03.02.2019 13:47 Uhr - 2. Bundesliga - PM Harrislee

"Komplett das Handballspielen eingestellt" - TSV Nord Harrislee unterliegt VfL Waiblingen deutlich

Merle CarstensenMerle Carstensen
Quelle: Hansepixx.de
Der TSV Nord Harrislee ist mit einer klaren Niederlage vom Gastspiel beim VfL Waiblingen zurückgekehrt. 23:35 (10:13) stand es nach sechzig Minuten. Dabei blieb der Aufsteiger weit hinter seinen Möglichkeiten.

"Wir haben in der ersten Halbzeit eine körperliche gute und giftige Abwehr gestellt. Doch nach 35 Minuten haben wir komplett dass Handballspielen eingestellt", haderte Nord-Trainer Shorty Linde nach der Partie mit seiner Mannschaft. Zu viele einfache Fehler und Konzentrationsschwächen, ließen einen Vier Tore Rückstand in der am Ende derben Klatsche münden. Zu Beginn des Spiels ließen die Nordfrauen zunächst einige Chancen liegen.

Doch mit der guten Einstellung in der Deckung, wurden diese wettgemacht. Mit vier Toren in Folge, wurde ein 1:4 Rückstand in eine 5:4-Führung gedreht. Den VfL-Angreiferinnen fehlten in dieser Phase die Durchschlagskraft und die Ideen gegen die starke 6:0-Deckung von Harrislee. Die Tiger-Girls konnte sich jedoch auf ihre gute Abwehrarbeit verlassen. Mit einem Doppelschlag holte die gut aufgelegte Halblinksspielerin Caren Hammer die Führung für den Gastgeber zurück, Sinah Hagen und Simona Nikolovska erhöhten bis zur 19. Minute auf 8:5 für Waiblingen.

Nach einem 8:13-Rückstand, zeigte der Meister der 3. Liga Nord Moral und kam durch einen verwandelten Siebenmeter von Lotta Woch und einem Treffer der guten Franziska Peters zum aussichtsreichen 10:13-Pausenrückstand. So konnte der TSV Nord Harrislee laut Linde, "erhobenen Hauptes in die Kabine gehen".

Nach dem Wechsel blieben die Gäste bis zum 12:16 dran, dann brachen aber alle Dämme. Harrislee suchte nun sein Glück in einer offensiven 3:2:1-Abwehrformationen. Allerdings spielte das dem VfL in die Karten. Denn die nun größeren Lücken nutzten die Tiger-Girls geschickt aus. Energische Einzelaktionen, schnelle Passfolgen mit schönen Anspielen auf die beiden durchsetzungsstarken Kreisläuferinnen Louisa De Bellis und Jasmin Dirmaier, geschickt ausgespielte Überzahlsituationen auf den beiden Außenpositionen, wo sich vor allem Rechtaußen Kyra Teixeira da Silva als Torschützun hervortat.

Im Angriff wurden bei den Nordfrauen Alibipässe gespielt und so kein Druck auf die Waiblinger Deckung erzeugt. Zudem sorgten Abspielfehler für Ballgewinne zugunsten der Gastgeberinnen, die so einen 6:0-Lauf hinlegten und auf 22:12 davonzogen. Die Partie war Mitte des zweiten Durchgangs praktisch entschieden, da der Aufsteiger auch in der Deckung nicht mehr entschlossen agierte.

So tauchten die Waiblinger Angriffsspielerinnen immer wieder frei vor den drei chancenlosen und bedauernswerten Harrisleer Torhüterinnen Nane Sibbersen, Sophie Fasold und Lea Tiedemann auf. Am Ende stand die klare 23:35 Pleite, die den Nord-Coach nachdenklich machte.

"In der zweiten Halbzeit war es ein schwaches Passspiel und es gab keine Eins gegen eins Situationen mehr von uns, die die VfL-Deckung vor Aufgaben stellten. Die Mannschaft hat die Köpfe hängenlassen und Waiblingen zu Gegenstößen eingeladen. Das Spiel gegen so einen Gegner wäre wichtig für die Weiterentwicklung gewesen. Das haben wir verpasst", so der völlig enttäuschte Shorty Linde.

Entsprechend zufrieden zeigte sich Waiblingen Coach Nikolaj Andersson: "Wir waren aufgrund der letzten guten Ergebnisse von Harrislee gewarnt und haben uns in der ersten Halbzeit noch schwer getan", so der Däne. "Doch nach der Pause haben wir gezeigt, dass wir über einen breiten und sehr ausgeglichenen Kader verfügen." Das war sicherlich ein dickes Plus für die Waiblingerinnen, bei denen sich alle elf Feldspielerinnen in die Torschützenliste eintragen konnten.

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