10.01.2019 09:27 Uhr - DHB-Pokal - PM Vereine, red

"Ein Riesenspiel" - Buxtehude schrammt an erneuter Pokalsensation gegen Bietigheim vorbei

Antje Lauenroth steuerte drei Tore zum Sieg der SG BBM Bietigheim bei. Antje Lauenroth steuerte drei Tore zum Sieg der SG BBM Bietigheim bei.
Quelle: Pressefoto Baumann
Der Buxtehuder SV hat die Überraschung im Viertelfinale des DHB-Pokal verpasst. Gegen den Favoriten SG BBM Bietigheim gestaltete der BSV das Spiel lange offen. Erst in den Schlussminuten konnte Bietigheim das Spiel zu Hause mit 24:22 (11:12) für sich entscheiden. Die SG BBM Frauen stehen nun im OLYMP Final4, das am 25. und 26. Mai in der Porsche Arena steigt.

Die Gäste aus dem hohen Norden hatten sich viel vorgenommen, lieferten über 60 Minuten eine starke Vorstellung, bei der sie Bietigheim alles abverlangten und gingen durch einen Siebenmeter 1:0 in Führung. Doch Fie Woller und Antje Lauenroth konterten blitzsauber und brachten die SG BBM 2:1 in Front. Dinah Eckerle parierte in Folge zweimal stark gegen die bissig agierenden Niedersachsen und Anna Loerper besorgte per Siebenmeter das 3:1. Buxtehude antwortete jedoch mit dem 3:3 und ging sogar mit 5:3 in Führung.

Erst in der 14. Minute markierten die Bietigheimerinnen den verdienten Ausgleich zum 7:7 und Anna Loerper, erneut per Siebenmeter, schoss die Gastgeberinnen wieder nach vorne. Es entwickelte sich in Folge ein wahrer Pokalfight, in dem um jeden Ball hart gekämpft wurde. Angela Malestein erzielte das umjubelte 9:7. BSV-Coach Dirk Leun zog daraufhin die grüne Karte und nahm seine erste Auszeit. Bietigheim stand nun kompakter in der Defensive, doch der BSV blieb dran und konnte wiederrum egalisieren - 10:10 stand es nach 25 Minuten. Mit 11:12 ging es in die Pause.

Die Spannung in der Bietigheimer Viadukthalle sollte auch im zweiten Durchgang nicht abreißen, sowohl die SG BBM als auch der BSV hatten sich fest vorgenommen, die Pokalendrunde zu erreichen. Buxtehude erzielte zwar einen weiteren Treffer, doch die Außenspielerinnen Angela Malestein und zweimal Fie Woller netzten zum 14:13 ein. Die Gäste ließen sich jedoch nicht von ihrer Linie abbringen und stellten auf 16:18. Martin Albertsen nahm nach 40 Minuten seine nächste Auszeit. Ein Siebenmeter von Karolina Kudlacz-Gloc und der Treffer von Fie Woller bedeuteten danach den Ausgleich. Zehn Minuten vor dem Spielende betrug der Spielstand 19:19 - der Pokalfight war in vollem Gange, was die Vielzahl an Siebenmetern mehr als eindrucksvoll unterstrich, so auch der 20. Treffer durch Maura Visser, der die Führung für die Gastgeberinnen bedeutete.

Karolina Kudlacz-Gloc legte die wichtigen Treffer 21 und 22 nach und brachte vier Minuten vor dem Abpfiff ihre Farben erstmals in dieser Partie mit drei Toren in Front. Der BSV verkürzte, wie sollte es auch anders in diesem Match sein, zweimal in Folge per Siebenmeter auf 22:21. Nach starker Einzelleistung von Anna Loerper stand es eine Minute vor dem Ende 23:22. Bietigheim erkämpfte sich erneut durch ihre aggressive Abwehrarbeit den Ball und die heute heute wieder stark spielende Anna Loerper knallte das Leder zum 24:22 in die Maschen - das war die Entscheidung! Somit stehen die Frauen der SG BBM zum dritten Mal in Folge verdient im OLYMP Final4.

Ein erleichterter SG BBM-Cheftrainer Martin Albertsen sagte nach dem Spiel: "Wir standen unter Druck. Nicht alles hat heute bei uns im Spiel geklappt. Buxtehude stand gut in der Abwehr und hat es uns richtig schwer gemacht. Unsere Defensive hat heute den Sieg klar gemacht."


"Die Mannschaft hat die Taktik in der Anfangsphase die Taktik hervorragend umgesetzt und wie besprochen Bietigheim über den Kreis angegriffen", sagte BSV-Trainer Dirk Leun. Es entwickelte sich ein Pokalkrimi in der Schlussphase, in welcher die Sensation in der Luft lag. Doch Bietigheim hatte den längeren Atem. "Am Ende hat uns die Kraft gefehlt, um uns gegen die Deckung entscheidend durchzusetzen", erklärte Leun.

Anlass für Kritik gab es für Dirk Leun jedoch nicht: "Es ist ärgerlich, dass wir ausgeschieden sind. Ich kann meiner Mannschaft nur ein dickes Lob aussprechen. Sie hat ein Riesenspiel gemacht. Wir haben Bietigheim über 60 Minuten Paroli geboten. Diese Mannschaft bei 24 Tore zu halten ist überragend. Wir sind enttäuscht, aber wir können erhobenen Hauptes vom Feld und in die nächste Saisonphase mit dem Heimspiel gegen Bad Wildungen und drei wichtigen Auswärtsspielen gehen."

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