07.01.2019 17:05 Uhr - 1. Bundesliga - PM Neckarsulm, red

"Wir waren unglaublich nervös" - Neckarsulm freut sich über gelungene Aufholjagd gegen Halle-Neustadt

Die Neckarsulmer Sport-Union feierte ihren ersten Sieg im neuen Jahr.Die Neckarsulmer Sport-Union feierte ihren ersten Sieg im neuen Jahr.
Quelle: Neckarsulmer Sport-Union
Mit 29:26 schlug die Neckarsulmer Sport-Union nach zwischenzeitlichem Fünf-Tore-Rückstand noch den SV Union Halle-Neustadt und holte sich damit zwei wichtige Punkte im Abstiegskampf der Handball Bundesliga Frauen. Durch den ersten Auswärtssieg der Saison sprang die NSU in der Tabelle einen Platz nach oben und hielt die Wildcats damit weiterhin auf Distanz. Verletzungsbedingt fehlte Neckarsulm Torhüterin Valeria Gorelova, die aufgrund starker Rückenschmerzen nicht mitreisen konnte und glücklicherweise von Nachwuchsspielerin Janina Mann vertreten wurde.

"Wir haben vor dem Spiel gesagt, dass wir mit dem Messer zwischen den Zähnen in das Spiel gehen wollen. Wir hatten in der ersten Halbzeit weder Messer noch Zähne, 17 Gegentore sind deutlich zu viel und ich war überhaupt nicht zufrieden", kommentierte Pascal Morgant. "Die letzten Minuten können wir uns mit dem 26:29 absetzen, aber es war über 60 Minuten einfach nur ein riesiger Kampf. Ich bin einfach nur froh, dass meine Mannschaft den Weg in die Gemeinschaft gefunden hat und diesen Sieg dann auch gemeinsam holt. Am Ende denke ich dann auch, dass dieser Sieg verdient an uns geht. Wir haben in den letzten Minuten die Nerven behalten, können nochmal eine Schippe drauf legen und darauf bin ich extrem stolz", freut sich der Trainer über den Sieg.

Vor 900 Zuschauern starten die Neckarsulmerinnen alles andere als gut in die Partie und präsentieren sich in der ersten Hälfte ohne die nötige Überzeugung, um dieses Spiel zu gewinnen. Bereits nach zehn Minuten können sich die Wildcats auf drei Tore absetzen und profitieren dabei auch von einer gut aufgelegten Anica Gudelj im Tor. Falsche Entscheidungen im Angriff und zu viel Lücken in der eigenen Abwehr bringen die Sport-Union weiter in Rückstand. Acht Minuten vor dem Seitenwechsel verkürzt Neckarsulm trotzdem nochmals auf drei Tore, gerät bis zum 17:12-Halbzeitstand durch drei Treffer von Sophie Lütke allerdings erneut deutlich in Rückstand.

"Wir waren unglaublich nervös in der ersten Hälfte und haben nicht das gemacht, was wir uns vorgenommen hatten Desw. Deswegen gab es auch in der Kabine eine sehr ruhige Ansprache, um die Mannschaft zu stärken", erklärt NSU-Trainer Pascal Morgant.

Die Ansprache wirkt und Neckarsulm kommt mit einem völlig veränderten Gesicht aus der Kabine. Die deutlich aggressivere Abwehr erkämpft sich gegen Halle-Neustadt Bälle und hilft damit auch Nicole Roth im Neckarsulmer Tor. Im Angriff traut sich vor allem Irene Espinola Perez deutlich mehr zu und trifft in der zweiten Hälfte sechsmal. Innerhalb von nur zwei Minuten verkürzen die Gäste dadurch wieder auf 17:15 und machen das Spiel spannend. Die Wildcats wirken immer verunsicherter und können nicht mehr an die Leistungen aus der ersten Hälfte anknüpfen.

Nach zehn Minuten gleicht Neckarsulm bereits aus und es entwickelt sich ein offener Schlagabtausch, bei dem Halle-Neustadt zwischenzeitlich sogar wieder mit zwei Toren in Führung liegt. Aber auch in diesem Spielabschnitt zeigen die Neckarsulmerinnen große Moral, erkämpfen sich wieder den Ausgleich und gehen vier Minuten vor Spielende sogar in Führung. In der Schlussphase gelingt den Wildcats gegen eine starke NSU-Defensive nur noch ein Treffer, die Sport-Union lässt sich den Sieg nicht mehr nehmen und entscheidet das Spiel durch drei weitere Treffer.


Mit dem Sieg im Rücken geht es für die NSU bereits am Mittwochabend wieder weiter., denn um 19:30 Uhr steht das DHB-Pokal Viertelfinale gegen die TusSies Metzingen auf dem Programm. Auch wenn die Favoritenrolle klar beim Top-Team aus Metzingen liegt, kann die Sport-Union mit nur einem Sieg überraschen und erstmals in das Final Four in der Stuttgarter Porsche Arena einziehen.

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