30.01.2019 12:20 Uhr - 1. Bundesliga - chs

Oldenburgs Gerüst für die Zukunft steht - Drei namhafte Abgänge

Angie GeschkeAngie Geschke
Quelle: Thorsten Helmerichs
Der VfL Oldenburg hat einen ersten Stand über die Planungen für die kommende Saison veröffentlicht. Der noch amtierende Pokalsieger hat mit dem Trainerteam Niels Bötel und Andreas Lampe sowie neun Spielerinnen für die kommende Spielzeit bereits das Gerüst stehen. Daneben hat der Verein mit Kim Birke, Angie Geschke und Isabelle Jongenelen drei namhafte Abgänge zu verzeichnen.

"Vor grob zwei Jahren hatten wir uns dazu entschlossen, noch mehr auf die Jugend zu setzen, inklusive der verantwortlichen Trainer Niels Bötel und Andreas Lampe, die beide noch Vertrag bis Mitte 2020 besitzen", wird Peter Görgen, Geschäftsführer der VfL Oldenburg GmbH in der Mitteilung zitiert.

In dieser wird betont: "Mit dem gesamten aktuellen Trainer- und Betreuerstab wollen wir gerne weiterarbeiten." Dazu gehören dann Torwart-Coach Christoph Dannigkeit, Team-Managerin Astrid Huntemann sowie die Physiotherapeutinnen Silke Prante, Mirjam Koscheck und Theresa Böckmann.

Von den derzeit vierzehn Spielerinnen im Kader besitzt schon ein Großteil einen Vertrag über die Saison hinaus. "9 Spielerinnen (Julia Renner, Jane Martens, Ann-Kristin Roller, Jenny Behrend, Lina Genz, Lisa-Marie Fragge, Myrthe Schoenaker, Kristina Logvin und Helena Mikkelsen) besitzen ebenfalls Verträge bis 2020, was die Kaderplanung etwas einfacher macht", so Peter Görgen.

"Die Entwicklung der Jungen Spielerinnen hat erst begonnen, wir rechnen damit, dass sich die Leistungen in der kommenden Spielserie weiter steigern werden", heißt es in der Stellungnahme von Görgen, in der er ergänzt: "Kim Birke wird ihre Handballkarriere leider beenden, die Verträge mit Angie Geschke und Isabelle Jongenelen werden nicht verlängert."

Namhafte Abgänge




Birke spielte insgesamt vierzehn Jahre für den Bundesligisten und hat sich von der Jugendspielerin bis in die Nationalmannschaft gearbeitet, wo sie sechs Auswahlspiele für Deutschland bestritt. Trotz dreier Kreuzbandrisse konnte sie mit dem VfL dreimal den DHB-Pokal (2009, 2012, 2018), einmal den europäischen Challenge-Cup (2008) und einmal den HBF-Supercup (2009) gewinnen. Zudem leistete sie als Techniktrainerin auch im Nachwuchsbereich wertvolle Arbeit für den Verein.

Die zweite Nationalspielerin Angie Geschke lief insgesamt zehn Spielzeiten für die Niedersachsen auf. Die 33-Jährige spielte in der Jugend zunächst beim SC Buntekuh Lübeck und kam dann als Fünfzehnjährige zum Frankfurter HC, wo sie in der Bundesliga debütierte und den DHB-Pokal (2003) und die Deutsche Meisterschaft (2004) gewinnen konnte. Nach einem Jahr bei Randers HK kam sie 2008 erstmals nach Oldenburg, gewann in der Zeit zweimal den Pokal und einmal den Supercup.

Den vierten Pokalsieg ihrer Karriere konnte sie im vergangenen Sommer gewinnen, nachdem sie zuvor eine Saison für Vipers Kristiansand und kurzzeitig auch für Bayer Leverkusen auflief. Für die deutsche Nationalmannschaft absolvierte Geschke 110 Länderspiele.

Zwei Personalien offen




Die Niederländerin Isabelle Jongenelen kam 2016 nach Oldenburg, wurde beim VfL allerdings auch immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen. Zuvor spielte die Niederländerin in ihrem Heimatland für den HV Quintus, den SV Dalfsen Union Mios Biganos, die HSG Blomberg-Lippe, die SG BBM Bietigheim und Nantes Loire Atlantique.

Offen ist somit noch die Personalie der zweiten Torhüterin Annamaria Ferenczi und Kreisläuferin Cara Hartstock zu denen der Verein keine Angaben macht. "Die Neuausrichtung des Bundesligateams soll weiter vorangetrieben werden. Die ersten Neuverpflichtungen werden in Kürze bekannt gegeben", so Görgen abschließend.