11.02.2019 09:28 Uhr - 2. Bundesliga - PM Vereine, red

TSV Nord Harrislee im Duell mit Werder Bremen "die glücklichere Mannschaft"

Marie AndresenMarie Andresen
Quelle: Hansepixx.de
Die Chance aus zumindest einen Punkt war da für die Bremerinnen, doch die letzte Gelegenheit lassen die Grün-Weißen liegen und verlieren somit am Ende mit 27:28 gegen den TSV Nord Harrislee. Es ist bereits das vierte Spiel in dieser Saison, welches die Werder-Handballerinnen am Ende mit einem Tor verlieren.

"Wir haben knapp ein Spiel für uns entschieden, das beide Mannschaften hätten gewinnen können. So waren wir heute die glücklichere Mannschaft", so Harrislee-Trainer Peer Linde kurz nach dem Abpfiff der spannenden Partie. Sechzig Minuten boten beide Mannschaften das, was den Handballsport ausmacht. Auch einigen Fehlern zum Trotz, wollten beide Teams den Sieg und so wogte das Spiel hin und her.

Der Start der Bremerinnen hingegen war gut, nach dem 3:3 (9:9) schaffte es Werder sich 7:3 (14.) abzusetzen. Werder-Coach Dominic Buttig war aber bereits vor dem Spiel klar, dass sein Team bis zur letzten Minute kämpfen müsse, auch wenn man sich eine Führung erarbeiten konnte. Die ´Nordfrauen´ kämpften sich zurück ins Spiel, waren beim 9:8 (21.) durch Janne Woch wieder auf einen Treffer dran und kamen beim 12:12 (27.) zum Ausgleich. Werder biss sich ein ums andere Mal den Zahn an der Defensive der Gastgeberinnen aus und so lief man plötzlich einem 12:14-Rückstand hinterher. Alina Otto und Nele Osterthun trafen für Bremen aber noch vor der Pause zum 14:14-Pausenstand.

Marie Andresen: "Ein paar leichte Fehler zu viel gemacht"




Beide Mannschaften begegneten sich auch in der zweiten Halbzeit auf Augenhöhe, Merle Heidergott brachte den SVW beim 17:16 (36.) wieder in Führung, doch es sollte die einzige Führung für Werder im zweiten Durchgang sein. Harrislee konnte sich die Führung zurückholen und legte nun immer den Treffer vor. Nach dem 24:25 (48.) konnte sich Harrislee durch zwei Treffer innerhalb von nur 10 Sekunden auf 24:27 absetzen. Heidergott und Barger verkürzten aber wieder für Werder auf 26:27 (51.), doch selbst in Überzahl wollte der Ausgleich nicht fallen.

Franziska Peters erhöhte per Siebenmeter auf 26:28 (53.) und obwohl Harrislee in den letzten sieben Minuten kein weiterer Treffer gelingen sollte, jubelten die Gastgeberinnen am Ende über beide Zähler. Osterthun verkürzte auf 27:28. Harrislee nahm drei Minuten vor dem Ende noch mal ein Time-Out, doch Werder verteidigte nun gut. Die letzte Auszeit nahm Buttig 18 Sekunden vor dem Ende, um mit seinem Team wenigstens einen Zähler mit an die Weser zu nehmen, doch Werder kam nicht mehr zur klaren Torchance und verpasst so am Ende einen Punktgewinn an der dänischen Grenze.

"Heute hat jede Spielerin ihren Beitrag zum Sieg geleistet. Wir sind wieder als Mannschaft aufgetreten, in der Sophie Fasold überragend gehalten hat", freute sich Peer Linde über den so wichtigen Heimsieg. Bei Werder-Torhüterin Marie Andresen überwog sportlich die Enttäuschung, die Rückkehr zu ihren Wurzeln sorgte aber für ein Lächeln. "Wir haben ein paar leichte Fehler zu viel gemacht. Außerdem hat die Torhüterin von Nord sehr gut gehalten. Schade, für uns wäre ein Sieg so wichtig gewesen. Nun wird der Druck für uns im Abstiegskampf immer größer. Ansonsten war es hier natürlich schön, es waren so viele Freunde und Bekannte da. Und die Fans haben für eine überragende Stimmung gesorgt", so Marie Andresen.

"Das Spiel war heute von den beiden Abwehrreihen dominiert", sagte Werder-Trainer Dominic Buttig nach dem Spiel und fügt an; "Wir schaffen es nicht die Fehler der Gegner konsequent zu nutzen und uns dadurch endlich einmal zu belohnen." Am nächsten Wochenende empfangen die Werder-Damen mit der HSG Gedern/Nidda einen direkten Konkurrenten um den Kampf um den Klassenerhalt in der Klaus-Dieter-Fischer-Halle.