04.02.2019 13:48 Uhr - 2. Bundesliga - PM Kirchhof

Kirchhof ganz fokussiert zum zweiten Auswärtssieg

Kim-Chiara MaiKim-Chiara Mai
Quelle: SG 09 Kirchhof
Mit einem überraschend souveränen 33:28 (17:15)-Erfolg kehrte Handball-Zweitligist SG 09 Kirchhof aus Berlin zurück.

Manchmal hilft"s. Ein Griff in die psychologische Trickkiste, um bei seiner Mannschaft noch ein paar Prozent mehr herauszuholen. Christian Denk, Trainer der SG 09 Kirchhof, lag goldrichtig, als er seinen Schützlingen vor dem schweren Gang nach Berlin die Auswärtstabelle unter die Nase hielt. Die offenbarte, dass der heimische Handball-Zweitligist seit dem ersten Spieltag in der Fremde nicht mehr gewonnen hatte.

Das wollte der Aufsteiger von 2018 offenbar nicht auf sich sitzen lassen und setzte sich bei den Füchsen Berlin mit 33:28 (17:15) durch. "Wir waren sehr fokussiert im Spiel und in der Vorbereitung auf das Spiel", bestätigte Katarzyna Demianczuk den "besonderen" Ehrgeiz der Mannschaft. Mit ihrer eigenen Leistung war die Torfrau nicht ganz zufrieden: "Ich kann noch mehr." Trotzdem waren 16 Paraden der Polin ein echtes Pfund, so dass sie der SG-Coach 60 Minuten auf der Platte ließ.

37 davon waren ausgeglichen, besonders als Anna Blödorn mit zwei verwandelten Siebenmetern auf 18:19 verkürzen konnten. Danach gelang Berlins Torjägerin nur noch ein Treffer, weil sie fortan von Kirchhofs Deckung offensiver angegangen wurde. Ein spielentscheidender Schachzug. Denn der Gast selbst hielt sein Tempo im Angriff hoch und zog vorentscheidend auf 26:20 (47.) davon. In dieser Phase avancierte Danique Boonkamp zum Motor der Mannschaft, nachdem bei der bis dahin starken Diana Sabljak die Kräfte nachließen.

Nun kommt der Spitzenreiter




"Sie war unser Kopf", lobte Christian Denk die Rückraumspielerin. Und konnte sich außerdem darüber freuen, "dass wir von allen Positionen gefährlich waren." Die quirlige Michelle Urbicht war besonders in der ersten Hälfte nicht zu bremsen und Dionne Visser ein stetiger Unruheherd am Kreis. Ihr Treffer zum 32:28 (59.) beseitigte die letzten leisen Zweifel am zweiten Auswärtssieg der SG.

Den Kirchhofs Coach als "überaus wichtig" einordnete. Denn: "Nach den letzten zwei Siegen müssen wir nun nicht mehr nach unten schauen." Stattdessen kann die Mannschaft als Tabellensiebter nun befreit aufspielen und sogar noch mal angreifen. Schon am kommenden Spieltag, wenn Tabellenführer Kurpfalz Bären in die Stadtsporthalle kommt.

Viel Motivationsarbeit des Trainers bedarf dieser Knüller nicht. Trotzdem kann er sich schon jetzt einen zarten Hinweis darauf, "dass wir im Hinspiel lange gleichwertig waren und unter Wert geschlagen wurden", nicht verkneifen. Schaden kann‘s - siehe Berlin - sicherlich nicht.