09.02.2019 11:09 Uhr - 2. Bundesliga - Volker Schulz, Daniela Bilo - PM Vereine

Nürtingen will nach dem Coup nachlegen, Mainz den Anschluss an die Spitze halten

Kristin Schäfer im Hinspiel im Duell mit Verena BreidertKristin Schäfer im Hinspiel im Duell mit Verena Breidert
Quelle: Ralf Bilo, Mainz 05
Eine weitere anspruchsvolle Aufgabe liegt vor den Zweitligahandballerinnen der TG Nürtingen, wenn am Samstagabend die Mannschaft des 1. FSV Mainz 05 ein der Eisenlohr-Sporthalle aufläuft. Die Gäste reisen als Tabellenvierter an und liegen in Lauerstellung nur drei Punkte hinter der Tabellenspitze. Nürtingen ließ am vergangenen Spieltag mit einem Sieg gegen Ketsch aufhorchen und erbesserte sich auf den achten Platz. Noch gut in Erinnerung dürfte den Nürtingerinnen die knappe Hinspiel-Niederlage sein, als man in der letzten Spielminute noch einen möglichen Sieg aus den Händen gab.

Die Nürtingerinnen haben am vergangenen Wochenende mit 20:17 einen Coup beim bisherigen Spitzenreiter Ketsch gelandet und sind mittlerweile im Mittelfeld der zweiten Liga angekommen. Nach der Rückkehr von Shooterin Lea Schuhknecht hat das Team von Trainer Stefan Eidt eifrig Punkte gesammelt und ist in der Tabelle nach oben geklettert. Wenig torhungrig im eigenem Angriff kassieren die Nürtinger auch selten viele Gegentore. Die meisten der bisherigen Spiele waren knapp und eng, so wie das Hinspiel in Mainz auch Spitz auf Knopf war.

Die Meenzer Dynamites sind also gewarnt. Es gilt erneut, die starke Rückraum Reihe in den Griff zu bekommen und die sich bietenden Chancen gegen eine flexible 6:0 Deckung mit einer guten Torfrau zu nutzen. Für Trainer Thomas Zeitz kam der Erfolg in Ketsch nicht überraschend: "Wir wussten auch vor dem doppelten Punktgewinn in Ketsch, dass Nürtingen ein Brocken ist. Das Team verfügt über sehr erfahrene Spielerinnen und einige junge Wilde, also über eine gute Mischung. Wir gehen mit voller Konzentration und Respekt an die Aufgabe ran. Aber wir haben an uns den Anspruch, dort zu gewinnen." Der Kader ist weitestgehend wieder komplett, ein Fragezeichen steht nur noch hinter Hanne van Rossum.

Wie die Gastgeberinnen kann auch das Dynamites-Team mit Selbstbewusstsein an die Aufgabe gehen, begründet Zeitz: "Wir sind zur Zeit gut drauf und müssen das mit ins Spiel bringen nehmen. Kompakte und aktive Deckung gegen den Rückraum wird genauso wichtig sein wie hohe Genauigkeit im Tempospiel. Da sehe ich Vorteile und Möglichkeiten. Auch im gebundenen Spiel vorne werden wir unsere Chancen bekommen, die wir dann konsequent nutzen müssen. Aber vor allem müssen wir mit Mut, Willen und voller Konzentration agieren und unsere Qualität auf die Platte bringen. Wenn wir das schaffen, haben wir gute Chancen etwas Zählbares mitzunehmen. Und das ist das Ziel, die nächsten Punkte einzufahren um auf dem eingeschlagenen Kurs zu bleiben."

"Mannschaft und Trainer werden alles daran setzen, den positiven Schwung mit in die Partie zu nehmen und die Punkte am Neckar zu behalten", heißt es allerdings auch von Seiten der Gastgeberinnen, die den Schwung nutzen wollen. Mit auf der Bank sitzt auch wieder Denise Kunicke, die nach langer Verletzungspause zu ersten Kurzeinsätzen kommen könnte. Erstmals mit dabei im Nürtinger Team ist Torhüterin Jesse van de Polder. Die 20-jährige Niederländerin kommt per Zweifachspielrecht von der TuS Metzingen und kann trotz ihres jungen Alters bereits Bundesliga- und Europapokalerfahrung vorweisen.