17.02.2019 18:41 Uhr - 2. Bundesliga - PM Vereine, red

HC Rödertal ringt Kurpfalz Bären Ketsch nieder

Carmen Moser am BallCarmen Moser am Ball
Quelle: Julian Erbeling
Vor 650 Zuschauern in der Neurotthalle in Ketsch setzte sich der HC Rödertal in einer packenden und hart umkämpften Partie mit 28:27 (15:15) gegen den Tabellenzweiten, Kurpfalz Bären, durch - die Revanche für die Niederlage im Hinspiel war somit geglückt. Gleichzeitig feierte der HC Rödertal den sechsten Sieg in Folge.

Dr. Robert Becker brachte es in der Pressekonferenz auf den Punkt: "Gegen Nürtingen haben wir schwach gespielt. Heute war dies anders, doch Rödertal hat mit einer bravourösen Leistung verdient gewonnen." Frank Mühlner, der Gästetrainer, strahlte: "Alles, was wir diese Woche im Training gemacht haben, ist heute von der Mannschaft hervorragend umgesetzt worden."

Die "Bären-Ladies" aus Ketsch waren nach der zweiten Heimniederlage in Folge geknickt. Kate Schneider: "Vielleicht machen sich manche Spielerinnen vor den eigenen Fans zu viel Druck und lassen die Souveränität vermissen, die uns noch letzte Woche in Kirchhof ausgezeichnet hat."

Schon in den ersten 10 Minuten beeindruckten die Gäste mit einem gut strukturierten Angriffsspiel, in dem vor allem Tammy Kreibich klug Regie führte. Die Bären wirkten dagegen übermotiviert und mussten aufgrund vieler fahriger Aktionen zunächst einen 2:4 Rückstand beklagen, ehe Rödertal beim 4:7 und 8:11 Rückstand deutlich machte, dass sie mit viel Selbstvertrauen die Reise nach Ketsch angetreten hatten. Da Carmen Moser und Saskia Fackel zu ungeduldig agierten, musste vor der Pause Verena Oßwald in die Bresche springen. Es war vor allem ihr Verdienst, dass die Bären bis zur Pause noch den Ausgleich erzielen konnten.

Nur zweimal gelang es den Kurpfalz Bären in Führung zu gehen: Direkt nach Wiederanpfiff und dann wieder beim 21:20 in der 45. Spielminute hofften die Bärenfans, dass der Knoten jetzt geplatzt sei. Aber Rödertal ließ sich nicht aus der Spur bringen, auch wenn Frank Mühlner mit ansehen musste, dass seinen Spielerinnen in den letzten 10 Spielminuten zusehends die Kräfte ausgingen. Aber die Gastgeberinnen konnten daraus zu wenig Kapital schlagen, weil zu häufig die besten Chancen nicht genutzt wurden.

Auch die Disqualifikation von Brigita Ivanauskaite in der 55. Minute hatte keinen entscheidenden Einfluss mehr. Als die starke Ann Rammer den Wurf von Carmen Moser eine halbe Minute vor Spielende abwehren konnte, war der Auswärtssieg perfekt. Die Gäste hatten aus der 16:26 Heimniederlage im vergangenen Oktober gelernt und waren bestens auf das Ketscher Tempospiel eingestellt. Bären müssen jetzt zweimal reisen

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