von der Siebenmeterlinie. Doch der Favorit setzte nach: Lydia Jakubisova konnte mit ihrem fünften Tor die Führung zum 12:7 ausbauen. In der letzten Minute vor dem Pausenpfiff schloss Jovana Sazdovska mit einem Tempogegenstoß zum 14:7 ab. In die Kabinen verabschiedeten sich die Teams bei einem Spielstand von 15:7.

Das erste Tor in der zweiten Halbzeit gehörten den Gästen. Alicia Stolle konterte prompt und netzte in der 32. Minute zum 16:8 ein. Der THC wollte zu Beginn der zweiten Hälfte keine Zweifel mehr offenlassen und die Fronten klären. Und dies gelang: Alicia Stolle gelang sechs Minuten nach Wiederanpfiff beim 19:9 die erste Zehn-Tore-Führung. Die Gäste waren aus dem Tritt, kassierten nun auch zwei Gegentreffer in das verwaiste Tor.

Herbert Müller nahm beim Stand von 22:12 seine zweite Auszeit, er haderte mit der Chancenverwertung. Eine Verbesserung trat allerdings nicht ein. Im Gegenteil - die Flames konnte in dieser Spielphase Ergebniskosmetik betreiben und verkürzten auf 22:15. Daraufhin sah sich Herbert Müller gezwungen, dass ihm letzte zustehende Team-Timeout zu ziehen. Diesmal mit der erhofften Wirkung: Iveta Luzumova traf in der 47. Minute zum 24:15.

Die Auszeit erfolgte nun auf der gegnerischen Seite. Zehn Minuten vor dem Spielende gelang Julia Maidhof der Treffer zum 24:17, die Gäste mühten sich den Abstand wieder im einstelligen Bereich zu halten. Der Thüringer HC machte in der Schlussphase der Partie eine Vielzahl an Fehlern im Angriffsverhalten. Bensheim nutze dies für sich und kam beim 24:19 sogar wieder auf fünf Treffer heran. Mit drei Toren in Folge konnten die Gastgeberinnen aus Thüringen dann ihre Führung beim 27:19 wieder auf acht Tore ausbauen und am Ende einen 28:21-Erfolg feiern.

"Es macht immer Spaß hier in Thüringen zu spielen", erklärte Heike Ahlgrimm. Die Trainerin der HSG Bensheim/Auerbach fügte an: "Ich bin stolz auf meine Mannschaft. Wir haben es dem Thüringer HC sechzig Minuten lang nicht leicht gemacht. Am Ende sind wir unter 30 Gegentoren geblieben und haben die zweite Halbzeit sogar gewonnen."

Herbert Müller war trotz des Sieges nicht zufrieden. "Ich bin heute stinksauer", so der Coach des Thüringer HC, der ausführte: "Es waren heute die schlechtesten letzten zwanzig Minuten seit ich beim THC bin. Die erste Halbzeit war noch recht zufriedenstellend. Bensheim hat super gekämpft und ist mutig aufgetreten. Auch wenn man denjenigen Spielerinnen nach ihren Verletzungen Zeit geben muß, aber so kann man trotzdem nicht auftreten."

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