10.02.2019 11:47 Uhr - EHF-Pokal - Wolfgang Seitz - Südwestpresse

TuS Metzingen muss in Ungarn ran

Kelly VollebregtKelly Vollebregt
Quelle: Michael Heuberger
Die TuS Metzingen verabschiedet sich aus Europa - zumindest für den laufenden Wettbewerb. Am Sonntag (15 Uhr) geht die Reise nach Ungarn zu Siófok KC Hungary, dem Dominator in der Gruppe und einer der Topfavoriten auf den Gesamtsieg im EHF-Pokal.

"So Spiele sind immer etwas besonderes. Wir bekommen es mit der absoluten Weltklasse zu tun. Die Situation, dass wir bereits ausgeschieden sind, ist natürlich nicht super gut. Trotzdem wollen wir die Erfahrung mitnehmen", sagt TuS-Trainer André Fuhr. Gut präsentieren will sich seine Mannschaft in Ungarn - aufbauend auch auf die Leistung aus dem Hinspiel.

Das hat die TuS Metzingen zwar mit 26:33 verloren, konnte zwischendurch das Team um die geniale französische Spielmacherin Estelle Nze Minko aber durchaus ärgern. "Gegen solche Gegner will doch jede Spielerin spielen. Das ist natürlich eine schwierige Aufgabe, da können wir aber auch viel lernen", sagte Kelly Vollebregt am vergangenen Samstag nach dem 29:22-Sieg gegen die Schwedinnen aus Sävehof, mit dem sich die TuS Platz drei in der Gruppe gesichert hat. Der bringt zwar nichts, weil nur die ersten beiden Teams weiterhin Europa bespielen dürfen, ein Minimalziel ist damit aber erreicht.

Viel Neues wird André Fuhr in Ungarn nicht probieren. Zunächst gibt es kaum noch etwas, was in den vergangenen Wochen nicht schon versucht worden wäre, dazu ist das Personal auch einfach zu knapp. Dann ist es viel wichtiger, sich nach der kleinen Misserfolgs-Serie von vier Niederlagen noch mehr Sicherheit zu holen. "Wir sind wieder in der richtigen Bahn", sagt Fuhr, mit den überzeugenden Siegen aus der Vorwoche im Rücken. Gegen Blomberg-Lippe und Sävehof hat sich seine Mannschaft mit überzeugenden und engagierten Leistungen zurückgemeldet.


"Ab nächste Woche steht dann ganz klar die Bundesliga im Fokus." Und da hat der TuS-Trainer mit seinen Mädels noch einiges vor. Es gilt zumindest den dritten Platz abzusichern - oder sich eventuell sogar noch weiter oben einzuordnen.

Nach der sehr turbulenten Woche, in der Personalien im Vordergrund standen, kommt das finale Spiel im EHF-Cup gerade recht. Man gewinnt Abstand, der Handball rückt wieder in den Vordergrund. Der pinke Tross fliegt am Samstag von Stuttgart nach Wien. Von dort wird per Bus das Südufer des Plattensees angesteuert. Retour geht es am Montag.