12.02.2019 18:26 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, red

Bayer Leverkusen holt weiteres Eigengewächs für den Rückraum zurück

Pia Adams trug schon bis 2017 das Leverkusener TrikotPia Adams trug schon bis 2017 das Leverkusener Trikot
Quelle: Heinz Zaunbrecher
Nach Prudence Kinlend wird demnächst eine weitere Spielerin, die beim TSV Bayer 04 Leverkusen ausgebildet wurde, wieder das Trikot der Werkselfen tragen und in der Handball Bundesliga Frauen für die Rheinländerinnen auflaufen. Rückraumspielerin Pia Adams, derzeit noch in Diensten des Leverkusener Kooperationspartners TV Beyeröhde, wird zu den Elfen zurückkehren.

Die Burscheiderin, die derzeit zusammen mit ihrer besten Freundin Johanna Heldmann (ebenfalls eine ehemalige Leverkusenerin) in einer WG in Wuppertal wohnt, hat bereits zwischen 2011 und 2017 das Bayer-Trikot getragen, ehe sie ihrer Ausbildung zur Physiotherapeutin Vorrang gab und zu den Beyeröhder Handball-Girls in die Zweite Liga wechselte.

"Ich bin dankbar dafür, dass ich die beiden Saisons in Beyeröhde spielen durfte. Aber irgendwie hatte ich die 1. Liga immer im Hinterkopf. Ich habe ja jahrelang viel in den Handball investiert mit dem Ziel, mich irgendwann oben zu etablieren. Jetzt habe ich meine Ausbildung abgeschlossen und bin bereit für mehr. Mit 23 Jahren ist es für mich genau der richtige Zeitpunkt. Ich möchte es nicht wenigstens noch mal versucht haben", erklärt die 180 cm große Rückraumakteurin.

Adams: "Gab noch ein weiteres Angebot"




Mit der A-Jugend des TSV Bayer 04 wurde Adams in 2013, 2014 und 2015 gleich drei Mal Deutscher Meister. Bei der U20-WM 2016 in Moskau belegte Pia als Stammspielerin mit der deutschen Auswahl Platz vier. Mit 17 Jahren bestritt sie auch bereits ihr erstes Erstligaspiel. Der Kontakt nach Leverkusen war in den letzten beiden Jahren nicht abgerissen. "Renate Wolf war ja auch öfters bei unseren Spielen in Beyeröhde und hat mich dann gefragt, was denn meine Pläne für die nächste Spielzeit wären. Ich brauchte dann nicht lange zu überlegen, als ich merkte, dass die Elfen Interesse haben. Es gab noch ein weiteres Angebot aus der Bundesliga, aber ich bin ein echter Familienmensch und konnte mir eh nicht vorstellen, die Gegend zu verlassen", erklärt die 23-Jährige.

"Pia ist ein echtes Eigengewächs der Werkselfen Talentschmiede. Sie kam als B-Jugendliche von den Bergischen Panthern unters Bayer Kreuz und entwickelte sich sehr schnell zur Leistungsträgerin in unserem Junior-Team. Pia kennt unsere Strukturen und unsere Philosophie und wird sich aufgrund der Tatsache, dass ihre berufliche Ausbildung jetzt abgeschlossen ist, sehr schnell wieder bei uns etablieren", freut sich Geschäftsführerin Renate Wolf über die Rückkehr der ehrgeizigen Halblinken.

"Natürlich wussten wir, dass Pia diese Herausforderung gesucht hat, und wir freuen uns ebenso, dass sie bei den Handballgirls die nötige Erfahrung sammeln konnte, um nun erneut den Schritt in die 1.Liga zu wagen!" freut sich auch TVB-Abteilungsleiter Stefan Müller über den Karrieresprung der sympathischen Rückraumspielerin, wohl wissend, dass der Weggang eine deutliche Lücke hinterlassen wird. "Da werden wir nur schwer einen gleichwertigen Ersatz finden!", so Müller, der neben Trainer Martin Schwarzwald nun auch eine seiner Stammkräfte am Saisonende verabschieden muss.