17.02.2019 15:49 Uhr - 1. Bundesliga - PM Neckarsulm

Neckarsulm hätte Metzingen "gerne 60 Minuten Paroli geboten"

Patricia Kovacs im Zweikampf mit Simona StojkovskaPatricia Kovacs im Zweikampf mit Simona Stojkovska
Quelle: TuS Metzingen
Im ersten Spiel der Rückrunde muss sich die Neckarsulmer Sport-Union im Derby der Handball Bundesliga Frauen (HBF) mit 36:26 (15:12) bei den TusSies Metzingen geschlagen geben. In der ersten Hälfte bietet die NSU dem Favorit aus Metzingen Paroli und geht lediglich mit einem knappen Rückstand in die Kabine. Nach dem Seitenwechsel wird die Partie zur deutlicheren Angelegenheit, eine Niederlage mit zehn Toren hätte die Sport-Union rückblickend aber durchaus vermeiden können.

Vom Metzinger Grippevirus und der Personalnot war am Samstagabend nichts mehr zu sehen. Mit voll besetzter Bank erspielen sich die Gastgeberinnen durch zwei Tore im Gegenstoß direkt eine 2:0-Führung. Der Angriff der Sport-Union stottert in den ersten Minuten noch etwas, nach sieben Minuten erlöst NSU-Spielführerin Seline Ineichen allerdings ihr Team und markiert den ersten Treffer. Neckarsulm kämpft sich an Metzingen heran und schafft durch zwei verwandelte Strafwürfe von Ana Pavkovic den Anschluss. Metzingen lebt in der ersten Hälfte vor allem von der starken Maren Weigel sowie dem gewohnten Tempospiel, kann sich gegen die NSU aber nicht deutlicher absetzen. Nach 25 Minuten nehmen die TusSies Neckarsulms Rückraumschützin Nele Reimer in Manndeckung und setzen sich damit noch vor der Pause erstmals auf vier Tore ab.

Auch nach der Pause setzt Metzingen diese Deckung fort und kann sich dadurch deutlicher absetzen. Erneut trifft Weigel aus dem rechten Rückraum und bringt die TusSies mit 18:12 in Front. NSU-Trainer Pascal Morgant reagiert direkt und stimmt seine Mannschaft nochmals auf die veränderte Defensive ein. Neckarsulm kommt in der Folge wieder besser zurecht und verkürzt durch Irene Espinola Perez und Selina Kalmbach. Bis zehn Minute vor Ende gestaltet sich so wieder ein offenes Spiel, erst beim 30:21 können die TusSies wieder erhöhen und bestimmen die letzten Minuten, in denen aus Neckarsulmer Sicht bis zum 36:26-Endstand noch etwas unglücklich auf zehn Tore Unterschied erhöht wird.

Hinten raus wird es deutlich"




"Hinten raus wird es deutlich und da war Metzingen uns dann auch klar überlegen. In der Höhe geht der Sieg so bestimmt auch in Ordnung. Für uns etwas schade, denn wir hätten gerne 60 Minuten Paroli geboten. Über 45-50 Minuten haben wir das geschafft, aber der Schritt, da dann nochmal wirklich an Metzingen ran zu kommen hat gefehlt. Wir haben gekämpft und unsere Möglichkeiten ausgeschöpft, deswegen bin ich mit dieser Phase zufrieden. Am Ende wird es aus unserer Sicht dann aber schon zu deutlich.", erklärte Morgant nach Spielende.

In der kommenden Woche geht es für die Neckarsulmerinnen in der heimischen Ballei weiter. Am Samstagabend gastiert die HSG Bad Wildungen Vipers bei der Sport-Union, die sich am ersten Spieltag der Rückrunde mit einem Sieg gegen Blomberg etwas Luft im Abstiegskampf verschaffen konnte. Außerdem ist von Montag bis Mittwoch die deutsche Nationalmannschaft mit einem Regionallehrgang in Neckarsulm zu Gast, zu dem mit Nele Reimer und Selina Kalmbach auch zwei Spielerinnen aus dem Kader der NSU eingeladen worden sind.