04.02.2019 09:51 Uhr - EHF-Pokal - Wolfgang Seitz - Südwestpresse, red

Metzingen hat die Aufgabe Sävehof "seriös gelöst"

Andre FuhrAndre Fuhr
Quelle: TuS Metzingen
Die TuS Metzingen gewinnt das letzte Heimspiel in der EHF-Cup-Gruppenphase gegen IK Sävehof (Schweden) mit 29:22 (18:10).

Da gab es fast nichts zu meckern. Die TuS Metzingen hat ihr letztes Heimspiel in der Gruppenphase des EHF-Cups gegen IK Sävehof (Schweden) mit 29:22 gewonnen, spielte phasenweise überragend, ließ im zweiten Spielabschnitt im Gefühl des sicheren Sieges die Zügel dann etwas schleifen. Trotzdem wurde eine europäische Spitzenmannschaft klar beherrscht. Darauf darf man stolz sein.

Die erste Hälfte gestaltete die TuS Metzingen nach leichten Startproblemen sehr einseitig. 6:6 stand es nach 13 Minuten, Johanna Forsberg hatte für die Schwedinnen vom Kreis getroffen. Das klappte bei Sävehof zu Beginn recht gut, auch aus dem Rückraum wurden nette Sachen abgefeuert, was Isabell Roch dann aber irgendwann zu viel wurde.

Die TuS-Keeperin parierte, wenn es sein musste auch in Serie. Nach vorne lief die pinke Angriffsmaschine wie geschmiert. Überragend einmal mehr Shenia Minevskaja. Nicht allein wegen ihrer neun Tore bis zum Pausenpfiff. Sie hatte auch Traumanspiele im Repertoire, die vom Kreis, Julia Behnke und Tamara Haggerty, dankend angenommen wurden. Vom erwähnten 6:6 zog die TuS auf 10:7 (18.) weg, war beim 10:9 (20.) wieder einigermaßen gestellt, ehe Schluss mit lustig war. Ein Minevskaja-Dreierpack schubste die Partie in die richtige Richtung. Beim 18:10 wurden die Seiten gewechselt. Zehn Minuten lang wurde der Gast in der gut gefüllten Öschhalle vorgeführt.

Fuhr: "Vorne plötzlich zu statisch"




TuS-Trainer André Fuhr ging es ein bisschen gegen den Strich, dass sein Team danach in den Verwaltungsmodus verfiel. "Vorne spielten wir plötzlich zu statisch, hatten keine Tempowechsel mehr und agierten nicht mehr so entschlossen in die Tiefe wie zuvor. Aus dem Rückraum hat der Druck gefehlt."

Shenia Minevskaja, die zunächst hauptsächlich für den angesprochenen Druck verantwortlich zeichnete, sah es genauso. "Wir dürfen den Faden nicht verlieren, müssen weiter torgefährlich und präsent sein. Das darf man trotz hoher Führung einfach nicht so leicht nehmen."

Man war sich also einig - und es ist mit Zahlen zu belegen. Sävehof war nach 46 Minuten auf 22:18 dran. Eine Viertelstunde, in der den TusSies nicht furchtbar viel gelingen wollte. Das abschließende 29:22 war dann wieder ganz in Ordnung. "Wir haben die Aufgabe seriös gelöst, verdient gewonnen", sagte André Fuhr. Ab dem 24:20 (50.) ging es wieder steil nach vorne für die Pink Ladies. Katharina Beddies fing in der Deckung den Ball ab und rannte dann auch den Gegenstoß, Marlene Zapf schob in rascher Folge einen Dreierpack nach. Erwähnenswert auch noch das 29:21 von Tamara Haggerty, bei dem die Kreisläuferin ein unwiderstehliches Solo aufs Parkett zauberte. Ein Schweden-Tor später war es rum.

Nächste Woche ist dann die Sache mit dem Europapokal für diese Saison durch. Abschließend tritt man bei der Übermannschaft in Siófok (Ungarn) an. "Ein sehr guter Gegner, von dem man sehr viel lernen kann. Solche Spiele liebt jede Spielerin", sagte Kelly Vollebregt, die es allerdings auch nicht schlecht findet, dass es nun vorerst mit den englischen Wochen vorbei ist. "Ich mag eigentlich viele Spiele, aber irgendwann merkt man es im Körper." Der kann sich jetzt ein bisschen erholen.

So spielten die TusSies: Kohorst, Roch
Zapf (3), Kobylinska, Kovacs (2), Minevskaja (10/6), Harsfalvi (1), Weigel (2), Vollebregt (3), Haggerty (3), Beddies (2), Behnke (3), Korsos