27.01.2019 09:43 Uhr - 2. Bundesliga - PM Vereine, red

Die Bären sind gewarnt: Spitzenreiter Ketsch reist nach Lintfort

Sina Michels und Loes Vandewal treffen erneut aufeinanderSina Michels und Loes Vandewal treffen erneut aufeinander
Quelle: Kurpfalz Bären Ketsch
Nur ungern denken die Bären-Ladies der TSG Ketsch an das letzte Gastspiel in Lintfort zurück: Mit 31:37 mussten sie im Januar 2017 eine herbe Niederlage einstecken. Und auch diesmal erwartet sie kein Zuckerschlecken. Denn am vergangenen Wochenende bewiesen die Schützlinge der langjährigen Trainerin Bettina Grenz-Klein, dass sie nicht gewillt sind, in der Abstiegszone der zweiten Frauenbundesliga zu verharren. Sie schickten den Bundesliga-Absteiger aus Rödertal mit 27:21 nach Hause und wollen sich jetzt gegen die Kurpfalz Bären mit zwei weiteren Punkten einen Platz im Mittelfeld der Tabelle sichern.

"Mit dem Sieg am letzten Wochenende haben wir uns etwas Luft verschafft, aber die nächsten drei Heimspiele bringen uns die absoluten Topmannschaften der Liga. Das wird für die Fans interessant, solche Teams zu sehen, für aber extrem herausfordernd", stellt sich Lintforts Trainerin Bettina Grenz-Klein auf drei harte Heimspiele in Serie ein.

Die Bären aus Ketsch überzeugen vor allem spielerisch und stellen das vielleicht beste Kollektiv der Liga - nicht umsonst sind sie Tabellenführer. "Da müssen wir schon einen Sahnetag erwischen, um nicht unter die Räder zu kommen. Aber umgekehrt haben wir nichts zu verlieren und wollen den Fans ein gutes Spiel zeigen", fordert Grenz-Klein Leistung von ihren Schützlingen.

Bei den Bären-Ladies herrschte viel Freude nach dem klaren Sieg über Bremen, der die Tabellenführung bedeutete. Doch die Schwächephase in der ersten Halbzeit, als acht Gegentore in Folge hingenommen werden mussten, machte deutlich, dass die Bären durchaus verwundbar sind. Kate Schneider: "In Lintfort dürfen wir auf keinen Fall unseren Spielrhythmus verlieren, denn der Gegner ist äußerst kampfstark und wird uns alles abverlangen. Nur wenn wir über 60 Minuten die Konzentration in Abwehr und Angriff hochhalten, werden wir erfolgreich sein können."

Loes Vandewal im Blickpunkt: Beim Saisonauftakt in Ketsch gelangen der gewitzten und wurfstarken Niederländerin 12 Tore gegen die Bären. "Sie wird auch dieses Mal nicht vollständig auszubremsen sein, da sie über ein sehr variables Wurfrepertoire verfügt und auf quasi allen Positionen ihre Gefährlichkeit entfalten kann. Aber Lintfort stellt insgesamt ein sehr kompaktes Team, das sich auch auf die Rückendeckung einer lautstarken Anhängerschaft verlassen kann", so der Pressedienst der Gäste.

"Andererseits haben die Bären-Ladies am vergangenen Wochenende gegen Bremen bewiesen, dass die Breite im Kader ein großer Pluspunkt ist. So wurde mit Lara Eckhardt eine Bärin zur Spielerin des Tages gewählt, obwohl sie erst in der zweiten Halbzeit zum Einsatz kam", so die TSG.

Dr. Robert Becker hofft, dass der angestrebte Bundesliga-Aufstieg nicht zu viel Druck erzeugt: "Wir stehen noch vor 15 schweren Spielen, und alle kommenden Gegner werden versuchen, uns ein Bein zu stellen. Dennoch dürfen wir nicht verkrampfen, sondern sollten mit großer Gelassenheit an die Herausforderungen der nächsten Monate herangehen. Denn unser Spiel lebt davon, dass wir auch in kritischen Phasen mit mutigen und tempogeladenen - aber auch risikoreichen - Angriffen agieren und uns nicht in Einzelaktionen verzetteln. Wie gut uns das gelingt, wird der Rückrundenauftakt in Lintfort beweisen."

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