14.02.2019 16:10 Uhr - 1. Bundesliga - PM Oldenburg

VfL Oldenburg verstärkt sich im Rückraum

Kathrin PichlmeierKathrin Pichlmeier
Quelle: HSG Blomberg-Lippe
Neben dem Erreichen der sportlichen Ziele sieht VfL-Trainer Niels Bötel auch das Weiterentwickeln junger lokaler Spielerinnen als eine seiner primären Aufgaben an. Solch eine Spielerin ist die 22-jährige Kathrin Pichlmeier vom Bundesligakonkurrenten HSG Blomberg-Lippe. Die Rechtshänderin wird ab der nächsten Saison den Rückraum des VfL Oldenburg verstärken.

Das Handball-ABC lernte die gebürtige Hannoveranerin beim Stadtteilclub TuS Bothfeld und wechselte als 15-Jährige zur HSG Hannover-Badenstedt. Mit der B-Jugend der Jungen Wilden wurde sie im Juni 2012 bereits in ihrer ersten HSG-Saison deutsche Meisterin. Im Jahr drauf holte sie sich mit der A-Jugend in der Jugendbundesliga die Bronzemedaille und konnte mit dem Damenteam den Aufstieg in die 3. Liga feiern.

Das Jahr 2014 sollte das Ganze aber noch einmal toppen. In ihrem ersten Jahr in der 3. Liga avancierte die damals 17-Jährige mit 119 Treffern zur besten Torschützin der Jungen Wilden. Im Finale der Jugendbundesliga scheiterten die Hannoveranerinnen nur knapp mit 27:28 an Bayer Leverkusen. Pichlmeier erzielte dabei fünf Treffer. Das sollte aber noch nicht alles gewesen sein. Kurz vor Beginn der U18-WM in Mazedonien sprang sie noch auf den WM-Zug auf und wurde mit dem deutschen Team prompt Vizeweltmeister.

In ihrer letzten Saison in Hannover konnte sie erneut 110 Treffer in der 3. Liga erzielen und schnupperte dank eines Zweitspielrechts bei der SVG Celle erstmals Bundesligaluft. Mit der U19-Nationalmannschaft wurde sie bei der EM in Spanien Fünfte. Gleich in ihrer ersten Saison in Blomberg schaffte sie es mit der HSG ins Final4 des DHB-Pokals und ging auch noch ein letztes Mal mit dem DHB-Nachwuchs auf Reisen. Bei der U20-WM in Russland landete sie mit ihrem Team auf dem vierten Platz. In der abgelaufenen Saison spielte sie mit Blomberg erstmals im Europapokal.

"Kathrin ist für ihr Alter schon recht erfahren und sehr torgefährlich aus der zweiten Reihe. Solch ein Typ Spielerin, die die einfachen Tore aus neun bis zehn Metern machen kann, hat uns noch gefehlt. Dadurch können wir demnächst den Gegner dazu zwingen offensiver gegen uns zu agieren", sieht Niels Bötel neue taktische Möglichkeiten für sein Team.