04.02.2019 19:51 Uhr - 2. Bundesliga - PM Ketsch, red

Nürtingen erwischt Kurpfalz Bären auf falschem Fuß

Für die Kurpfalz Bären Ketsch gab es kaum Durchkommen gegen die TG Nürtingen.Für die Kurpfalz Bären Ketsch gab es kaum Durchkommen gegen die TG Nürtingen.
Quelle: Kurpfalz Bären Ketsch
Überraschung in der 2. Bundesliga. Tabellenführer Kurpfalz Bären Ketsch verlor zu Hause gegen die TG Nürtingen mit 17:20 (9:9). Trotz eines gelungenen Starts gab der Favorit nach und nach das Spiel aus der Hand.

Ein 3:0 Auftakt und ein orientierungslos scheinender Gegner, dem in den ersten 10 Minuten kein Torerfolg gelang, schien die Bären auf den sicheren Weg zum achten Heimsieg in der zweiten Frauenbundesliga zu bringen. Doch wer aufmerksam das Geschehen in der gefürchteten Bärenhöhle verfolgte, ahnte es schon: Es war Sand im Getriebe des Ketscher Tempospiels, da die sonst so flüssigen Kombinationen unter erheblichen Passfehlern litten.

Nach einer Auszeit in der 11. Spielminute hatte Trainer Stefan Eidt seine Schützlinge auf den richtigen Kurs gebracht: Nürtingen gelang ein Zwischenspurt zum 4:5, von dem sich die jetzt arg verunsicherten Bären-Ladies bis zum Schlusspfiff nicht mehr erholten.

Die Torhüterin der TG Nürtingen avancierte zur Spielerin des Tages. Die Bären-Angreiferinnen scheiterten im Minutentakt selbst bei den sogenannten hundertprozentigen Chancen vom Kreis oder im Gegenstoß. Und wenn Sabine Stockhorst im Bärengehäuse nicht ebenfalls geglänzt hätte, wäre schon zur Pause ein hoher Rückstand zu verzeichnen gewesen. Das 9:9 ließ noch alle Chancen für das als Spitzenreiter ins Spiel gegangene Bärenteam.

Doch auch in der zweiten Halbzeit fand Ketsch nie den gewohnten Rhythmus. Kate Schneider versuchte alles, um ihre Mannschaft wieder auf Vordermann zu bringen, aber auch eine noch offensivere Abwehr half nichts. Unter der klugen Regie von Julia Bauer nutzte Nürtingen den kollektiven Schwächeanfall der Bären und ließ nach einem 13:19 Vorsprung den Bären keine Chance zu einem erfolgreichen Endspurt.

Tom Löbich: "Ein Warnschuss zur rechten Zeit"







Die Ausfälle von Lara Eckhardt und Sina Michels können nicht zur Erklärung der Pleite an diesem Sonntagnachmittag dienen: Keine der eingesetzten Feldspielerinnen befand sich in Normalform, denn jede von ihnen hatte zittrige Hände, wenn es im Gegenstoß um genaue Pässe oder die Nutzung von Großchancen ging. "Was es schon in der ersten Halbzeit an technischen Fehlern zu notieren gab, reicht eigentlich für mehrere Spiele", klagte Tom Löbich nach dem Abpfiff.

Dr. Robert Becker nahm die Mannschaft in Schutz: "Bisher sind wir unglaublich stabil und konstant aufgetreten. Doch so ist es im Sport, und ich bin ganz sicher, dass wir schon nächste Woche in Kirchhof wieder ein anderes Gesicht zeigen werden!"

04.02.2019 - BSV Sachsen Zwickau mit zwei Gesichtern im Kellerduell

04.02.2019 - Kirchhof ganz fokussiert zum zweiten Auswärtssieg

04.02.2019 - Handball-Luchse holen sich deutlichen Sieg gegen Trier