04.02.2019 16:00 Uhr - 1. Bundesliga - HBF

HBF kompakt: Leverkusen erobert Platz 4, Oldenburg mit Big Points im Abstiegskampf

Herbert MüllerHerbert Müller
Quelle: Jürgen Pfliegensdörfer
Das Spitzentrio war am Wochenende wieder einmal international gefordert, allerdings konnte nur die TuS Metzingen doppelt punkten. In der Liga arbeitete sich Bayer Leverkusen auf Rang vier vor. Die Werkselfen profitierten dabei auch vom Ausrutscher von Borussia Dortmund. Im Abstiegskampf verschaffte sich der VfL Oldenburg Luft.

In der EHF Champions League musste sich der Thüringer HC den Vipers Kristiansand mit 24:31 (12:16) geschlagen geben. "Die Gegentore machen nicht die, das seid doch ihr!", herrschte Coach Herbert Müller in einer letzten Auszeit an. In der Liga hatten die Thüringerinnen zuvor ihre Aufgaben gelöst, in Bad Wildungen siegte man mit 31:28 (17:13).

Damit bleiben die Thüringerinnen ärgster Verfolger der SG BBM Bietigheim, die am Mittwoch ihr Gastspiel bei Borussia Dortmund haben. Im EHF-Pokal haben die Enztälerinnen das Viertelfinale knapp verpasst, bei den Vipers Kristiansand unterlag man mit 28:29 (12:16). "Wir haben gut begonnen, konnten diese Leistung aber nicht mehr in der zweiten Halbzeit abrufen. Ich bin entsprechend enttäuscht über das heutige Auftreten", so Chefcoach Martin Albertsen, dessen Team unter der Woche mit einem 33:27 (14:15) bei Frisch Auf Göppingen seine weiße Weste wahrte.

In der Endabrechnung wird es Rang drei für die TuS Metzingen in der Gruppenphase des EHF-Pokals werden. Schon vor dem letzten Spieltag sind die Plätze unverrückbar vergeben. Die Ermstälerinnen feierten mit dem 29:22 (18:10) den zweiten Sieg, doch Platz zwei ist auch bei zwei Punkten auf Herning-Ikast nicht zu erreichen, da man den Direktvergleich mit den Däninnen verloren hat. Zum Abschluss wartet auswärts der noch verlustpunktfreie Spitzenreiter Siofok KC.

"Ein sehr guter Gegner, von dem man sehr viel lernen kann. Solche Spiele liebt jede Spielerin", so Kelly Vollebregt. In der Liga hatte Metzingen mit einem klaren 36:23 (16:14) über die HSG Blomberg-Lippe die Serie von vier Niederlagen in Serie überwunden und liegt mit 20:4 Zählern nun vier Pluspunkte hinter Bietigheim (24:0) und dem Thüringer HC (24:2).

Auf Rang vier ist Bayer Leverkusen zurückgekehrt. Die Werkselfen erkämpften sich bei der Neckarsulmer Sport-Union ein 27:24 (11:11) und können nun 16:10 Punkte vorweisen. "Wir haben in den zweiten 30 Minuten viel aggressiver verteidigt und konnten somit besser unser Tempospiel aufziehen. Zudem haben wir unsere Fehler schneller abgehakt und passende Antworten gefunden. Am Ende war es auch ein Erfolg des Willens", bilanzierte Leverkusens Trainer Robert Nijdam und Neckarsulms Chefcoach Pascal Morgant sagte auch mit Blick auf die schwere Vereltzung von Louisa Wolf: "Es war ein rundum bitterer Abend für uns und trotzdem haben wir noch die Chance, zu gewinnen. Wenn wir am Ende konsequent genug sind und in die Lücken gehen, dann haben wir auch die Chancen. Aber wenn diese heraus gespielten Möglichkeiten dann eben vergeben werden, können wir nicht gewinnen."


Mit einem Remis musste sich Borussia Dortmund begnügen. Beim SV Union Halle-Neustadt langte es für die Westfälinnen nur zu einem 31:31 (15:14). "Wir hätten das Spiel auch gewinnen können, wenn wir in der Defensive besser in die Zweikämpfe gekommen wären. Von daher ist die Enttäuschung darüber, dass wir unsere Leistung in der Abwehr nicht gebracht haben, da", bemängelt BVB-Coach Gino Smits und Halle-Neustadt. Trainerin Tanja Logvin bilanziert: "Es war eine grandiose Mannschaftsleistung, die alle meine Spielerinnen heute gezeigt haben. Wir freuen uns über den Punkt gegen ein Spitzenteam aus der 1. Bundesliga, welcher in der Endabrechnung noch sehr wertvoll sein kann. Die Leistung meiner Mannschaft unterstreicht weiterhin den Aufwärtstrend und ich bin mir sicher, dass wir bald auch den ersten Sieg in der 1. Bundesliga feiern können."

Gleichauf mit Borussia Dortmund (je 15:9) liegt der Buxtehuder SV, der Anfang März noch ein Nachholspiel in Metzingen absolvieren muss. Beim TV Nellingen konnten sich die Niedersächsinnen am Ende mit 35:24 (17:13) klar durchsetzen. "Wir wussten, dass wir im Tempo und der Athletik überlegen sind. Das haben wir bis zum Schluss umgesetzt. Auswärts mit elf Toren Vorsprung zu gewinnen, muss man erst einmal schaffen", freute sich BSV-Coach Dirk Leun und Nellingens Trainer Ralf Rascher kommentierte: "Es gab drei Phasen in diesem Spiel. Die ersten zehn Minuten waren ein Debakel, so zu starten und 2:10 zurückzuliegen, aber wir hatten auch Pech mit vier Alutreffern. Anschließend waren wir 40 Minuten auf Augenhöhe, wo wir wirklich versucht haben, zu kämpfen und auch gesehen haben, was wir in der Abwehr trainiert haben, nämlich die Einstellung, aggressiv und unterstützend. Was dann in den letzten zehn Minuten passiert - wir sind viel in Unterzahl, haben aber das Unterzahlspiel besonders trainiert, aber das war einfach nicht gut genug."

Drei Punkte hinter Frisch Auf Göppingen (14:12) und punktgleich mit der HSG Blomberg-Lippe ist nun der VfL Oldenburg, der die HSG Bensheim/Auerbach mit 36:27 (19:11) in die Schranken wies. "Das war heute ein Tag, an dem nichts funktioniert hat bei uns", ärgerte sich die Dänin Simone Spur nach der Niederlage beim Ex-Verein. Die Flames müssen wie auch Nellingen und Neckarsulm mit je 6:20 Punkten um den Klassenerhalt zittern. Oldenburgs Kim Birke, die im Sommer ihre Karriere nach 14 Jahren im grün-weißen Trikot beenden wird, erklärte: "Wir haben uns sehr gut vorbereitet. Wir wussten, dass Bensheim gut spielen kann."

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