13.01.2019 08:04 Uhr - 2. Bundesliga - PM Vereine, red

Hallensperre in Zwickau bringt Mainz "noch einen Tag länger Zeit zur Regeneration"

Thomas ZeitzThomas Zeitz
Quelle: Axel Kretschmer, Mainz 05
In der Geschäftsstelle des BSV Sachsen Zwickau haben am Donnerstag die Telefone nicht stillgestanden. Nach der witterungsbedingten Sperrung der Sporthalle Neuplanitz wurde fieberhaft nach einer geeigneten Ausweichmöglichkeit für das Heimspiel der Zweitliga-Handballerinnen gegen Mainz 05 gesucht und letztendlich mit Hilfe des Bürgermeisters in Fraureuth gefunden. Neuer Spielort mit Anpfiff um 16:00 Uhr ist jetzt die Erich-Glowatzky-Mehrzweckhalle.

Der Traditionsverein BSV Zwickau hatte wie schon in der vergangenen Saison kurz vor dem Jahreswechsel den Trainer gewechselt. Mit Norman Rentsch steht jetzt ein alter Bekannter in Zwickau wieder auf der Kommandobrücke. Und wie das im Sport nun mal so ist... Auch "alte neue Besen" kehren gut. Zwickau hat im ersten Spiel nach dem Trainerwechsel gleich mal ein Ausrufezeichen gesetzt und mit 28:20 in Bremen gewonnen. Entsprechend gewarnt sind die Dynamites. Es wird eine harte Nuss gegen einen Gegner, der im Aufschwung ist und über einige Erfahrung verfügt. Körperlich robust und spielstark über den Kreis, aber auch gefährlich aus dem Rückraum sind die Hauptattribute der Damen aus Zwickau.

Vor dem Bremen-Spiel am letzten Wochenende, ist im Zwickauer Training speziell am Abwehrverhalten gearbeitet worden. Dabei wurden individuelle und gruppentaktische Aufgabenstellungen definiert. Mit Erfolg, wie die nur 20 Gegentore bei Werder eindrucksvoll beweisen. Darauf aufbauend möchte Zwickau gegen den Tabellenvierten 1. FSV Mainz 05 gern nachlegen. "Das ist eine junge, hungrige Truppe", charakterisiert Rentsch den Gegner, bei dem fast der gesamte Kader fit für das Duell ist. Einzig Hanne van Rossum plagt sich seit fünf Trainingseinheiten mit Adduktorenproblemen und konnte nur eingeschränkt trainieren. Ihr Einsatz wird sich erst kurzfristig entscheiden.

Trainer Thomas Zeitz hat Respekt vor Zwickau, ist aber voller Vorfreude, dass es wieder losgeht: "Die Mädels sind gut gelaunt und fit aus der Pause gekommen und wir haben sehr fleißig und gut trainiert. Ein kleines Fragezeichen bleibt immer, haben wir doch knapp einen Monat keinen richtigen Wettkampf gehabt. Ob Vor- oder Nachteil kann jeder für sich selbst entscheiden. Ich habe in jedem Fall eine fitte und motivierte Mannschaft vorgefunden und bin dementsprechend guter Dinge."

In den bisherigen 14 Vergleichen zwischen dem BSV Sachsen Zwickau und dem FSV Mainz 05 haben die Zwickauerinnen mit 17:10 Punkten und 383:378 Toren die Nase vorn. In der vergangenen Saison gewann der BSV Sachsen sein Heimspiel am 5. Mai mit 29:27, im Jahr zuvor mit 34:29. Um erneut als Sieger aus dem Kräftmessen mit den Meenzer Dynamites hervorzugehen, bedarf es einer konzentrierten Teamleistung. Die Mannschaft hofft, trotz Ortswechsel, auf eine volle Halle und gute Stimmung, die beflügelnd wirkt.

"Auch wenn wir natürlich das Ergebnis von Zwickau gesehen und das letzte Spiel analysiert haben, war uns schon vorher klar, dass es eine harte Nuss wird. Jetzt mit dem Trainerwechsel wird es sicher nicht einfacher. Wenn wir aber schnell ins Spiel finden, unseren Job hinten gut machen und vorne unsere Variabilität ausspielen sind wir sicher in der Lage, was Zählbares mitzunehmen. Das ist unser Ziel", so Thomas Zeitz und betont: "Da bringt uns auch die Verlegung aufgrund der Hallensperre nicht aus dem Konzept. Hanne hat so noch einen Tag länger Zeit zur Regeneration und wir fahren dann halt Sonntag nach Zwickau um die zwei Punkte zu holen. Ich freue mich auf ein spannendes Spiel und bin gespannt, wie wir 2019 in die Runde starten werden. "