19.01.2019 13:22 Uhr - 2. Bundesliga - PM Vereine, red

Nord Harrislee erwarter Trier zum Vier-Punkte-Spiel

Herluf LindeHerluf Linde
Quelle: TSV
Die Handballerinnen des TSV Nord Harrislee haben zu Beginn des Jahres 2019 zwei sportliche Niederlagen kassiert. Doch die 17:25 Pleite bei der SG H2Ku Herrenberg wurde in einen Sieg für den Aufsteiger umgewandelt, da die SG Herrenberg eine nichtberechtigte Akteurin einsetzte. So stehen die Nordfrauen, vorbehaltlich des Herrenberger Einspruchs, mit 12:16 Punkten auf Rang neun der zweiten Bundesliga.

Doch Trainer Shorty Linde ist trotz der zwei Punkte am "grünen Tisch" sehr nachdenklich. "Natürlich tun uns die zwei Punkte gut, aber freuen kann ich mich darüber nicht. Wir wollen unsere Spiele sportlich entscheiden. Und da haben wir im Moment Probleme und müssen zur Basis zurückkommen und jedes Spiel wieder als Außenseiter mit der notwendigen Leidenschaft und Kampfkraft angehen", so Linde vor dem heutigen Heimspiel gegen den Tabellenvorletzten DJK/MJC Trier, der mit 8:20 Punkten nur vier Zähler hinter dem TSV Nord Harrislee liegt.

Die Partie wird aufgrund der nicht zur Verfügung stehenden Holmberghalle, um 17 Uhr in der Wikinghalle Handewitt ausgetragen. "Wir gehen angeschlagen ins Spiel. Samiah Melfsen laboriert noch an ihrer Sprunggelenksverletzung und auch Fenja Jensen, Catharina Volquardsen, sowie Sophie Frauenschuh, waren im Training angeschlagen", so der Nord-Coach über die wenig optimale Vorbereitung auf die so wichtige Partie in der altehrwürdigen "Hölle Nord".

Die Gäste aus Trier, 2003 immerhin deutscher Meister und bis vor dreieinhalb Jahren noch Bundesligist, sieht Shorty Linde wesentlich besser als der Tabellenstand auszusagen vermag. "Ich bin verwundert, dass Trier so weit unten steht. Sie verfügen über eine regelrechte Europaauswahl, mit älteren und erfahrenen Spielerinnen. Aber sie haben einen Fehlstart hingelegt und hatten aufgrund von Verletzungsproblemen auch daran zu knabbern. Doch zuletzt haben sie zwei wichtige Spiele gewonnen und einmal Unentschieden gespielt. Sie sind also auf dem Weg zu alter Stärke", so der Harrislee Trainer, der in der Wikinghalle Handewitt auf eine Trotzreaktion seiner Mannschaft hofft.

"Es ist schade, dass in so wichtigen Spielen und dieser Saisonphase so viele unserer Spielerinnen angeschlagen sind. Aber wir müssen nun noch enger zusammenrücken und mit aller Kraft dagegenhalten. Es wird doppelt schwer, doch mit den Zuschauern im Rücken, die wir auch in Handewitt brauchen, wollen wir um den Sieg mitspielen", so der hochmotivierte Shorty Linde.

"Wir müssen ganz anders auftreten, als gegen Lintfort", fordert Miezen-Coach Elena Vereschako, "nach Möglichkeit wenige schnelle Angriffe zulassen und bei dem geduldigen Positionsspiel von Harrislee nie die Konzentration oder gar die Nerven verlieren." Bis dahin heißt die Parole erst einmal: "Gute Reise."