14.01.2019 08:25 Uhr - DHB-Pokal - PM Vereine, red

Thüringer HC nutzt Dortmunder Abschlussschwäche aus

Alina GrijseelsAlina Grijseels
Quelle: Wolfgang Stummbillig, BVB
Der Thüringer HC siegt mit 24:19 (12:8) gegen den BVB Dortmund. In der heimischen Salzahalle machten die Thüringerinnen den Einzug ins OLYMP Final4 um den DHB-Pokal perfekt. Bereits qualifiziert sind die Mannschaften vom TuS Metzingen und die SGBBM Bietigheim. Beste THC-Werferin war Emily Bölk mit sieben Treffern. Für Dortmund waren Svenja Huber und Alina Grijseels mit jeweils sechs Toren am erfolgreichsten.

Der Thüringer HC siegt mit 24:19 (12:8) gegen den BVB Dortmund. In der heimischen Salzahalle machten die Thüringerinnen den Einzug ins OLYMP Final4 um den DHB-Pokal perfekt. Bereits qualifiziert sind die Mannschaften vom TuS Metzingen und die SGBBM Bietigheim. Beste THC-Werferin war Emily Bölk mit sieben Treffern. Für Dortmund waren Svenja Huber und Alina Grijseels mit jeweils sechs Toren am erfolgreichsten.

Der THC zeigte von der ersten Minute, dass sie ins Olymp Final4 um den DHB-Pokal einziehen wollten. Kerstin Wohlbold setzte sich im Eins-gegen-Eins durch und traf zum 1:0. Auf der Gegenseite parierte Ann-Cathrin Giegerich und Lydia Jakubisova erhöhte auf 2:0. Dortmund konnte mithalten und schaffte den Ausgleich zum 2:2. Die neu formierte Abwehr des THC mit Nina Müller im Innenblock spielte eine aggressive Deckung.

Der BVB hatte seine Mühe sich Torchancen zu erarbeiten und die Thüringerinnen legten weiter vor. Die Abwehr dr Gäste stabilisierte sich zunehmend. In der 14. Minute traf Lydia Jakubisova erst im Nachwurf zum 7:4, nachdem Nina Müller freistehend an Rinka Duijndam im Tor der Gäste scheiterte. Emily Bölk zeigte heute eine starke Leistung im Rückraum. Ihre Kracher saßen heute im gegnerischen Tor, wie beim 9:5 (17. Minute). Daraufhin nahm BVB-Trainer Gino Smits seine erste Auszeit.

Dortmund kämpfte um den Anschluss, doch vorerst hatte der THC die besseren Antworten. Lydia Jakubisova erzielte heute Tore aus jeder Position, von Rechtsaußen, als eingelaufene Kreisspielerin oder im Eins-gegen-Eins aus dem Rückraum, wie beim 10:6 (20. Minute). Fünf Tore gingen bereits in der ersten Halbzeit auf ihr Konto. In der Folge ließ Dortmund den Rückstand bis zur Pause zumindest nicht weiter anwachsen, auch weil Clara Woltering im BVB-Tor vor dem 8:12 zur Pause hervorragend im Spiel war und einige Bälle sowie insbesondere zwei Siebenmeter parierte.

Dortmund mit Zwischenhoch




Zum Pausentee war dennoch klar, dass sich die Gäste im Angriff deutlich steigern mussten, um noch eine Chance auf den Einzug ins Final Four des DHB-Pokals zu haben. Die Gäste kamen besser aus der Pause. Svenja Huber verkürzte per Strafwurf auf 10:13. Die Thüringerinnen taten sich schwer im Angriffsspiel und auch die Dortmunderinnen konnten ihre Chancen nicht nutzen. Auf beiden Seiten häuften sich die technischen Fehler. Der deutsche Meister fing sich wieder und konnte auf 16:11 davonziehen. Ann-Cathrin Giegerich zeigte eine starke Leistung im Gehäuse der Gastgeberinnen, so manche Großchance vereitelte sie auf der Torlinie.

Den ersatzgeschwächten Dortmunderinnen (sieben Ausfälle) schienen die Felle davon zu schwimmen, doch wie bereits im Liga-Spiel im November zeigten die Gäste eine Energieleistung und verkürzten den Rückstand bis zur Schlussphase Tor um Tor. Der BVB kämpfte sich von 11:18 auf 15:18 wieder heran. Lydia Jakubisova erlöste ihr Team von den torlosen Minuten mit einem Treffer von Rechtsaußen. Die Gäste blieben die dominierende Mannschaft. Das Spiel war wieder völlig offen. Josefine Huber verwandelte zum 21:18 von der Strafwurflinie (52. Minute). Die Abwehr der Thüringerinnen stabilisierte sich wieder. Im Angriff blieb das Wurfpech, Emily Bölk traf erneut nur den Pfosten. Ann-Cathrin Giegerich parierte ihren ersten Strafwurf gegen Svenja Huber. Auf der Uhr waren noch viereinhalb Minuten zu spielen.

Im nächsten Versuch machte es Emily Bölk besser und netzte zum 22:18 ein. Damit war die Vorentscheidung gefallen. Gino Smits nahm seine letzte Auszeit. Die Gäste konnten nicht mehr entscheidend reagieren. In der Schlussphase parierte Ann-Cathrin Giegerich den zweiten Strafwurf gegen Svenja Huber (59. Minute). Der Thüringer HC zog mit einem verdienten 24:19-Sieg ins OLYMP Final4 um den DHB-Pokal 2019 ein.

"Das kann man bei fünf Toren Unterschied nicht anders sagen", gab BVB-Coach Gino Smits nach dem Spiel zu. "Wir waren beim 18:20 auf zwei Tore dran und vergeben dann vier ´Big Points´ hintereinander. Die Wurfquote, insbesondere bei den freien Abschlüssen, war heute leider zu schwach", analysierte der Niederländer.