09.02.2019 08:42 Uhr - 2. Bundesliga - Saemann, Geger - PM Vereine

TSV Nord Harrislee erwartet den SV Werder Bremen: "Familienduell" der besonderen Art in heimischer Wikinghalle

Marie Andresen trifft auf ihre SchwesterMarie Andresen trifft auf ihre Schwester
Quelle: Hansepixx.de
Der TSV Nord Harrislee steht vor einer wichtigen Partie in der zweiten Bundesliga. Denn das Linde-Team erwartet am Samstag (18 Uhr, Wikinghalle), mit dem SV Werder Bremen einen direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt in der "Hölle Nord". Da die Holmberghalle anderweitig belegt ist, weichen die Harrisleerinnen wieder nach Handewitt aus. Dort wird die Partie auch zum Familientreffen der Schwestern Andresen.

Die 24-jährige Gästetorhüterin Marie Andresen kehrt zu ihren Wurzeln zurück und wird auf dem Spielfeld ihrer 19-jähigen Schwester Johanna Andresen gegenüberstehen, die im Rückraum des TSV Nord Harrislee agiert.

"Das ist etwas ganz besonderes, denn wir beide haben in der Wikinghalle dass Handball spielen erlernt. Im Hinspiel war Marie sicherlich nervöser und froh, als das Spiel vorbei war. Diesmal werde ich sicherlich nervöser sein, da es ein Heimspiel vor so vielen Zuschauern ist und von der Familie und Freunden so viele dabei sind. Aber ich freue mich total auf das Spiel", so Johanna Andresen.

Mit einem Lächeln gesteht die Rückraumspielerin dann auch, "dass ich früher wie Marie, auch schon mal im Tor gestanden habe. Ich wollte auch so hochklassig spielen wie sie. Das hat zum Glück geklappt. Und auch im Hinspiel. Da sind mir fünf Tore gelungen", so die jüngere der Schwestern mit Rückblick auf den 26:23 Hinspielsieg an der Weser.

Die große Schwester Marie Andresen, fiebert der Partie ebenfalls entgegen. "Ich hätte auch gerne in Harrislee gespielt. Denn ich verbinde mit der Holmberghalle viele gute Erinnerungen. Aber natürlich ist das Spiel in der Wikinghalle etwas ganz besonderes. Da hat für Johanna und mich ja alles angefangen", so die Bremer Torhüterin, die die Leistung der Jüngeren aus dem Hinspiel würdigt. "Sie hat nicht alle fünf Tore gegen mich gemacht und ich habe auch zwei Paraden gegen sie gehabt. Aber ich habe ihr nach dem Spiel gesagt, dass es das beste Spiel ihrer Karriere war", freut sich die ältere Schwester über den Erfolg von Johanna. "Es ist toll, dass sie es geschafft hat, in der zweiten Bundesliga zu spielen und dort schon tolle Erfahrungen sammeln kann."

Etwas mehr Druck verspürt Marie Andresen mit ihrem aktuellen Team, dem SV Werder Bremen. "Wir sind doch etwas hinter unseren eigenen Erwartungen zurück, denn ein einstelliger Tabellenplatz ist das Saisonziel. Wir müssen in Handewitt also beide Punkte holen", so die Torhüterin der Gäste, die mit 9:25 Punkten auf Rang 14 des Bundesligaunterhauses stehen und so fünf Zähler hinter Marie Andresens Ex-Club stehen.

Die 24-jährige ist bereits am Donnerstagabend in die Heimat gereist und verbringt den Freitag mit ihren Schwestern. "Johanna und ich werden gemeinsam mit unseren beiden Schwestern etwas unternehmen. Für die beiden wird es sicherlich auch komisch und sie wissen wie viele bestimmt nicht, für wen sie klatschen sollen. Wir werden also vorher wohl nicht über Handball reden", so Marie Andresen mit einem Lächeln und voller Vorfreunde auf das besondere gegenseitige Duell in heimischer Umgebung und das Zusammensein mit ihren Schwestern Johanna, Sophie und Freia.

Werder wird allerdings keine Geschenk mitbringen, der Club befindet sich im Abstiegskampf. "An der Ausgangslage hat sich nach dem letzten Spiel nichts geändert", so Werder-Trainer Dominic Buttig. Er weiß aber, dass das Spiel bei den `Nordfrauen` kein leichtes wird: "Harrislee ist eine kämpferisch sehr starke Truppe, gerade zu Hause darf man den Gegner auf keinen Fall unterschätzen und auch auf eine Führung darf man sich nicht ausruhen, es heißt kämpfen bis zum Ende."

Dies zeigte sich auch im Hinspiel, als Werder gut ins Spiel kam, zur Pause mit 12:8 führte und sich am Ende dann mit 23:26 geschlagen geben musste. Eine schlechte Nachricht erreichte die Bremer Mannschaft allerdings unter der Woche, Kreisläuferin Jana Schaffrick wird dem Team die nächsten Wochen im Abstiegskampf fehlen. Die 19-Jährige hat einen Ermüdungsbruch im Fuß erlitten und fällt damit sechs Wochen aus.