19.01.2019 10:49 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, red

Flames empfangen die Schwaben Hornets zum ersten Heimspiel 2019

Heike AhlgrimmHeike Ahlgrimm
Quelle: Andrea Müller, Flames
Die Flames der HSG Bensheim/Auerbach empfangen zum ersten Heimspiel des neuen Jahres am Samstag den direkten Tabellennachbarn TV Nellingen (17:30 Uhr, Weststadthalle Bensheim). Die Schwaben Hornets liegen mit 6:16 Punkten in der Tabelle der Handball Bundesliga Frauen (HBF) unmittelbar vor den Flames (4:18).

Dies zeigt schon wie wichtig dieses Kellerduell für beide Mannschaften ist, denn mit einem Sieg würden die Flames nicht nur punktemäßig mit Nellingen gleichziehen, sondern aufgrund des besseren Torverhältnisses sogar die Plätze tauschen und die Abstiegsränge verlassen. Bei einer Niederlage würde der Abstand auf Nellingen schon 4 Punkte betragen. Nicht umsonst ist dieses Spiel für beide Mannschaften ein "4-Punkte-Spiel" und für beide Mannschaften zählt nur der Sieg. Dies ist daher auch die Zielvorgabe nicht nur von Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm. "Wir wollen beide Punkte holen in Bensheim", ist deshalb ebenso die Devise von Hornets-Trainer Ralf Rascher. "Der Druck ist für beide Mannschaften enorm hoch", sagt daher auch Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm.

Beide Mannschaften haben gegen Neckarsulm und Halle-Neustadt gewonnen, Nellingen gelang zusätzlich noch nach der EM-Pause ein Heimsieg gegen Bad Wildungen.

Das neue Jahr begann für beide Teams mit einer Auswärtsniederlage. Die Schwaben Hornets unterlagen dem VFL Oldenburg mit 30:24 und die Flames bei der HSG Bad Wildungen Vipers mit 26:19. Eine Niederlage gegen die wesentlich höher eingestuften Vipers, die nicht nur in der Höhe, sondern generell vermeidbar gewesen wäre, wenn man nicht so eine schlechte zweite Halbzeit gespielt hätte. Doch die Flames hatten 2 Wochen Zeit dies alles aufzuarbeiten, es wurden viele Gespräche geführt, gut trainiert und an der Verbesserung der Torausbeute gearbeitet, die in Bad Wildungen der Knackpunkt für die Niederlage war.

Denn, dass die Flames eine gute Abwehr stellen können und einen guten Tempohandball spielen, haben sie schon mehrfach unter Beweis gestellt und die Treffsicherheit sollte nach den guten Trainingseinheiten für das Team von Trainerin Heike Ahlgrimm eigentlich keine Thema mehr sein.


Von daher ist das Spiel in Bad Wildungen abgehakt und die Flames wollen sich wieder mit einer guten Leistung vor ihrem eigenen Publikum präsentieren. Und die Fans könnten am Samstag der ausschlaggebende Faktor sein. Die Schwaben Hornets rechnen mit vielen mitreisenden Fans und auch wenn keine ausverkaufte Halle mit fast 2000 Zuschauern, wie zwischen den Jahren, zu erwarten ist, so können die treuen Fans der Flames im entscheidenden Moment der achte Mann auf dem Feld sein und ihre Flames entsprechend nach vorne peitschen.

"Ich glaube, wir wissen alle worum es geht. Wir haben alles aufgearbeitet und haben viele Gespräche geführt. Von daher ist uns allen bewusst ist, was los ist. Wir wollen dieses Spiel unbedingt gewinnen, das will Nellingen auch. Aber wir spielen zu Hause und wollen einfach auch zeigen, dass wir es besser können und wollen dem Publikum was zurückgeben", blickt die Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm optimistisch nach vorne und möchte, dass sich nicht nur ihr Team selbst, sondern auch die Zuschauer mit zwei Punkten belohnt.

"Wir wollen es uns aber auch einfach selber beweisen, dass wir besser sind. Wir haben 14 Tage Zeit gehabt, was gut war und haben, wie gesagt, viel aufgearbeitet, gut trainiert und über viele Dinge gesprochen. Jetzt gilt es einfach nach vorne zu schauen, das abzuhaken was war und nicht mehr zurückzugucken. Das was war, ist vorbei und können wir nicht mehr ändern. Aber jetzt heißt es positiv nach vorne schauen, mit allem, was wir haben. Das bedeutet 60 Minuten Kampf, Gas geben, Emotionen, Leidenschaft, Körpersprache - alles das, was uns auszeichnet und das ist das, was wir zeigen werden. Wir werden zusammen mit unseren Zuschauern ein geiles Spiel machen und uns die 2 Punkte holen. Das ist auf jeden Fall das, was wir wollen. Danach schauen wir weiter ", gibt sich Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm kämpferisch.

Und vielleicht erinnern sich ja alle noch an das erste Heimspiel im neuen Jahr aus der letzten Saison, als die Flames überraschend gegen die TuS Metzingen den ersten Saisonsieg holte und mit Kampf, Siegeswillen und einer geschlossenen Mannschaftsleistung zu überzeugen wusste. Wenn die Flames gegen die Schwaben Hornets ihre Tugenden abrufen können, dann sollte einem erfolgreichen ersten Heimspiel 2019 eigentlich nichts mehr im Wege stehen.

"Ich bin optimistisch, dass wir die beiden Punkte holen werden", gibt sich der Hornets-Kommandogeber kämpferisch, "wir haben gut trainiert, in der ersten Woche viel mit Geschwindigkeit und Belastung, in der zweiten Woche haben wir das Augenmerk auf die Auslösehandlungen gelegt, deshalb gibt es keine Ausreden."

Für ihn liege es an seiner Truppe, wie die Begegnung ausgeht. "Bensheim hat in den letzten Spielen einen schnellen Ball im Angriff gespielt, dabei oft auch Pech gehabt", hat der Pädagoge beobachtet, "in der Abwehr versuchen sie in der 6:0-Formation aggressiv zu spielen, deshalb brauchen wir sowohl vorne als auch hinten ein gutes Umschaltspiel."

Als wichtige Spielerin bei den Gastgeberinnen hat er Rückraumspielerin Carolin Schmele ausgemacht, "die auch mal aus zehn oder elf Metern ein Tor machen kann". Aber auch der restliche Rückraum wechsle viel durch und stelle den Gegner immer wieder vor neue Aufgaben.

Allerdings möchte der 43-Jährige dem Kontrahenten in der Vorbereitung nicht so viel Aufmerksamkeit schenken. "Das Hauptaugenmerk liegt auf uns, wir müssen geduldig und mutig sein, deshalb versuchen wir auch in der Trainingswoche vor einer Begegnung viel mit Druck zu arbeiten, um die Zahl der technischen Fehler verringern zu können", berichtet Rascher, "insgesamt bin ich mit den Trainingseinheiten der vergangenen beiden Wochen sehr zufrieden, denn das war extrem wichtig."